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Nachricht vom 20.06.2011    

Abrissarbeiten auf ehemaligen Ermert-Gelände haben begonnen

Die Aufräum- und Abrissarbeiten auf dem ehemaligen Ermert-Gelände in Herdorf haben begonnen. Zunächst steht die "Entkernung" der Gebäude an, bevor mit dem eigentlichen Abriss begonnen werden kann. Ausgenommen ist die Osthalle, die wieder gewerblich genutzt werden soll und für die es laut Bürgermeister Uwe Erner auch schon Interessenten gibt.

Alles Abbruchmaterial des Ermert-Geländes wird genau getrennt. Fotos: anna

Herdorf. Es ist so weit: Die Aufräum- und Abrissarbeiten auf dem ehemaligen Ermert-Gelände haben begonnen. Die vorläufige "Renaturierung" des Areals der früheren Tankbaufirma hat endlich angefangen. Allein die gründliche Ausarbeitung der Ausschreibung für die Arbeiten haben einige Monate gedauert und wurden in Zusammenarbeit mit einem Ingenieurbüro durchgeführt, wie Bürgermeister Uwe Erner berichtete. Denn seitens der Verwaltung wollte man möglichst sicher gehen, dass keine größeren Überraschungen während dem Rückbau zu Tage treten. Das Abbruchunternehmen Zeller aus Offenbach erhielt den Auftrag und nach der Beendigung wird nicht mehr viel an die Tankbau-Firma erinnern. Dann wird der Großteil des Geländes wieder mit einem natürlichen Boden bedeckt sein. Bis es so weit ist, werden aber noch Wochen ins Land gehen und sicherlich viele Schaulustige vorbeikommen, die den Fortgang der Arbeiten "fachmännisch" beobachten.

Die Stadt wird diese erste Phase etwa 700.000 Euro kosten. Ob die Stadt letztlich alle Kosten selbst tragen muss, ist auch noch nicht klar. Zum einen wurde ein Förderantrag an das Land gestellt, über den aber auch noch nicht entschieden ist. Zum anderen ist noch offen, ob der ehemalige Pächter an den Kosten beteiligt werden kann. Die derzeit laufende Entkernung kann nur Stück für Stück erfolgen, alle anfallenden Materialien werden fein säuberlich getrennt, um sie gegebenenfalls der Wiederverwertung zuzuführen. Ein Teil der Baustoffe muss, wegen des darin enthaltenen Asbests, vorsichtig und in Schutzkleidung durch die Arbeiter abgebrochen werden, um dann luftdicht verpackt zur Entsorgung zu kommen. "Die ganzen Arbeiten werden umwelttechnisch begleitet", so Erner. Abrissarbeiten wie noch zur Zeiten des Rückbaus der Friedrichshütte sind heute nicht mehr denkbar. Erst nach erfolgter Entkernung kann mit dem eigentlichen Rückbau (Abriss) der Gebäude begonnen werden. Eine derzeit als "besenrein" zu bezeichnende Hallenkonstruktion, die Osthalle wird so erhalten bleiben, dafür gibt es laut Bürgermeister schon Interessenten, die diese wieder neu aufbauen und gewerblich nutzen möchten. Auch eine weitere Hallenbodenplatte wird bleiben, um darauf erneut etwas aufbauen zu können. Denn das Areal soll sowohl gewerblich sowie für kommunale Zwecke genutzt werden. Doch bevor es so weit ist, muss erst noch eine zweite Phase der Aufräumarbeiten abgeschlossen sein, denn an einigen Stellen gilt es noch eine punktuelle Bodensanierung durchzuführen. Der große Brand im Oktober 2009 hat eben doch seine Spuren hinterlassen.



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ür diese zweite Phase ist die Ausschreibung aber noch nicht erfolgt. Die erste Aufräumphase wird wohl bis Mitte Oktober gehen, schätzt Erner. Dann jedoch wird nichts mehr an den Brand oder auch die industrielle Geschichte des Geländes erinnern. Denn bevor dort das Tankbau Unternehmen Ermert aktiv wurde, war an gleicher Stelle eine Ziegelei, daher reden auch heute noch die meisten Herdorfer von der "alten Ziegelei", wenn sie über das Gelände sprechen. Eine erneute gewerbliche Nutzung des Geländes sieht der Bürgermeister möglichst zeitnah machbar, wie es sich hingegen mit der kommunalen Nutzung verhält, dazu wollte er jedoch noch keine zeitliche Prognose abgeben. (anna)


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