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Nachricht vom 19.06.2021    

SPD-Fraktion diskutiert Energiekonzept für die VG Altenkirchen-Flammersfeld

In ihrer ersten Präsenzsitzung nach den Corona-Lockerungen diskutierte die SPD-Fraktion der Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld, wie die Energieversorgung im Raiffeisenland künftig gestaltet werden sollte.

Wie soll das Energiekonzept für die VG Altenkirchen-Flammersfeld künftig aussehen? Die SPD-Fraktion hat darüber diskutiert. (Symbolfoto)

Altenkirchen. Neben dem großen Thema Klimawandel gibt vor allem die Notwendigkeit zur Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes in den kommenden Jahren Anlass zur Diskussion. „Wir kommen an der Frage, Flächen für alternative Energiequellen zur Verfügung zu stellen, nicht vorbei. Schon heute gibt es zahlreiche Anfragen dazu. Es wird ein spannendes Thema, für das wir die Verantwortung mittragen werden“, stimmte der Fraktionsvorsitzende Frank Bettgenhäuser die Parteimitglieder ein.

Vor einigen Jahren hatte die Windkraft die Gremien stark beschäftig, heute kommt mit einem stärkeren Druck Anträge zu Photovoltaikanlagen auf land- und forstwirtschaftlichen Flächen auf. Dieter Reifenhäuser, Ortsbürgermeister von Burglahr und Vollerwerbslandwirt, verdeutlichte an dieser Stelle anschaulich den Konflikt um fruchtbares Ackerland.

Zur klimaneutralen Energieerzeugung gibt es viele Meinungen und Perspektiven, auch innerhalb der SPD-Fraktion. Das Ergebnis ist die Forderung nach einem strukturierten Vorgehen in der Verbandsgemeinde: "Die Bundesregierung hat das Ziel 'Klimaneutralität 2045' beschlossen, damit gilt dies auch für uns im Raiffeisenland", waren sich die Sozialdemokraten einig.

Die Fraktion formulierte, was jetzt ihrer Meinung nach für eine gute Vorbereitung der Diskussion gebraucht wird: Die Unterstützung durch externen Sachverstand, die Rechnung wieviel Energie überhaupt benötigt wird, und die Analyse, wieviel klimaneutrale Energie schon jetzt über Photovoltaik, Wasserkraft oder Biogasanlagen in der Verbandsgemeinde erzeugt wird. Für das übrigbleibende Delta soll die heimische Bevölkerung gemeinsam Verantwortung übernehmen, nicht zuletzt auch durch den sparsamen Verbrauch der Energie. Selbst die Frage nach einem kommunalen Energiebetreiber sollte ernsthaft geprüft werden.



In einem Punkt gab es in der Fraktion große Einigkeit: Bevor weitere Grünflächen für Photovoltaik zur Verfügung gestellt werden, muss unbedingt geprüft werden, welche bereits versiegelten Flächen von Schulen, Kindergärten, Wohnhäuser oder Parkplätze sich für die Energiegewinnung eignen. Im vorauseilenden Aktionismus dürfe es jetzt keine Zufallsstandorte geben, "nur, weil jemand eine Wiese zur Verfügung stellt", schreibt die SPD in einer Pressemitteilung. Zum Schutz der heimischen Natur und Landschaft müsse gut überlegt werden, wie die klimaneutrale Energie gut und verträglich miteinander verwirklicht werden könne.

„Bevor andere Interessenvertreter die Kommunalpolitiker vor sich hertreiben, sollten wir gemeinsam über alle Faktionen jetzt selbst die Zügel in unserer VG in die Hand nehmen und planen, wie wir dieses Ziel erreichen werden“, fasste der Fraktionsvorsitzende die angeregte Diskussion zusammen. (PM)



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