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Pressemitteilung vom 21.02.2022    

SPD zu Westerwaldbus: Preise im "Wabentarif" schrecken Fahrgäste ab

Staunende Gesichter in der der jüngsten Sitzung des Kreis-Ausschusses für Mobilität: Die öffentliche Hand muss den Busverkehr in diesem Jahr wahrscheinlich mit fast 10 Millionen Euro bezuschussen. Doch die SPD-Kreistagsfraktion will an dem eigenen Verkehrsunternehmen festhalten – hat allerdings wichtige Verbesserungsvorschläge.

Die Westerwaldbus GmbH fährt momentan drei Linienbündel im Kreis Altenkirchen. (Archivfoto: Westerwaldbus)

Kreis Altenkirchen. Die letzte Sitzung des Ausschusses für Mobilität sorgte für Diskussionen: 2017 sprang der Kreis noch mit 1,698 Millionen Euro in die Bresche, um den Busverkehr zu sichern. Nun werden für 2022 9,828 Millionen Euro erwartet. In einer Pressemitteilung spricht sich die SPD-Kreistagsfraktion nun klar dafür aus, die Busverkehre und den Anschluss an den Schienenverkehr als Teil der Daseinsvorsorge und kommunale Aufgabe zu betrachten und "mit langem Atem eine für Umwelt und Bürger attraktive Lösung anzustreben".

Fraktionssprecher Bernd Becker betont, dass dazu die Qualität und Taktung stimmen müssten. Das Allerwichtigste sei aber ein günstiger und verstehbarer Tarif. „Mit den jetzigen Fahrpreisen im 'Wabentarif' werden Fahrgäste nicht gelockt, sondern abgeschreckt“, stellt auch Fraktionsgeschäftsführerin Kirsten Seelbach fest.

Sie weist darauf hin, dass in den letzten Jahren durch die Bündelung von Linien und durch zeitgemäße Technik enorme Fortschritte erzielt worden seien. Becker, der auch Mitglied in der Gesellschafterversammlung der Westerwaldbahn/Westerwaldbus ist, fügt hinzu: "Wir können uns als Kreis glücklich schätzen, ein eigenes Verkehrsunternehmen zu haben. So haben wir viel direkter Einfluss auf die Qualität der Aufgabenerledigung, es herrscht Transparenz und wir werden nicht durch nachträgliche Forderungen überrascht."



Dass die Ausweitung des Angebotes und die Deklaration als kommunale Pflichtaufgabe Geld kosten würde, sei allen Beteiligten von vorneherein klar gewesen, stellt Matthias Gibhardt, Mitglied im Mobilitätsausschuss, fest. Jetzt, nach wenigen Monaten des Betriebs, das Projekt hasenherzig in Frage zu stellen, erweise dem Öffentliche Personennahverkehr im Kreis einen Bärendienst. Gibhardt: "Wir werden beim ÖPNV die Flinte nicht so einfach ins Korn werfen."

Die SPD hatte laut ihrer Pressemitteilung bereits 2019 beantragt, dass sich der Kreis Altenkirchen als Mitglied im VRM für eine Verbesserung der Tarifstrukturen einsetzen soll. Becker: "Ich habe das in der Haushaltssitzung im Dezember noch einmal angemahnt und gehe davon aus, dass die Kreisspitze jetzt aktiv wird." Um das Thema voranzubringen, plant die Fraktion gemeinsam mit dem SPD-Kreisverband eine Veranstaltung mit Fachleuten, die Corona-bedingt schon mehrmals verschoben wurde. (PM)


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