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Nachricht vom 05.06.2021    

Tag der Organspende – gut informiert entscheiden

Am 5. Juni 2021 ist Tag der Organspende. Seit fast vier Jahrzehnten ist der erste Samstag im Juni ein Tag des Dankes gegenüber allen Organspenderinnen und -spendern und ihren Angehörigen. Gleichzeitig ist dies auch ein Tag der Aufklärung und des Anstoßes, sich ganz persönlich mit der Organspende auseinanderzusetzen – unabhängig vom Lebensalter.

Grafik: Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG)

Mainz. Mit der Broschüre „Organspende – schon mal darüber nachgedacht?“ wendet sich die Initiative Organspende Rheinland-Pfalz in diesem Jahr besonders an junge Menschen. Aber auch ältere Erwachsene finden darin wertvolle Entscheidungshilfen. „Wir wollen gezielt Jugendliche und junge Erwachsene dabei unterstützen, eine informierte und selbstbestimmte Entscheidung pro oder contra Organspende zu treffen“, erklärt Dr. Matthias Krell, Geschäftsführer der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG), die die Aktivitäten der Initiative Organspende koordiniert. „Denn auch wenn der eigene Tod sehr weit weg erscheint, ist die Thematik für junge Menschen durchaus relevant“, ergänzt er. Ab dem 16. Lebensjahr dürfen diese nämlich der Organspende zustimmen, bereits ab dem 14. Geburtstag können sie einer Spende widersprechen.

Die mit Infografiken abwechslungsreich und gut verständlich gestaltete Broschüre beantwortet – nicht nur Jugendlichen – Fragen, die für eine Entscheidung wichtig sind: Was versteht man genau unter einer Organspende und wie läuft sie ab? Was ist eigentlich der Hirntod? Welche Gesetze gelten in Deutschland und Europa? Dazu kommen eindrückliche Erfahrungsberichte, in deren Mittelpunkt junge Menschen stehen: als Organspender, als Organempfängerinnen und -empfänger oder als Angehörige von Verstorbenen und Geretteten. Der aktiven Auseinandersetzung mit dem Thema Organspende kommt eine große Bedeutung zu.

Hierzu bekennt sich auch der frisch ins Amt berufene rheinland-pfälzische Gesundheitsminister Clemens Hoch: „Wissen ist die beste Entscheidungshilfe für oder auch gegen die Organspende“, ist sich der Minister sicher. „Ich bin froh, dass die Zahl der Organspenden in Rheinland-Pfalz in den letzten beiden Jahren entgegen des Bundestrends gestiegen ist. Doch auch bei uns in Rheinland-Pfalz warten laut Deutscher Stiftung Organtransplantation noch rund 400 Menschen auf eine lebensrettende Transplantation. Die ergebnisoffene Informations- und Aufklärungsarbeit der Bevölkerung rund um dieses sensible Thema ist und bleibt ein ganz wichtiger Baustein zur Stärkung der Organspende. In Rheinland-Pfalz leistet die Initiative Organspende seitvielen Jahren fachkompetent und kreativ einen maßgeblichen und wertvollen Beitrag und ist damit wichtiger Partner der Landesregierung“, so Hoch weiter.



Im vergangenen Jahr spendeten 913 Menschen in Deutschland nach ihrem Tod ein oder mehrere Organe. Insgesamt konnten 2.941 postmortal gespendete Organe an Patientinnen und Patienten auf den Wartelisten vermittelt werden. Demgegenüber stehen rund 9.000 Menschen, die in Deutschland zum Teil schon seit vielen Jahren auf eine Transplantation warten. Für viele von ihnen kann ein kleiner Ausweis zum Lebensretter werden.

Die Initiative Organspende Rheinland-Pfalz klärt mit unterschiedlichen Medien und Aktionen ergebnisoffen über Organspende auf, um Menschen die Entscheidung zu erleichtern. Mit @initiativeorganspende besitzt sie seit kurzem auch ein eigenes Instagram-Profil. Die Broschüre „Organspende – schon mal darüber nachgedacht?“ ist über den LZG-Shop per Download verfügbar oder gedruckt gegen Rückporto zu bestellen. Im Internet befinden sich unter www.initiativeorganspende-rlp.de außerdem weitere Informationen, Erfahrungsberichte und Videos, darunter ein Erklärvideo von Mirko Drotschmann alias MrWissen2go. Auch die jährlich von der LZG organisierte „Schultour“ findet in diesem Jahr statt, coronabedingt jedoch digital. (PM)



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