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Nachricht vom 17.11.2022    

Altenkirchener Fachmarktzentrum: Investor Widerker steht zu Projekt

Bislang waren es die bürokratischen Schritte, die davon kündeten, dass die Vorbereitungen für den Bau des Fachmarktzentrums auf dem Altenkirchener Weyerdamm ihren regulären Weg nahmen. Der Investor, die Stuttgarter Unternehmensgruppe Widerker, untermauerte zudem sein uneingeschränktes Ja zu diesem Projekt an diesem Standort.

An diese Stelle soll in den kommenden beiden Jahren das Fachmarktzentrum in Altenkirchen treten. (Foto: Archiv vh)

Altenkirchen. Die Ausgaben für eine Fahrt nach Stuttgart, die Altenkirchens Stadtbürgermeister Ralf Lindenpütz in Rechnung stellen kann, waren ihr Geld wert: Mit in den Westerwald brachte der neue Amtsinhaber die Bestätigung, dass die Unternehmensgruppe Widerker nach wie vor hinter ihrem Megaprojekt, dem Bau des Fachmarktzentrums auf dem Weyerdamm, voll und ganz stehe, obwohl die Verzögerung bei der Realisierung nun beinahe zwei Jahre beträgt. Eigentlich sollten die Türen zu den Geschäften bereits vor Weihnachten diesen Jahres öffnen. Neuer Fixpunkt ist das Ende des dritten Quartals des Jahres 2024. Mit den ersten Abbrucharbeiten des alten Rewe-Centers, das wie das Gebäude mit dem Elektromarkt Expert Klein im Besitz der Unternehmensgruppe Widerker ist, soll womöglich schon im Januar des kommenden Jahres begonnen, denn diese seien genehmigungsfrei, wie Lindenpütz in der gemeinsamen Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses und des Ausschusses für Jugend, Klima und Zukunftsfragen am späten Donnerstagnachmittag (17. November) darlegte. Unter anderem werden ein Rewe-Petz-Vollsortimenter, der Elektromarkt Expert Klein und eine Filiale des Discounters Penny einziehen.

Abriss von Januar 2023 an?
Lindenpütz war jedenfalls froh, diesen Trip ins Schwabenland unternommen zu haben, um aus allererster Hand zu erfahren, dass das Vorhaben keinesfalls „gestorben“ sei, nachdem vielerorts mit fortschreitender Zeit und optischem Stillstand Skepsis an einer Realisierung aufgekommen war. „Bernard Widerker war ausgesprochen angetan von der Kaufkraft und den Erträgen in Altenkirchen“, berichtete er aus der Unterhaltung am Firmensitz. Widerker gehe davon aus, dass die Bauantragsunterlagen Ende Januar bei der Kreisverwaltung eingereicht werden könnten und dass die Genehmigung Mitte des Jahres 2023 vorliege. Die Bauzeit, so Lindenpütz, habe Widerker mit einem Jahr angegeben, so dass Ende des dritten Quartals 2024 die Eröffnung anstehe. „Das ist ambitioniert“, meinte der Stadtchef. Der Finanzplan sei genehmigt, zitierte Lindenpütz sein Gegenüber und ergänzte: "Ich gehe davon aus, dass die Planung inzwischen schon einen siebenstelligen Betrag gekostet hat.“ Das Unternehmen Widerker habe bereits begonnen, Baufirmen zu akquirieren. Alles in allem, so teilte Lindenpütz den beiden Gremien mit, habe es keine Signale gegeben, „dass das alles hier nicht stattfindet“. Widerker habe sogar begrüßt, dass „einer von Altenkirchen nach Stuttgart gefahren ist. Er glaubt daran und wird es auch umsetzen, denn es ist das Invest schlechthin für Altenkirchen“. Eine Zwischenlösung für die Gebäude habe Widerker ausgeschlossen. Lindenpütz war sich sicher, dass die Stadt alles getan habe, um das Projekt zu pushen.



Rewe-Center 2020 geschlossen
Das Rewe-Center hatte zum 30. April 2020 geschlossen. Die Geschichte eines Supermarktes an dieser Stelle reicht jedoch bis in die 1970er-Jahre zurück. Unter der Bezeichnung „Interkaufpark" wurde das Objekt als Vollsortimenter am 26. Oktober 1978 eröffnet. Es steht auf einer Fläche, auf der sich bis zum Jahr 1945 ein kleiner Weiher befand. Als Folge des Zweiten Weltkriegs wurde der Tümpel mit Bauschutt nach dem Bombardement der alliierten Luftstreitkräfte eingeebnet. Das Areal diente in den folgenden Jahren unter anderem als Teilstandort des Schützenfestes (Vergnügungspark), als Austragungsort der Reitturniere des ZRFV Altenkirchen und auch des Simon-Juda-Marktes. „Wir sind in Altenkirchen bereits mit dem Toom-Baumarkt vertreten. Unser Credo ist die Schaffung von Werten und Erhaltung der Substanz", hieß es aus Reihen Widerkers bei der Vorstellung des Konzepts „Fachmarktzentrum“, „wir haben den Standort im Jahr 2005 erworben. Im Jahr 2012 wurde der Rewe-Markt umfassend saniert, und im Jahr 2017 wurden etliche Rolltreppen unter großem Aufwand ersetzt." Der Mietvertrag mit Rewe hatte eigentlich eine feste Laufzeit bis Anfang des Jahres 2023.

Familiengeführtes Unternehmen
Die Unternehmensgruppe Widerker ist laut eigener Homepage ein familiengeführtes, immobilienorientiertes Unternehmen mit einem Flächenbestand von über 400.000 Quadratmetern in eigenem Besitz und Verwaltung und einer Beschäftigtenzahl von über 1000 Arbeitnehmern in Stuttgart und Berlin. Sie besteht aus mehreren Gesellschaften, deren Fokus in der Hauptsache der Besitz, die Entwicklung bzw. Sanierung, die Erhaltung und die Verwaltung von Gewerbeimmobilien im gesamten Bundesgebiet ist, betreibt fünf dedizierte, zentrale Gesellschaften, welche wiederum durch eine leitende, exekutive Gesellschaft kontrolliert und geführt werden. Als familiengeführtes Unternehmen sind Prinzipien und Werte ein integraler Bestandteil der Geschäftsphilosophie. Die Unternehmensgruppe verfügt über signifikante Kapitalressourcen und sucht daher stets nach attraktiven Immobilieninvestitionsmöglichkeiten - in der Hauptsache innerhalb Deutschlands, jedoch auch in anderen Ländern der EU. (vh)


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