Werbung

Nachricht vom 22.04.2021    

Wissens Bürgermeister mahnt zu mehr Sachlichkeit und Respekt

Von Katharina Behner

Bürgermeister Neuhoff mahnte auf der Stadtratssitzung zu Sachlichkeit und Respekt. Gerade die aktuelle Sitzung habe gezeigt, wie Demokratie funktioniere, so dass konstruktive Ergebnisse erzielt würden. Anhaltende und unsachliche Diskussion - auch über Medien ausgefochten - trügen dazu nicht bei und schadeten dem Image der Stadt.

Wichtige Zukunftsentscheidungen stehen in Wissen an. „Darauf „müssen wir alle unsere Kräfte konzentrieren“, so Bürgermeister Berno Neuhoff in seinem Appell für Respekt und Sachlichkeit. (Fotos: KathaBe/ Archiv)

Wissen. „Gestatten Sie mir am Ende dieser Stadtratssitzung heute noch ein Wort zur aktuellen Situation und den anhaltenden Diskussionen, die so nicht weitergehen dürfen.“ Mit diesen Worten begann Bürgermeister Berno Neuhoff seinen Appell für mehr Sachlichkeit und Respekt auf der jüngsten Zusammenkunft der Wissener Ratsvertreter am 21. April.

Immer wieder sei er in der Vergangenheit von außenstehenden Personen angesprochen worden, was denn in Wissen los sei. Schlage man morgens die Zeitung auf oder schaue in die sozialen Medien, habe man das Gefühl, dass es nicht mehr um die Sache gehe. Damit meine er die Diskussion um die wiederkehrenden Straßenausbaubeiträge (WKB).

Sicher gehöre eine leidenschaftliche Diskussion zur Demokratie. Vermieden werden solle jedoch Rechthaberei, unsachliche Diskussionen und vor allem persönliche Angriffe, die auch dazu führten, dass viele Bürger inzwischen nicht mehr wüssten, worum es überhaupt gehe und der Eindruck entstände, dass in Wissen Chaos herrsche.

Weder scheue er Diskussionen oder die freie Meinungsäußerung in einer freien Gesellschaft. Doch der Stil mancher Äußerungen habe Grenzen überschritten. Neuhoff mahnte Respekt vor dem Anderen an, dies auch im Interesse der Stadt. „Es schadet uns in einer Phase, in der wir doch alles tun, um unsere Kommune nach vorne zu bringen“ und wichtige Zukunftsentscheidungen sowohl für die Stadt als auch die Verbandsgemeinde anstehen. Darauf gelte es, die Kräfte zu konzentrieren. Gerade jetzt in einer Zeit, in der Corona vieles lähme, sei es besonders wichtig, sich Gedanken zu machen, wie es nach der Pandemie weitergeht und wie Wissen vorangebracht werden kann.



Zu den wiederkehrenden Beiträgen führte Neuhoff aus, dass diese vom Land Rheinland-Pfalz eingeführt und in Wissen darüber leidenschaftliche Diskussionen stattfanden. Es gab zwei Bürgerinitiativen, zudem unterschiedliche Meinungen im Stadtrat, große Versammlungen und Unterschriften und am Ende einen wirksamen Stadtratsbeschluss.

Eine Gerichtsentscheidung des Verwaltungsgerichtes Koblenz habe die Haltung von Stadt und Verwaltung bestätigt und Neuhoff bat zur Kenntnis zu nehmen, dass das Verwaltungsgericht das Bürgerbegehren als nicht zulässig erachtete und in diesem Teil Rechtsklarheit bestehe. Aktuell stehe noch die Entscheidung des Oberverwaltungsgerichtes an, die „man einmal in Ruhe abwarten sollte“.

Dabei gehe es um die Satzung und die Verschonungsregelungen zur Einführung der WKB und zwei mögliche Szenarien: Entweder die Satzung zum WKB und die sogenannte Verschonung würden bestätigt oder die Satzung wäre rechtswidrig. In diesem Fall sei der Stadtrat verpflichtet, eine neue verbesserte Satzung in aller Sachlichkeit zu erlassen.

Ausdrücklich rief er alle, die zum Wohle der Stadt arbeiten und denken, auf, sich an den zukünftigen Entwicklungen zu beteiligen und ihre Meinung sachlich einzubringen. Neuhoff endete seinen Appell mit den Worten: „Hören sie bitte auf, persönliche Angriffe vorzutragen und andere herabzuwürdigen. Das schadet letztendlich allen.“ (KathaBe)

Lesen Sie auch:
Stadtbürgermeister von Wissen fordert Corona-Staatshilfen von Bund und Land ein (20.4.2021)
Stadtrat Wissen: Viele Zukunftsentscheidungen getroffen (22.4.2021)


Lokales: Wissen & Umgebung
Feedback: Hinweise an die Redaktion

Anmeldung zum AK-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Kreis Altenkirchen.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Politik


SPD Altenkirchen nominiert Kandidaten für Landtagswahl 2026

Der SPD-Kreisverband Altenkirchen hat seine Personalvorschläge für die Landtagswahl 2026 vorgestellt. ...

Matthias Reuber drängt auf schnelle Lösung für die B8

Der CDU-Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Matthias Reuber fordert eine zügige Ertüchtigung der ...

Landesregierung fördert Straßenausbau im Kreis Altenkirchen

Der Landkreis Altenkirchen erhält eine finanzielle Unterstützung für den Ausbau der Kreisstraße 15. Verkehrsministerin ...

Neue Ideen für die "Hufer Dorfschätze" in Horhausen

In Horhausen wurden im Rahmen eines Workshops zahlreiche Vorschläge zur Neugestaltung des Geländes rund ...

Straßen im Daadener Land: Sanierungsbedarf und Diskussionen in Biersdorf

Im Daadener Land sind die Straßen teilweise in einem schlechten Zustand. Der Landesbetrieb Mobilität ...

Ein Tag im Mainzer Landtag: Besuchergruppe trifft Sabine Bätzing-Lichtenthäler

Eine Gruppe von 52 Interessierten folgte der Einladung der SPD-Fraktionsvorsitzenden Sabine Bätzing-Lichtenthäler ...

Weitere Artikel


"Basteln für Mama": Positive Resonanz beim Flammersfelder VHS-Kurs

Etwas mit den eigenen Händen zu erschaffen hat seinen ganz eigenen Reiz. Besonders für die Kinder, die ...

Saisonstart für Biker: Nach dem Winter sicher zurück aufs Motorrad

Nach monatelanger Winterpause machen viele Motorradfahrende jetzt ihre Maschinen wieder fit und planen ...

So sehen Digiscouts-Projekte aus

In Koblenz haben am 22. April 19 Auszubildende aus sechs Unternehmen die Ergebnisse ihrer Digitalisierungsprojekte ...

Sommerliche Erntefreuden: Der kleine Bio-Gemüsegarten

Frische Möhren, knackiger Mangold oder Erdbeeren – eigenes Bio-Gemüse zu ernten, ist eine tolle Sache. ...

Erster Bauabschnitt der Ortsdurchfahrt Epgert ist fertig

Der Arbeiten im ersten Bauabschnitt der Ortsdurchfahrt in Krunkel-Epgert sind abgeschlossen. Die Teilstück ...

Land fördert Hallenbadneubau in Altenkirchen mit 3,75 Millionen Euro

Nein, es ist wirklich kein verspäteter Aprilscherz: Die Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld hält ...

Werbung