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Nachricht vom 22.03.2022    

Altenkirchen wird in nächster Zeit Stätte einiger Baustellen werden

Die Stadt Altenkirchen wird in den kommenden Jahren wieder viele Baustellen beherbergen. Nicht nur das Projekt der Telekom, die kostenlose Komplettverkabelung mit Glasfaseranschlüssen anzugehen, prägt das Bild. Neue Baugebiete werden zum Leben erweckt, und die Stadtsanierung wird fortgesetzt.

Der Dammweg entlang des Quengelbachs soll vor dem Hintergrund, dass das Fachmarktzentrum auf dem Weyerdamm entsteht, saniert und besser an die Fußgängerzone angebunden werden. (Foto: vh)

Altenkirchen. Da wird eine Menge los sein in der Stadt Altenkirchen in den kommenden Jahren, was die Bautätigkeit angeht: Da ist die Telekom, die in einem Aufwasch und kostenlos für einen Glaserfaseranschluss eines jeden einzelnen Hauses sorgt, da sind neue Baugebiete, die alsbald mit der Erschließung angegangen werden können, da ist die Teilnahme am Städtebauförderprogramm „Wachstum und nachhaltige Entwicklung – Nachhaltige Stadt“, das in den kommenden noch acht Jahren (zwei des Programms sind bereits verstrichen) so manche Maßnahme zur Aufhübschung möglich machen wird, und da ist die Kölner Straße, die in gar nicht allzu ferner Zukunft saniert wird. Der Stadtrat brachte in seiner Zusammenkunft am späten Dienstagnachmittag (22. März) viele Dinge einstimmig auf den Weg:
Baugebiete: Für das geplante Areal „Auf dem Eichelchen“ (Leuzbacher Feld) wurden die nächsten drei administrativen Schritte vollzogen bis einschließlich zur Beteiligung der Öffentlichkeit sowie der Behörden und sonstiger Träger öffentlicher Belange. Dennis Behrami vom Planungsbüro Stadt-Land-plus aus Boppard (Entwickler des B-Plans) erläuterte, dass die Abtrennung zur Bundesstraße 256 per Lärmschutzwand auf einer Länge von rund 300 Metern erfolgen müsse. Die Höhe gab er mit drei Metern an. Um die Nachtruhe der Menschen, die dort leben werden, final zu gewährleisten, werde das Bauwerk nach Norden 70 und nach Süden 50 Meter über die eigentliche Baufläche hinausragen. Für das Gebiet „Im Schleedörn“ wurde der Satzungs-, für das in der „Rehhardt“ der Offenlegungsbeschluss gefasst (13 Baugrundstücke).
Innenstadtsanierung: Voraussetzung für die weitere Sanierung im Förderprogramm „Wachstum und nachhaltige Entwicklung – Nachhaltige Stadt“ ist das verabschiedete Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK), in dem Maßnahmen definiert sind, die umgesetzt werden sollen. In den kommenden acht Jahren wird gewerkelt. Das Land steuert 70 Prozent von inzwischen errechneten 11,4 Millionen Euro bei, die Stadt die restlichen 30 Prozent. Auch die Anschubfinanzierung der Stelle des City-Managers Bastian Prieß wird über das Förderprogramm abgewickelt.

