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Nachricht vom 11.08.2022    

Traditionsmannschaft gastiert am 19. August zu einem Benefizspiel in Neitersen

Erlös des Benefizspiels geht an die Ukrainehilfe der Stiftung "Fußball hilft" des Fußballverbandes Rheinland. Der Ukrainekrieg hat viele Wunden hinterlassen, im Land und in den Seelen unschuldig Betroffener, die aus dem Kriegsgebiet flohen. Hunderttausende fanden in Deutschland, zumindest vorübergehend, Zuflucht. Völkerverbindend bei der Integration ist dabei sicherlich der Sport, in diesem Fall der Fußball.

Die Teilnehmer der Pressekonferenz in Altenkirchen (v.l. siehe Textteil) Fred Jüngerich, Andreas Görg, Marco Schütz, Maik Rumpel, Norbert Weise, Horst Klein, Wolfgang Hörter. Fotos: Willi Simon

Neitersen. Marco Schütz, Vorsitzender des Fußballkreises Westerwald/Sieg und inzwischen Vizepräsident im FVR, sah in seinem Urlaub die ersten unfassbaren und grauenhaften Bilder. Nun ist Schütz nicht erst jetzt bekannt dafür, dass er zupacken, Dinge angehen und umsetzen kann. Es entstand die Idee, für die Betroffenen, die jetzt Gäste in Deutschland sind, Benefizspiele auszutragen. Dazu sollte eine neue „Westerwald-Auswahl“ ehemaliger bekannter Balltreter wieder ins Leben werden. Dank guter Verbindungen zum 1. FC Köln durch Peter Litzinger, den ehemaligen Trainer der Sportfreunde Neitersen sowie auch in Diensten von Bayer Leverkusen, konnte die Traditionsmannschaft des 1. FC Köln gewonnen werden. Seit Ende der 70er-Jahre ist das Team als "FC-Altinternationale" aktiv. Für Stephan Engels, den Marco Schütz kontaktierte, war es kein Thema, mit den „Geißböcken“ zu einem Benefizspiel „Ukrainehilfe“ anzutreten. Austragungsort ist die Sportanlage „Auf der Emma“ in Neitersen.

Mit Andreas Görg, Vorstandsmitglied der Sparkasse Westerwald-Sieg fand Schütz einen Schirmherrn, der auch in die Gesamtkoordination des Benefizspiels eingebunden ist. Er empfinde „extrem große Freude“ im mehrköpfigen Vorbereitungsteam mitzuwirken. Da traf es sich gut, dass der Trainer der Auswahlmannschaft, Maik Rumpel im gleichen Haus arbeitet. Er musste keine große Überzeugungsarbeit leisten, eine Auswahl bekannter und erfolgreicher ehemaliger Fußballer aus dem Fußballkreis WW/Sieg zusammenzustellen. Ein Wiedersehen wird es dabei mit Lars Leese geben, der von 1989 bis 1992 das Tor der Wiedbachtaler Sportfreunde geben und später als Profi unter anderem bei Bayer 04 Leverkusen spielte. Im Trainerteam von Maik Rumpel wird auch der Kroate Milan Šašić stehen. Er war ehemaliger jugoslawischer Fußballspieler und kroatischer Trainer. Bedingt durch den Balkankrieg floh 1991 aus seinem Heimatland. Er fand hier eine Heimat und war zunächst bei heimischen Vereinen und später dann auch unter anderem bei den Bundeligisten 1. FC Kaiserslautern und MSV Duisburg Trainer. Für ihn ist es ein besonderes Bedürfnis, jenen zu helfen, die aus ihrer Heimat flohen.

In einer Gesprächsrunde im Konferenzraum der Sparkasse in Westerwald-Sieg führte Marco Schütz aus: „Fußball verbindet. Wir möchten für eine soziale Sache einstehen, der wir uns nicht entziehen können“. Das Vorstandsmitglied der Sparkasse Andreas Görg, früher selbst aktiver Fußballer, bezeichnete das Engagement seines Hauses als eine „Herzensangelegenheit“. Mit dieser Aktion wolle man mithelfen, Mütter und Kinder hier zu integrieren. „Wir möchten uns einreihen und Vorbild sein“, sagte Görg. Der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld, Fred Jüngerich, er war Fußballer und Trainer und im heimischen Fußball tief verwurzelt, führte aus: „Ich habe als Sachbearbeiter bei der Verbandsgemeindeverwaltung Anfang der 1990er-Jahre den Balkankrieg mit seinen Flüchtigen und ihren Erlebnissen mitbekommen. Die jetzt aus der Ukraine geflüchteten Kinder haben einen verzweifelten Ausdruck im Gesicht. Auch die Verbandsgemeinde steht hinter diesem Benefizspiel. Von den kreisweit rund 2000 Flüchtlingen sind rund 40 % bei uns untergebracht“. Maik Rumpel, der sportliche Leiter der Begegnung „Es ist mir eine große Ehre, die Auswahl zu betreuen. Einige meiner Leute sind fußballerisch noch gut unterwegs. Die ‚Geißböcke‘ werden sich anstrengen müssen“. Horst Klein, Ortsbürgermeister von Neitersen: „Wir stellen gerne unsere Sportanlage zur Verfügung, auf der schon zahlreiche Benefizspiele stattfanden“. Klein hofft, dass ein stattlicher Betrag dabei herauskommt. Mit dafür ist im Vorfeld auch Wolfgang Hörter vom Fußballkreis WW/Sieg unterwegs, der das Marketing betrieb und für großflächige Plakat- und Bannerwerbung sorgte. „Der Vorverkauf ist gut gelaufen“, sagte Hörter.



Die Sparkasse Westerwald-Sieg und die Data Center Group in Wallmenroth statten den Kader der „Westerwald-Auswahl“ mit der kompletten Sportkleidung aus.

Der Erlös aus dieser Begegnung fließt der Stiftung „Fußball hilft‘“ des Fußballverbandes Rheinland mit zweckgebundener Verfügung ‚Ukraine Flüchtlingshilfe‘ zu. Die Stiftung wird Vereine unterstützen, die ukrainische Fußballer in den verschiedensten Vereinen zu integrieren. Von der Stiftung „Fußball hilft“ bedankte sich das ehemalige Präsidiumsmitglied des FVR, Norbert Weise in erster Linie bei Marco Schütz, dem Ideengeber des Benefizspieles. Er hoffe auf guten Zulauf und dass die Besucher ein tolles Spiel zu sehen bekämen.

Schiedsrichter Detlef Schütz, KSO im Fußballkreis, wird mit seinem Gespann die Begegnung leiten. Die Platzansage liegt in den bewährten Händen von Hans-Werner Ermen. Anpfiff ist am Freitag, 19. August, um 18 Uhr auf dem Kunstrasen in Neitersen „Auf der Emma“.

Zum Erlös wird auch eine gut ausgestattete Tombola beitragen. Zu gewinnen sind dabei Karten für BL-Spiele von Bayer 04 Leverkusen und weitere attraktive Preise. Text: Willi Simon


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