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Nachricht vom 21.02.2022    

Nachwehen der Sturmnächte in Güllesheim: Tannen drohten auf ein Haus zu stürzen

Von Klaus Köhnen

Es war vermutlich ein Nachspiel der Sturmnächte: Am Montag mussten die Feuerwehren Horhausen und Pleckhausen nach Güllesheim ausrücken, wo mehrere Tannen drohten, auf ein Haus und in die Stromleitung zu stürzen. Während der Arbeiten musste die Ortsdurchfahrt (B256) für rund drei Stunden gesperrt werden.

Zunächst wurde die Tanne noch gehalten. (Bilder: kkö)

Güllesheim. Die Alarmmelder schlugen gegen 17.40 Uhr an. Über die Feuerwehreinsatzzentrale (FEZ) wurden auch ein Forstwirt und der Stromversorger zur Einsatzstelle bestellt. Die Einsatzstelle war den Feuerwehrleuten bestens bekannt. „Wir mussten hier, vor rund einem halben Jahr, schon einmal tätig werden. Dabei wurde darauf hingewiesen, dass die jetzt betroffenen Bäume hätten entfernt werden müssen“, so Einsatzleiter Thomas Meffert. Während der Erkundung der Einsatzstelle gefährdete eine starke Tanne zunächst das Haus. Im weiteren Verlauf schlug dieser Baum dann auf das Dach. Die dort verlaufende Stromleitung bremste den Aufschlag.

Nach Eintreffen des Forstwirtes Peter Fischer, der mit einem Forstschlepper vor Ort war, wurde das weitere Vorgehen besprochen. Fischer stellte im rückwärtigen Bereich fest, dass ein weiterer Baum gefährlich lose war. Der Wurzelteller hatte sich bereits erheblich gehoben. Mit der starken Winde des Forstschleppers wurde der auf dem Dach liegende Baum gesichert und dann geschnitten. Der zweite Baum wurde im Anschluss mit der Seilwinde gesichert angeschnitten und dann zum Liegen gebracht. Somit ging hiervon auch keine Gefahr mehr aus. Bei dieser Aktion wurde ein Schuppen, der im rückwärtigen Bereich stand, beschädigt. Dies sei, so Meffert, weniger dramatisch, als wenn er auch auf das Hausdach gefallen wäre. Es handele sich hierbei um eine vorsorgliche Fällung, so Meffert weiter.



Der Mitarbeiter des Stromversorgers kontrollierte die Leitung. Die Ortsdurchfahrt Güllesheim (B 256) musste für den Einsatz und die erforderlichen Arbeiten rund dreieinhalb Stunden gesperrt werden. Dies führte zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Die B 256 ist ein Zubringer zur Autobahn A 3, die Polizei leitete den Verkehr bereits an der Einfahrt nach Oberlahr ab. Die freiwilligen Feuerwehren waren unter der Leitung des Wehrführers aus Horhausen, Thomas Meffert, mit rund 40 Kräften vor Ort. Die FEZ im Gerätehaus Flammersfeld war ebenfalls besetzt. Unterstützt wurden die Einheiten Horhausen und Pleckhausen durch die Drehleiter aus Altenkirchen. Der Rettungsdienst aus Horhausen sowie die Polizei Straßenhaus waren ebenfalls an der Einsatzstelle.



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