Planungsleistungen vergeben
Planungsleistungen: Vor dem Hintergrund, dass auf dem Weyerdamm das Fachmarktzentrum entstehen wird, sollen der Dammweg und die Quengelbach-Aue umgestaltet, zudem im vorderen Bereich des Festplatzes eine Buswendeschleife gebaut werden. Die Planungsleistung übernimmt für 165.849 Euro das Planungsbüro Stadt-Land-plus. Die Leistungsphasen 1 bis 2 werden sofort abgerufen, 3 bis 9 je nach Fortschritt des Projektes, wofür Stadtbürgermeister Matthias Gibhardt ermächtigt wurde.
Neue Stadthalle: Werkstattgespräche sollen den Auftakt bilden, um den Bau einer neuen „guten Stube“ zu analysieren. In ihnen soll als moderierte Mitmachaktion ein Nutzungs- und Raumprogramm eruiert werden. Gibhardt wurde ermächtigt, den Auftrag zu vergeben. Rund 7000 Euro sind als Kosten veranschlagt. Derzeit gibt es nur einen Interessenten für die Übernahme der Aufgabe: das Planungsbüro Stadt-Land-plus. „Ohne fachliche Hilfe von außen kommen wir wohl nicht weiter“, meinte Gibhardt. Voraussetzung für eine Förderung eines Neubaus innerhalb des Stadtsanierungsprogramms ist eine Machbarkeitsstudie (nächster Schritt nach Werkstattgesprächen) inklusive Variantenvergleichs: Modernisierung der alten Halle, Neubau nach Abriss an gleicher Stelle, Neubau auf einem freien Grundstück innerhalb des Sanierungsgebietes und Neubau auf einem freien Grundstück außerhalb der Sanierungsgebietes. Bis die Machbarkeitsstudie vorliegt, könne es bis zu einem Jahr dauern, ergänzte Gibhardt, der die Werkstattgespräche gerne noch vor den Sommerferien anberaumen möchte.



Spontane Hilfe für Flüchtlinge
Altstoffsammelcontainer: Künftig werden Gebühren für den Aufsteller fällig, gleichfalls muss er sich um die Müllentsorgung rund um diese Behältnisse kümmern. Im Jahr 2020 hatte die Stadt diese Abfallbeseitigung 6000 Euro gekostet.
Ukraine-Hilfe: 1500 Euro wurden auf Vorschlag von Ralf Lindenpütz (CDU) im Eilverfahren bereitgestellt, um Flüchtlingen ad hoc und ohne Beachtung irgendwelcher Verwaltungsrichtlinien helfen zu können (Kauf von Lebensmitteln etc). Mit großem ehrenamtlichem Engagement wurde zudem die Pächter-Wohnung der Stadthalle auf Vordermann gebracht. In sie können nun bis zu acht Menschen (zwei Familien) einziehen, da kein Spielbetrieb mehr stattfinden darf. Das Wohnzimmer könne gemeinsam genutzt werden, berichtete Gibhardt. Inzwischen sind 330 Flüchtlinge aus dem osteuropäischen Land (Stand Dienstag) in der Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld untergekommen.

Vier verkaufsoffene Sonntage
Besondere Sonntage: Als verkaufsoffene Sonntage sind in diesem Jahr geplant: 8. Mai (Stadtfest), 4. September (Street Food Festival), 16. Oktober (Herbstfashion) und 27. November (Weihnachtsmarkt); als Marktsonnatge gelten (für Floh- und Trödelmärkte): 27. März, 29. Mai, 31. Juli und 30. Oktober.
Haus Felsenkeller: Der Verein „anders lernen - Haus Felsenkeller soziokulturelles Zentrum“ erhält wieder einen Betriebsmittelzuschuss in Höhe von 2116 Euro.

Zahl der Wahlplakate unklar
Beschränkung der Zahl der Wahlplakate: Nach einer intensiven Diskussion, wie schon zuvor im Hauptausschuss, mit Abstimmungen weit entfernt von der Einmütigkeit stand nur ein Teilergebnis. Die Zahl wird gedeckelt und die Höhe in der nächsten Zusammenkunft erneut zur Abstimmung gestellt. Gegen eine Obergrenze hatten sich Christian Chahem (FDP), Peter Müller (Bündnisgrüne) und Jürgen Kugelmeier (FWG) aus unterschiedlichen Gründen ausgesprochen. Daniela Hillmer-Spahr (SPD) sah die Zahl 30 als relevant an, Lindenpütz war bereit, diesen Vorschlag mitzutragen. Die Fußgängerzone soll frei von dieser Art von PR bleiben (10 Ja-, 6 Neinstimmen, 5 Enthaltungen). Das Thema hatten Einwohner ins Rollen gebracht, die sich an der (massiven) Plakatierung vor allem der AfD vor der jüngsten Bundestagswahl 2021 gestört und ihren Unmut gegenüber Gibhardt geäußert hatten.(vh)



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