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Nachricht vom 27.03.2011    

Barrieren in den Köpfen der Menschen abbauen

Selbst- und Mitbestimmung von Menschen mit Behinderungen stand im Mitttelpunkt einer Fachtagung, zu der die Lebenshilfe im Landkreis eingeladen hatte. Referent war Prof. Dr. Georg Theunissen von der Universität Halle/Leipzig.

Kreis Altenkirchen. "Nichts über uns - ohne uns!" - so könnte man die Leitidee des Empowerment bezeichnen – ein Konzept, dass in der sozialen Arbeit zunehmend an Stellenwert gewinnt und dem die Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen eine Fachtagung widmete.
Hierzu konnte man Professor Dr. Georg Theunissen von der Universität Halle/Leipzig gewinnen, der über „Empowerment im Sinne einer professionellen Unterstützung in der Selbst- und Mitbestimmung von Menschen mit Behinderung“ referierte.
Theunissen zeigte dabei Wege auf, um Menschen mit Behinderung zu stärken und gemeinsam mit ihnen – im Rahmen moderner und personenbezogener sozialer Dienstleistungen – eine Kultur der Mitsprache und des Verhandelns zu entwickeln.

Dass die Kultur der Mitbestimmung bereits ein wichtiger Teil der Arbeit in den Einrichtungen der Lebenshilfe ist, machten die Mitglieder des Werkstattrates deutlich. Diese gewährten den ca. 230 interessierten Zuhörern aus unterschiedlichen sozialen Einrichtungen einen Einblick in ihre Arbeit. Als gewählte Interessenvertretung der behinderten Mitarbeiter der Westerwald Werkstätten der Lebenshilfe setzt sich der Werkstattrat für die Belange der Beschäftigten ein, gibt wichtige Anregungen und gestaltet zahlreiche Abläufe innerhalb der Werkstätten aktiv mit.
Am Nachmittag wurde in arbeitsfeldbezogenen Arbeitsgruppen kritisch und angeregt über die vielfältigen Chancen und Grenzen der Umsetzung des Empowerment-Konzeptes diskutiert. So zeigte sich bei der abschließenden gemeinsamen Diskussion, dass noch viel Handlungsbedarf besteht – insbesondere, wenn es darum geht Menschen mit Behinderung von Anfang an in Entscheidungsprozesse mit einzubinden. Neben einem neuen professionellen Selbstverständnis, sollten vor allem gesetzliche und institutionelle Rahmenbedingungen entsprechend flexibel gestaltet werden.
Nicht zuletzt – so waren sich alle der Beteiligten einig - geht es darum, die Barrieren in den Köpfen der Menschen abzubauen.



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