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Nachricht vom 31.12.2024    

Kuriose Silvesterbräuche: Wie startet man am besten ins neue Jahr?

Das neue Jahr steht unmittelbar bevor und da dürfen traditionelle Silvesterbräuche natürlich nicht fehlen. Viele internationale Traditionen haben sich in den letzten Jahren auch in Deutschland etabliert. Woher kommen Bräuche wie das Tragen von roter Unterwäsche, das Essen von Sauerkraut oder Blei- beziehungsweise Wachsgießen und welche Bedeutung haben diese?

Zu Silvester gibt es so einige Bräuche und Traditionen, die Glück für das neue Jahr versprechen. (Symbolbild)

Region. „Mit Traditionen soll man nicht brechen.“ Das wird zumindest oft im Volksmund behauptet. Da bietet es sich doch an, dass es zur Silvesternacht unzählige Bräuche und Traditionen gibt, die möglichst viel Glück für das neue Jahr bringen sollen – dabei sind manche durchaus kurios.

Linsen, Trauben und Sauerkraut bringen Glück und Geldsegen
In Deutschland ist es Brauch, am Neujahrstag Linsensuppe zu essen. Die Linsen sollen dafür sorgen, dass immer das nötige Kleingeld vorhanden ist. Sauerkraut sollte auf jeden Fall auch auf der Speisekarte stehen, allerdings sollte dieses eigentlich erst nach Mitternacht serviert werden. Denn Sauerkraut symbolisiert ein gutes Einkommen und das soll sich ja nicht auf die letzten Minuten des alten Jahres beschränken. Ein weiterer Brauch, der ursprünglich aus Spanien kommt, aber sich mittlerweile auch in Deutschland etabliert, ist das Essen von Trauben. Genauer gesagt: Zwölf Trauben um Mitternacht. In Spanien wird das alte Jahr mit zwölf Glockenschlägen verabschiedet. Bei jedem Glockenschlag soll eine Traube nach der anderen verzehrt werden. Wer es schafft, alle Trauben rechtzeitig zu essen, den erwartet ein Jahr des Wohlstands und des Glücks. Auch wenn in Deutschland vielleicht keine Glockenschläge zu hören sind, ist das doch eine schöne Tradition, die man sich durchaus mal „schmecken“ lassen kann.

Rote Unterwäsche als Glücksbringer
Bei vielen Personen versteckt sich an Silvester, egal unter welchem Outfit, rote Unterwäsche. Dieser Brauch kommt übrigens ursprünglich aus Italien. Die Unterwäsche soll für Glück im neuen Jahr sorgen und füllt ganz nebenbei die Kassen der Dessous-Läden, die voll und ganz auf das rote Jahresendgeschäft setzen. Auf farbige Unterwäsche vertrauen übrigens auch die Chilenen: Rot soll Glück und Leidenschaft für das neue Jahr bringen. Gelbe Unterwäsche trägt, wer auf mehr Geld im kommenden Jahr hofft und wer der Suche nach dem Traumpartner auf die Sprünge helfen möchte, entscheidet sich für rosafarbene Dessous.

Keine Wäsche aufhängen
Keine Wäsche an Silvester aufhängen? Richtig gehört. Einem alten Glauben nach sollen in der Silvesternacht der Gott Wotan mit seinem Geisterheer unterwegs sein – und diese können sich in der Wäsche verfangen, wenn diese noch auf der Leine hängt. Die Geister richten dann im neuen Jahr großes Unheil an und bringen Unglück über die Hausbewohner. Außerdem ist es doch sowieso stressfreier, ohne „Altlasten“ ins neue Jahr zu starten und seine Pflichten noch im alten Jahr zu erledigen.



Böse Geister mit Lärm vertreiben
Einem weiteren Brauch nach sollen mit möglichst viel Lärm die bösen Geister des vergangenen Jahres vertrieben werden. Heutzutage lassen die meisten dafür Raketen in die Luft steigen, doch auch schon im Mittelalter wurde dieser Brauch ohne Feuerwerk durchgeführt. Um Geister und Dämonen zu vertreiben, lärmte man damals mit Schellen, Ratschen, Peitschen und noch vielem mehr, was Lärm macht.

Zukunft erkennen mit Blei-/Wachsgießen und Apfelschalen
Schon einmal einen kleinen Blick in die Zukunft wagen? Wer es nicht abwarten kann, was im neuen Jahr passiert, der holt sich seine Antwort gerne mit dem beliebten Blei- beziehungsweise Wachsgießen. Was vielen noch unter Bleigießen bekannt ist, heißt heute Wachsgießen. Denn seit 2018 ist der Vertrieb von Bleigieß-Sets verboten. Seitdem gibt es das Wachsgießen, bei welchem das Prinzip aber gleich bleibt. Ein Stück Wachs wird in einem Esslöffel so lange erhitzt, bis es flüssig ist. Anschließend wird die Flüssigkeit in ein Glas mit kaltem Wasser gekippt. Dort kühlt es abrupt ab und wird hart. In den entstandenen Formen können Sie versuchen, Figuren zu erkennen und daraus Ihre Zukunft zu deuten. Der Brauch stammt übrigens bereits aus der Zeit der Germanen und Römer, die es auf ähnliche Weise versucht haben.

Und was hat es mit den Apfelschalen auf sich? Bei diesem Brauch wird ein Apfel spiralförmig abgeschält und die Schale anschließend über die linke Schulter geworfen. Mit etwas Fantasie sollte man dann einen Buchstaben erkennen, der der Anfangsbuchstabe der nächsten großen Liebe sein.

Dies war nur eine kleine Auswahl der kuriosesten Silvesterbräuche. Jetzt ist es jedem selbst überlassen, ob er rote Unterwäsche trägt, Trauben oder Sauerkraut isst, mit viel Lärm ins neue Jahr startet oder schlichtweg einfach die Silvesterparty ohne Bräuche genießt. Egal, wie Sie Ihren Silvesterabend schlussendlich verbringen, kommen Sie gut und gesund ins neue Jahr! (jke)



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