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Nachricht vom 06.08.2011    

100 Jahre DRK Wissen und 55 Jahre Fernmeldegruppe

Am Samstag, 20. August, ab 18 Uhr feiert der Ortsverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Wissen seinen 100. Geburtstag im katholischen Pfarrheim in Wissen. Seit 55 Jahren gibt es den Fernmeldzug des DRK am Standort, den einzigen in Rheinland-Pfalz, der bei Großschadensereignissen die Kommunikation aufrecht erhalten kann. Die Bevölkerung ist zur Jubiläumsfeier herzlich eingeladen.

Die DRK-Fernmeldegruppe Wissen wird 55 Jahre alt. Manfred Lauer (2. von rechts ) gründete die Abteilung, die heute die Einzige in RLP ist. Foto: passerah

Wissen. Der 25. Oktober 1911 gilt als offizielles Gründungsdatum des DRK Ortsvereins Wissen, damals hieß es "Freiwillige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz Wissen". 1961 gründete Manfred Lauer eine Fernmeldegruppe, bis heute die einzige ihrer Art in Rheinland-Pfalz ist, und darauf ist der Ortsvereins stolz. Lauer, heute 73 Jahre alt, will am 20. August die Leitung der Fernmeldegruppe und das Fahrzeug an jüngere Hände übergeben.
Am 20. August, ab 18 Uhr wird das Jubiläum gefeiert. Im katholischen Pfarrheim in Wissen wird es eine offizielle Feierstunde mit Ansprachen und Ehrungen geben. Eine Ausstellung mit historischen Exponaten zum Alltag des DRKs und zum Fernmeldewesen zeigt die rasante Entwicklung. Für Musik sorgt die Stadt- und Feuerwehrkapelle und später wird die Band „ResQ“ für Tanzmusik sorgen. „Wir laden zum mitfeiern ein, das soll keine geschlossene Festveranstaltung sein“, sagte Bereitschaftsleiter Carsten Henn. Der Eintritt ist frei.
Er stellte das Programm zusammen mit dem Vorsitzenden des Ortsvereins, Michael Wagener und dem Leiter der Rettungswache, Toni Leidig vor. Nicht nur der Rückblick auf 100 Jahre wechselvolle Geschichte, in einer Festschrift verarbeitet, auch die aktuelle Situation des DRK in Wissen wurde dargestellt. So sind 25 aktive Helferinnen und Helfer im Sanitätsdienst, der heute im Vordergrund der Einsätze steht. Bei den Großveranstaltungen in der Verbandsgemeinde, so im Kulturwerk, sind die Rotkreuzler im Dienst.
"Veranstaltungen kosten Geld, die Sicherheit auch, und vor allem muss hier die Qualität der Sicherheit stimmen", sagte Wagener. Neben den örtlichen Veranstaltungen werden die Wissener auch zu Großveranstaltungen, wie „Rock am Ring“, „Nature One“ oder „Rhein in Flammen“ eingesetzt. Die Blutspendetermine, etwa fünf pro Jahr mit durchschnittlich 100 Spendern, führt der Ortsverein durch.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Mitwirkung im Katastrophenschutz. Für die SEG (Schnelle Einsatzgruppe) ist der Gerätewagen in Wissen stationiert. „Bei Großschadensereignissen werden wir alarmiert und sorgen für die Ausrüstung und Einrichtung eines Versorgungsplatzes mit Material und Medikamenten“, erklärte Henn. Für die steigende Zahl der Einsätze im Sanitätsdienst wird dringend ein neues Fahrzeug gebraucht, die Zuschüsse sind beantragt. Dieses Fahrzeug wird auch dringend für die Begleitung der Feuerwehreinsätze gebraucht, nicht nur zur Sicherung von Großveranstaltungen. Rund 60.000 Euro wird so ein Fahrzeug kosten und der DRK-Orstverein wird seinen Anteil tragen. Die Arbeit wird damit auch für Einsatzkräfte anspruchsvoller aber auch attraktiver.
Der erste DRK-Gerätewagen im Gründungsjahr 1911 war ein ausrangierter Personenwaggon der Reichsbahn, der erste Krankenwagen im Kreis Altenkirchen fuhr 1928 in Wissen. Im Zweiten Weltkrieg nahm die Wehrmacht der Sanitätskolonne das Transportfahrzeug weg, obwohl zahlreiche Verwundete mit der Bahn eintrafen. Mit zweiträdrigen Karren wurde die Verletzten ins Lazarett geschafft. Im Jahr 1948 folgte die Neugründung der DRK-Bereitschaft, die stetig wuchs. (hw)


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