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Nachricht vom 08.04.2023    

Katzwinkel: Baugebiet "Ahornweg" mit 27 Bauplätzen auf der Zielgeraden

Von Katharina Behner

Es sieht so aus, dass die Jahrzehnte langen Planungen für das Baugebiet Oberkatzwinkel II jetzt wirklich in der Endphase liegen. Der Ortsgemeinderat beschloss einstimmig die Satzung. Dazu beigetragen hat nicht zuletzt ein kostenneutraler Waldumbau, der den künftigen Häuslebauern ein kleines "Bürgerwäldchen" vor der Haustür beschert.

Der erforderliche Waldumbau oberhalb des neuen Baugebietes wurde in enger Abstimmung von der Hatzfeldt-Wildenburg´schen Forstverwaltung durchgeführt. Damit wurde eine weitere Hürde genommen. Von links: Reinhard Zens, Marcel Reichling, Dustin Kleine und Lennart Franzen. (Fotos: KathaBe)

Katzwinkel. Breit gefächert waren die Themen auf der jüngsten Sitzung des Katzwinkeler Ortsgemeinderates. Neben dem im Herbst entstehenden Skatepark (wir berichteten hier)
beschäftigte sich der Rat mit den Planungen für das Baugebiet "Ahornweg" alias Oberkatzwinkel II. Ortsbürgermeister Hubert Becher sprach hinsichtlich der langwierigen Angelegenheit von einer "Elefantenschwangerschaft", die nun endlich ein gutes Ende nehmen soll. Dafür sorgte der Rat mit einstimmigen Satzungsbeschluss.

Zuvor hatte Planerin Kerstin Eiteneuer vom Planungsbüro Planeo aus Hachenburg nach zweiter Offenlage lediglich wenige und vor allem unkomplizierte Anregungen zur Abwägung dargelegt, die nun in die Schlussfassung einfließen.

Einen wesentlichen Teil zur Beseitigung letzter Hürden trug der kürzlich durch die Hatzfeldt-Wildenburg´sche Forstverwaltung ausgeführte Waldumbau oberhalb des neuen Baulandes bei. Auf dem von der Gemeinde erworbenen Parzelle wurden auf einer Länge von knapp 200 Metern Bäume aus dem Wald entnommen. Das Ziel der Maßnahme: Einhaltung des notwendigen 30-Meter-Sicherheitsabstands zur Bebauung. Ein weiterer Vorteil: Es konnten weitere sieben Bauplätze (insgesamt 27) in dem allgemeinen Wohngebiet für Einfamilien- und Doppelhäuser entstehen.

Zum Waldumbau erläuterte Revierförster Reinhard Zens, dass etwa trockene, wenig vitale Fichten und Lärchen sowie zu nah am Weg stehenden Douglasien (erreichen eine Höhe von bis zu 40 Metern) entnommen wurden. Stabile Roteichen und Douglasien blieben erhalten. Nach Abschluss der Arbeiten werde sich eine Naturverjüngung aller vorhandener Baumarten einstellen, eine Neuanpflanzung daher nicht notwendig, erläuterte der Fachmann. So könne sich über die Zeit auch mit dem Bau von "waldtypischen" Erholungseinrichtungen (denkbar seinen hier Bänke und Sitzgruppen) ein schönes "Bürgerwäldchen" auf den rund 0.4 Hektar entwickeln. "Heilfroh" zeigte sich Bürgermeister Becher über das "Managen" der Angelegenheit durch Zens. Insgesamt sei man gut beraten gewesen, alles aus einer Hand machen zu lassen. Nicht zuletzt auch den gewinnbringenden Holzverkauf durch die Hatzfeldt-Wildenburg´sche Forstverwaltung. Aus dem Verkauf darf sich die Ortsgemeinde auf einen ordentlichen vierstelligen Betrag freuen, der am Ende noch übrig bleibt.

