Prächtiger Malberger Zug bei prächtigem Wetter
Der vormittägliche Nebel hatte sich längst verzogen und so fand der prächigte Karnevalsumzug in Malberg auch bei prächtigem Wetter statt. Und das hatte er auch verdient - da waren sich die die Teilnehmer ebenso wie die vielen Narren an den Straßenrändern einig.

Malberg. Einen tollen Karnevalsumzug erlebten sowohl Teilnehmer als auch Zuschauer am Samstagnachmittag in Malberg. Der Nebel, der noch in den Morgenstunden über dem Ort hing, hatte sich verzogen und strahlender Sonnenschein lockte unzählige Besucher aus nah und fern, die trotz niedriger Temperaturen den großen Umzug nicht verpassen wollten. Nicht nur die Zugteilnehmer waren verkleidet, auch viele Zuschauer am Wegesrand hatten sich in bunte, phantasievolle Kostüme gehüllt. Pünktlich um 14.11 Uhr startete die Kolonne aus Fußgruppen und Wagen, um sich durch die teils engen Gassen zu schlängeln. Ganz nach dem Motto "Erlaubt ist, was Spaß macht" waren die Teilnehmer mit unterschiedlichen Themen unterwegs. Wer jedoch auf politische Beiträge gewartet hatte, der wurde enttäuscht. Weder die große Politik noch Landes- oder gar Ortspolitik fanden im Malberger Umzug Erwähnung.
Eine große Fußgruppe aus Giesenhausen, verkleidet als Kühe, erinnerte an das 700-jährige Jubiläum des Ortes. Die Dauersberger präsentierten eine Aprés-Ski-Party auf ihrer Alm und Partygäste im Eisbären-Look. Grimms Märchen einmal anders - ein Zwerg und sieben Schneewittchen, hatten sich ebenfalls in den Zug eingereiht. Wilde Steinzeitmenschen fuhren auf einem Wagen mit und der Durstlöscher einer Brauerei gleich hinterher. Froschköniginnen, Clowns und Flaschengeister, die unentwegt Seifenblasen versprühten, sorgten für gute Stimmung bei den Zaungästen. Von den "Wejrefeller Plätzemänner", zu denen auch viele Frauen gehörten, gab es süße Plätze und Hochprozentiges zum Hinunterspülen. Flippig gekleidete Rockröhren mit Irokesen-Frisuren waren unterwegs und eine große Fußgruppe Fußballbegeisterter hatte sich schon jetzt ganz in schwarz-rot-Gold gehüllt und fieberte der Frauen Fußball WM entgegen. "Decke Köppe, rure Westen - mir sen immer noch de Besten" - so stand auf einem der Wagen. Mit dabei auch Cindy und die jungen Wilden sowie ein Wagen voller Schlafmützen. Lustige Teddybären, mit einem Schlüssel zum Aufziehen im Rücken, trommelten vor sich hin, ganz nach ihrem Motto "Denn wenn dat Trömmelchen geht".
Auch der Karnevalsverein der Bushaltestelle Schwedengraben hatte sich in Malberg eingereiht, ebenso wie eine Frauengruppe aus dem Venezianischen Karneval. Das Kulturwerk Wissen wartet derweil noch auf den Superstar, während andere schon eine Monsterparty feierten. Den Schluss des Zuges bildete natürlich der ausrichtende Verein, die KG Rot-Weiß Malberg mit dem Wagen der Kinderprinzessin Celine I. (Strauch) und ihrem Elferrat, der Minigarde, der Prinzengarde und der Tanzgruppe, dem großen Elferrat und dem weiblichen Dreigestirn Prinz Buggi alias Brigitte Becker, Jungfrau Lissy alias Elke Elisabeth Gerhardus und dem Bauer Sandro alias Sandra Müller.
Der Karnevalszug wurde natürlich auch von einigen Musikvereinen begleitet, die für entsprechende Stimmung sorgten. Dies waren der MV Kausen, MV Steinebach, MV Elkenroth, MV Nauroth, die Molzhainer Dorfmusikanten, der MV Luckenbach und die Bindweider Bergkapelle. Im Anschluss an den großen Umzug zog es viele ins Festzelt, um dort weiter zu feiern. Auch in diesem Jahr hatten die Organisatoren des Karnevalsfestes wieder einen kostenlosen "Park und Ride Service" eingerichtet, denn der Ort selbst war schon ab Mittag gesperrt. (anna)
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