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Nachricht vom 16.01.2022    

Evangelischer Kirchenkreis Altenkirchen: Kita-Trägerschaften neu geregelt

Mit einer wichtigen Entscheidung öffnete die Kreissynode des Evangelischen Kirchenkreises Altenkirchen, die am Samstag (15. Januar) per Videoschalte tagte, ein neues Miteinander ihrer kirchlichen Kindertagesstätten: Künftig haben die Kirchengemeinden die Möglichkeit, ihre Trägerschaft an den Kindertagesstätten auf den Kirchenkreis zu übertragen.

Statt eines Gottesdienstes gab es zur Synode eine Andacht von Superintendentin Andrea Aufderheide (links), die in der Christuskirche in Altenkirchen von Martin Schmid-Leibrock (rechts) aufgezeichnet wurde. (Fotos: Petra Stroh)

Altenkirchen. Die Entscheidung fiel einstimmig ohne Gegenstimme: Die bisherigen Träger bleiben weiterhin mittelbarer Kostenträger, da die nicht gedeckten Betriebs- und Bewirtschaftungskosten (einschließlich der Leistungen des Verwaltungsamtes) über Kostenerstattungen und Verwaltungsamtsumlage ausgeglichen werden. Aktuell sind noch neun Kindertagesstätten in Trägerschaft von sechs Kirchengemeinden. Hier werden rund 500 Kita-Plätze vorgehalten, über 100 Mitarbeitende sind dort beschäftigt. Von den Kirchengemeinden haben bereits einige Interesse an einer Verlagerung der Trägerschaft bekundet.

Mit der Verlagerung der Trägerschaft der Kindertagesstätten auf den Kirchenkreis sollen die Leitungskräfte in ihrem christlichen Erziehungsauftrag wirkungsvoll unterstützt und die Arbeitsschwerpunkte auf die kontinuierliche inhaltliche Weiterentwicklung der Kindertagesstätten gelegt werden. „Gleichzeitig werden Pfarrpersonen und Presbyterien damit von dem stetig wachsenden administrativen Aufwand entlastet“, hieß es in der Synode.

Angesichts der steigenden Herausforderungen in der Qualitätssicherung der Kita-Arbeit sieht man die Bündelung der Trägerverantwortung auf einer Ebene im Kirchenkreis als wichtige Entscheidung für die effiziente Erledigung der Trägeraufgaben. „Das soll auch zu einer nachhaltigen Aufrechterhaltung des Angebotes in evangelischen Kindertagesstätten beitragen!“ Die Kindertagesstätten sind in den betroffenen Kirchengemeinden nicht nur ein wichtiger Teil des Gemeindelebens, sondern auch ein wichtiger Arbeitgeber.

Kita-Arbeit als "Bildung von Anfang an"
In ihrem Bericht an die Kreissynode bekräftigte Superintendentin Andrea Aufderheide erneut, was sie bereits in ihrem letzten Bericht mit Nachdruck betont hatte: „Wir leisten uns als evangelische Kirche Kindertagesstätten, in denen die Jüngsten unserer Gemeinden in vorbildlicher Weise von professionellen Fachkräften betreut, erzieherisch begleitet und vielfältig kreativ an ein Leben mit Gott herangeführt werden. Das ist kein Selbstläufer, sondern Ausdruck einer überzeugenden pädagogischen Arbeit, die täglich geschieht. Es ist auch Ausdruck eines erklärten Trägerwillens, der seine Kita-Arbeit als Bildung von Anfang an ernst nimmt und Kindern und deren Familien das Beste, was die Gemeinde zu bieten hat, geben will: den Glauben!“



Ausdrücklich dankte Superintendentin Aufderheide dem Kindertagesstätten-Fachausschuss und seiner Vorsitzenden Hildburg Thomas für "beharrliches, ausdauerndes und konsequentes Engagement, mit dem man die Zukunftsfragen der Kindertagesstätten zu einer solidarischen und guten Lösung" führen will: „Der Kreissynodalvorstand befürwortet und unterstützt das Anliegen des Fachausschusses, denn unsere Kindertagesstätten sind Kontaktbörsen. Generationen übergreifend bieten sie eine wertvolle Kontaktfläche zu kirchlichen Anliegen und zum Austausch über religiöse Themen. Das gilt es, in Zukunft fortzuführen!“

Ebenso einstimmig wie die Entscheidungen im KITA-Bereich beschloss die Kreissynode ihren Haushalt für das laufende Jahr, sorgte bei Nachwahlen für die Besetzung freier Positionen und erinnerte an das Jubiläum „ihres Erwachsenenbildungswerkes“. (PM)


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