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Pressemitteilung vom 10.06.2023    

Dank Spendenaktion: Schulneubau in Ruanda von Altenkirchens Landrat Dr. Enders eingeweiht

Für hunderte von Schülern mitsamt ihren Lehrkräften war es ein großer Tag - für Dr. Peter Enders darüber hinaus ein höchst bewegender. Kürzlich konnte der Landrat persönlich den von ihm initiierten Schulbau in Ruanda offiziell einweihen, das Ergebnis einer beeindruckenden Spendenaktion.

Landrat Dr. Peter Enders und Reiner Meutsch bei der Einweihungsfeier. (Fotos: Fly & Help)

Kreis Altenkirchen / Ruanda. Mehr als 100.000 Euro waren zwischen 2020 und 2022 zusammengekommen, um Kindern in Gataka eine Schulbildung unter menschenwürdigen Bedingungen zu ermöglichen. Viel mehr Geld, als sich Dr. Enders zu Beginn seines Aufrufs erhofft hatte. Mit einer kleinen Delegation ist er privat nach Ruanda gereist, um das schon Ende des vergangenen Jahres fertiggestellte Gebäude seiner Bestimmung zu übergeben. Mit dabei auch Reiner Meutsch, über dessen Stiftung "Fly & Help" das Projekt abgewickelt wurde.
"Es war eine überwältigende Erfahrung und für mich ein sehr emotionales Ereignis", schilderte der Landrat seine Eindrücke von dem fast schon euphorischen Empfang durch die Schüler.

In der Groupe Scolaire Gataka werden knapp 1200 Kinder und Jugendliche unterrichtet, mehr als 800 davon sind Grundschüler. Sechs Klassenräume befanden sich hier in einem katastrophalen Zustand, sowohl im Hinblick auf die Bausubstanz als auch von der Ausstattung her. Das Dach war undicht, es gab kaum Tageslicht und die Zahl der Tische reichte hinten und vorn nicht, um nur einige der Mängel zu nennen.

Spendenaktion startet 2020
So kam die Spendenaktion gerade richtig. Dr. Enders hatte kurz nach seiner Wahl zum Landrat überlegt, welches nachhaltige und sinnstiftende Projekt er auf privater Ebene in die Wege leiten könnte. Schnell richtete sich der Blick auf das rheinland-pfälzische Partnerland Ruanda, das er bereits vor über 20 Jahren als Landtagsabgeordneter erstmals bereist hatte. Der Rest der (Erfolgs-)Geschichte ist schnell erzählt: Durch zahlreiche Aktionen wuchs das Spendenkonto schnell an. So verzichteten zum Beispiel während der Pandemie etliche Ärzte im Impf-Zentrum in Wissen auf ihr Honorar, um es der guten Sache zur Verfügung zu stellen.

War zunächst vorgesehen, lediglich vier Klassenzimmer zu bauen, konnte dank der großen Spendenbereitschaft der Westerwälder auf sechs Räume aufgestockt werden. Doch damit nicht genug: Mit dem Geld wurden auch zwei jeweils 10 Kubikmeter fassende Regenwasserzisternen installiert. Somit ist nicht nur die Wasserversorgung der Schule, sondern auch der lokalen Bevölkerung gesichert.



"Der alte Waterlooer"
Mit Reiner Meutsch stand dem Landrat ein persönlicher Freund und ebenso verlässlicher wie professioneller Partner zur Seite. Über seine Stiftung hat der Kroppacher inzwischen 700 Schulen, verteilt über den ganzen Globus, einweihen können. Und es gibt noch eine besondere Verbindung zwischen Meutsch und Dr. Enders: Beide haben in Johann Thomas Enders (geb. 1794) einen gemeinsamen Vorfahren. "Der alte Waterlooer", wie er genannt wurde, wirkte in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts an verschiedenen Orten im Westerwald als Lehrer. So schließt sich gewissermaßen ein Familienkreis, wurde doch sein Name mit einer eigenen Tafel am neuen Schulgebäude verewigt.

Dr. Enders zeigte sich aber nicht nur vor Begrüßung und der Einweihungsfeier begeistert. Einmal mehr erlebte er, welche Mühen die Kinder in Ruanda auf sich nehmen, um eine Schule besuchen zu können, wie hungrig sie nach Bildung sind. "Unsere gesamte Delegation war zudem beeindruckt von der Lebensfreude der Menschen, trotz der im Vergleich zu Deutschland sehr bescheidenen Lebensbedingungen", so der Landrat.

Weitere Aktionen folgen
Mit der Einweihung der neuen Klassenräume sind die Aktivitäten in Afrika freilich nicht beendet: Wie schon berichtet, soll der Überschuss für ein "Fly & Help"-Projekt im bitterarmen Burkina Faso verwendet werden. Und noch an Ort und Stelle hat Dr. Enders eine weitere Spendenaktion ins Leben gerufen. Diesmal soll das Geld nach Madagaskar fließen, ein fünfstelliger Betrag ist bereits als sehr gutes Fundament akquiriert worden. (PM)


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