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Wirtschaft | Gastartikel


Nachricht vom 24.03.2023    

Die Geschichte und Entwicklung der Mikroskopie

Mit der Erfindung des Mikroskops bzw. schon dessen Vorläufern eröffnete sich der Menschheit eine völlig neue Welt – die Welt des Mikrokosmos. Was bis dato dem menschlichen Auge verborgen blieb, konnte plötzlich genauer betrachtet und erforscht werden. Für die moderne Wissenschaft, insbesondere die Biologie, hat das Mikroskop eine entscheidende Bedeutung gespielt. Doch wer gilt als Erfinder dieser Technik, die Einblicke in kleinste Welten erlaubt und wie hat sich die Technik im Laufe der Zeit entwickelt?

Foto Quelle: pixabay.com / crizzldizzl

Die Anfänge der optischen Vergrößerung
Die Anfänge der Mikroskopie lassen sich bis zu den alten Griechen und Römern zurückverfolgen, auch wenn die damalige Technik selbstverständlich nichts mit den heute zur Verfügung stehenden Mikroskopen vergleichbar ist. Zuerst gab es wohl sogenannte „Lesesteine“, linsenförmig geschliffene Glaskörper, die eine vergrößerte Betrachtung von darunter oder dahinter befindlichen Objekten oder Texten ermöglichten.

Vorlage bzw. Inspiration für diese Lesesteine, die letztlich erste Lupen darstellen, könnte die genaue Betrachtung eines Wassertropfens gewesen sein. Wie dem auch sei, mit den Lesesteinen waren die ersten Linsen geschaffen, aus denen sich mit der Zeit, neben einfachen Vergrößerungsgläsern und Lupen, letztlich auch Brillen entwickelten. Wer allerdings tatsächlich das erste Mikroskop erfunden hat, darüber gibt es unterschiedliche Meinungen.

Erste Modelle tauchen ab 1590 auf
Um die Erfindung des Mikroskops ranken sich einige Mythen. So wird beispielsweise behauptet, dass ein gewisser Hans Jansen, ein niederländischer Brillenmacher und Linsenschleifer, um 1590 eher zufällig auf die Technik des Mikroskops stieß. Beim Kontrollieren des Schleifvorgangs verwendete er Lupen und entdeckte, dass beim Betrachten der einen Linse durch die andere Linse im richtigen Abstand, kleine Objekte noch größer erschienen. Zwar ist Hans Jansen als Erfinder heute umstritten, dennoch sind sich Wissenschaftler aufgrund von Funden einig, dass die ersten Mikroskope etwa um die Zeit 1590 entwickelt wurden.

Die damaligen einfachen Varianten, die eine bis zu neunfache Vergrößerung boten, haben mit heutigen modernen Modellen, etwa Mikroskope von KERN & SOHN natürlich nur wenig gemeinsam.

Weiterentwicklung und Neuzeit
Den Namen Mikroskop erhielten die Vergrößerungsapparate nachweislich im Jahr 1625 von Johann Faber von Bamberg. Die Entwicklung der recht einfachen Apparate wurde bereits ab dem 17. Jahrhundert stark vorangetrieben, im Laufe der Zeit entstanden das zweilinsige Okular, der heb- und drehbare Objekttisch sowie der Spiegel am Beleuchtungsapparat. Der Aufbau eines modernen Mikroskops ist in der Regel gleich. Der Betrachter schaut durch das Okular, hinter welchem sich der sogenannte Tubus befindet, welches das Okular mit dem Objektiv verbindet. Unter dem Objektiv wird die Probe auf dem Objekttisch platziert und von unten beleuchtet.

Im 19. Jahrhundert dann erlebte das Mikroskop eine wahre Revolution, durch die Einführung neuer optischer und mechanischer Komponenten, insbesondere die Qualität der Objektive verbesserte sich enorm. In der Neuzeit hat vor allem die Erfindung der Elektronenmikroskopie dazu beigetragen, immer kleinere Moleküle und Strukturen zu erforschen. Man kann davon ausgehen, dass die Entwicklung des Mikroskops weiter voranschreiten und zukünftig neue Entdeckungen im Bereich der Mikroskopie gemacht werden. (prm)

Autorin: Bettina Salarno


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