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Nachricht vom 05.11.2022    

Menschen strömten zum Katharinenmarkt nach Hachenburg

Von Helmi Tischler-Venter

Die Sehnsucht nach dem gewohnten großen Katharinenmarkt war offensichtlich groß, denn die Besucher strömten am Samstag, dem 5. November schon am frühen Morgen, als einige Marktbeschicker noch beim Aufbau waren, auf das Marktgelände. Etwas später wurden dann auch die Parkplätze knapp, obwohl das Stadtmarketing Parkplätze in den beiden Parkhäusern sowie in den an den Burgberg angrenzenden Bereichen ausgewiesen hatte.

Der Markt bot eine vielfältige Auswahl. Fotos: Wolfgang Tischler

Hachenburg. Gute Erfahrungen aus den vergangenen Jahren - bis 2019 fand der Markt in traditioneller Weise statt, im letzten Jahr gab es einen reduzierten Markt unter Pandemiebedingungen - wurden in der Planung konsequent umgesetzt: Auf dem Alten Markt blieben Rettungswege frei zwischen den Getränken- und Essensständen. Dadurch standen die Marktstände etwas weiter auseinander, die Staugefahr vor den Gastronomieständen war geringer und die Bewegungsfreiheit der Besucher größer. Unter Sicherheitsgesichtspunkt wurden die unmittelbar angrenzenden Straßen auch für den ruhenden Verkehr gesperrt.

Damit der Katharinenmarkt nicht nur sicher, sondern auch gemütlich war, wurden mehrere Getränkestände auf Flächen platziert, die genügend Raum für Gruppentreffen boten. Neben dem Alten Markt waren das der Parkplatz und der Busbahnhof am Neumarkt. Getränke- und Essensstände waren zudem zwischen den Verkaufsständen anzutreffen. Die kulinarische Vielfalt war schier überwältigend: Suppen, Pasta und italienischer Wein, gebrannte Mandeln und Nüsse, Popcorn, Crêpes, Kartoffelbrot und süße Brezeln, Laugenbrezeln, Grillwurst, Pommes frites, Baumstriezel, Kaffee und Kakao, Fisch, Wilddelikatessen, Glühwein, frisch gebackene Waffeln und mehr ergänzten die herkömmlichen Imbissbuden und Getränkebrunnen.

Nicht alle Marktbeschicker hatten die Pandemieausfälle und die anschließenden Preiserhöhungen wirtschaftlich überlebt, trotzdem waren so viele Anbieter zugegen, dass das Marktgelände den Alten Markt und die Nebenstraßen umfasste. Textilienstände machten einen großen Teil der über 200 Marktstände aus. Von warmer Unterwäsche und dicken Woll- und Alpaka-Socken bis zu winterfesten Mänteln und Jacken war alles zu finden. Dazwischen wurden wiederholt vielfältige Lederwaren, Bonbons, Haushaltswaren, Gewürze, Tischdecken und Dekorationsartikel, Schmuck und Uhren, Honig und Kerzen angeboten.



Traditionsprodukte wie Blumenzwiebeln für einen bunten Frühling und regionale bäuerliche Erzeugnisse fanden ebenso Abnehmer wie das vom billigen Jakob direkt vom LKW verkaufte Obst. Örtliche Brennereien und Brauereien boten ihre Erzeugnisse an und auch die ansässigen Händler hatten ihre Geschäftsauslagen auf die Straßen erweitert.

Besonderheiten auf dem diesjährigen Katharinenmarkt waren zum Beispiel Feinkost aus Sizilien, von einem echten Sizilianer kenntnisreich dargereicht, Kinderbücher, kuschelige Lammfelle und variantenreiche Korbwaren. Der gute alte Römertopf stand neben „Bricks“, einer Innovation zum Backen, Grillen und Kochen im Ziegelstein-Look.

Neben Vogelhäusern mit Balkonen und Erkern war bereits weihnachtliches Kunsthandwerk aus Stoff und Holz, wie mit der Laubsäge gefertigter Baumschmuck und liebevoll gestaltete Krippen käuflich. Die passenden Karten und Tüten gab es wenige Meter weiter.

Die Ruanda-Hilfe Hachenburg und der Lions Club waren wie gewohnt mit Benefiz-Aktionen vertreten. Für die kleinen Besucher drehte sich ein nostalgisches Karussell. So kamen alle Besucher des größten eintägigen Marktes im nördlichen Rheinland-Pfalz auf ihre Kosten, zumal das Wetter ideal war für einen herbstlichen Bummel in der schönen historischen Innenstadt Hachenburgs. Schön, dass die Tradition des Katharinenmarkts wieder aufgelebt ist und begeistert angenommen wurde. (htv)


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