Ein weiterer Punkt war die Schaffung geforderter Ausgleichsflächen. Eine davon liegt unmittelbar am Baugebiet. Hier soll eine Obstwiese mit 15 Bäumen entstehen. Dennoch bleibt auf diesem Areal Platz für landwirtschaftliche Nutzung. Um weiterer Flächenversiegelung entgegenzuwirken, müssen mindestens 55 Prozent der Baugrundstücke als Grünflächen angelegt werden.

Nach dem nun erfolgten Satzungsbeschluss soll voraussichtlich noch im Herbst mit dem Bau der ringförmigen Erschließungsstraße ab Magnolienweg begonnen werden. Zudem will sich die Ortsgemeinde kurzfristig mit den Bauwilligen in Verbindung setzten, die zuvor ihr Interesse an einem Grundstück bekundet hatten. "Endlich ist es so weit. Hier wird ein schönes Baugebiet entstehen, auf das wir uns alle freuen", schloss Becher diesen Punkt auf der Agenda.



Klimaschutz nicht nur im Neubaugebiet - Beitritt zum KKP
Weiterhin beschloss der Ortsgemeinderat, im Verbund der Verbandsgemeinde und den anderen Ortsgemeinden dem Kommunalen Klimapakt (KKP) beizutreten. Zu KKP und möglichen Förderungen berichteten wir bereits aus der Sitzung des Verbandsgemeinderates.

Nach eingebrachten Ideen der Fraktionen wurden mögliche Maßnahmen zum Klimaschutz in der Ortsgemeinde Katzwinkel festgehalten. Ein Prüfauftrag hinsichtlich einer möglichen Geothermie für Schule und Kindergarten erachtete der Rat als sinnvoll, genauso wie Lückenschlüsse im Radwegenetz anzugehen (Stichwort: Sicher nach Wissen). Auch den Aufbau einer Infrastruktur von Lademöglichkeiten für E-Bikes sowie der Austausch der Flutlichtbeleuchtung auf LED am Sportplatz fand Anklang. Eine Renaturierung der Bachläufe in der Ortsgemeinde wurde ebenfalls angesprochen. Ab Ende April beginnt im Rahmen des Hochwasser- und Starkregenvorsorgekonzept der Verbandsgemeinde die Erstellung der Gefahrenanalyse in allen Ortsgemeinden, hier könnten die Aspekte der Bachläufe Beachtung finden.

K 74 von Nimrod: Hoffnung das Sanierung bis Knappenstraße erfolgt
Wie Becher bekannt gab, soll die Sanierung der K 74 im Sommer erfolgen. Zur großen Freude bestehe die Hoffnung, dass die Sanierung nicht wie ursprünglich festgelegt nur von Nimrod bis zur Einfahrt Schützenplatz erfolgt, sondern sogar bis zum Anschluss Knappenstraße im Bestand ausgebaut wird. Hier könnte dann auch ein fehlender Fußweg im letzten Bereich bis Anschluss Knappenstraße entstehen.

Streetwork auch für Katzwinkel gefordert
In der Verbandsgemeinde Wissen soll zukünftig die aufsuchende Jugendarbeit, kurz Streetwork, die Lücke in der Jugendarbeit füllen. Wir berichteten hier. Rolf Sterzenbach (Wählergruppe 1) machte darauf aufmerksam, dass Streetwork nicht nur ein Thema für die Stadt Wissen, sondern auch für die Ortsgemeinde wichtig sei. Zudem erinnerte an ein seit 2021 geplantes Pilotprojekt zur Jugendarbeit in Katzwinkel. Dazu bemerkte Becher, dass der Projektstatus leider "unbefriedigend" sei. Sascha Hombach (BFKE) regte an, dass die Angebote der OT Wissen (Haus der offenen Tür) zukünftig im Sinne eines "Willkommens für alle Jugendlichen" aus der Verbandsgemeinde auch angekündigt sein sollten. Vielmehr sei es leider aktuell so, dass über verschiedene Angebote der OT erst im Nachgang berichtet werde.

Schöffenwahl
Für die Wahl der Schöffen wurden Andrea Hellinghausen, Matthias August Eilig, Karoline Weber, Juliane Becher und Pia Arcadipane zur Nennung beim Amtsgericht Betzdorf vorgeschlagen. (KathaBe)


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