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Pressemitteilung vom 24.06.2023    

Hochwasservorsorgekonzept wird in den Gemeinden der VG Kirchen vorgestellt

Die Verbandsgemeinde Kirchen (Sieg) hat mit Fördermitteln des Landes Rheinland-Pfalz ein Hochwasservorsorgekonzept für alle Ortsgemeinden erstellen lassen. Das beauftragte Ingenieurbüro Björnsen aus Koblenz erarbeitete dazu unter Mitwirkung der Bevölkerung, Politik und Verwaltung einen umfangreichen Maßnahmenkatalog. Die Ergebnisse werden nun in allen Ortsgemeinden sowie im Verbandsgemeinderat vorgestellt.

Nach dem Starkregen an Fronleichnam 2018 herrschte in Kirchen "Land unter". Das Bild zeigt den Bereich Langs Eck. (Foto: VG Kirchen)

VG Kirchen. Den Auftakt machte jetzt die Ortsgemeinde Harbach. Dort wurden in der jüngsten Ratssitzung die Teilbereiche des Konzeptes in einer kurzen Präsentation dargestellt, die das Harbacher Gebiet betreffen. Anschließend diskutierten die Ratsmitglieder über die verschiedenen Gefahrenpunkte. Überall dort, wo sich aufgrund der Geländebeschaffenheit größere Wasserabflussmengen nach Starkregenereignissen sammeln und konzentrieren, könnten besonders an den Einlaufbauwerken Probleme mit Verklausungen (Verschluss eines Fließgewässers zum Beispiel durch angeschwemmtes Holz) und Rückstau entstehen. Daher liege hier ein Augenmerk auf der Unterhaltung, Räumung und Freistellung der Bauwerke, sowie gegebenenfalls auf einen Umbau des gesamten Bauwerkes.

Allerdings liege die Zuständigkeit für einige Maßnahmen nicht nur bei den jeweiligen Gemeinden. Auch der jeweiligen Baulastträger, zum Beispiel die Straßenverwaltung im Falle eines Durchlasses unter einer klassifizierten Straße, werde noch informiert und eingebunden. In anderen Fällen gehe es um eine Veränderung in der Bewirtschaftung der Außenbereiche. Hier könnten zusätzliche seitliche Entwässerungen an Feldwegen, andere landwirtschaftliche Nutzformen mit weniger Gefahr zur Bodenerosion und der Einbau von Treibgutsperren in die Gewässer erfolgreich sein.



Konkrete Maßnahmen diskutieren
"Wir starten nun mit den Vorstellungen und Diskussionen der konkreten Maßnahmen aus dem Hochwasservorsorgekonzept in den Gemeinden. Diese großen Herausforderungen werden uns über Jahre beschäftigen. Aber wie man an den aktuellen Starkregenereignissen sieht, ist die Bedeutung nicht zu unterschätzen", erklärt Andreas Hundhausen, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Kirchen.

"Es geht darum, zur Vorsorge von Hochwasser- und Starkregenereignissen die verschiedenen Problemstellen zu benennen und Maßnahmen zur Vermeidung und Verminderung aufzuzeigen. Dabei ist uns bewusst, dass selbst, wenn wir alle 120 Maßnahmen des Konzeptes in der Verbandsgemeinde Kirchen umsetzen, dies keinen 100Prozent Schutz für Starkregenereignisse sein kann. Dennoch ist es ein wichtiger Baustein, der gleichzeitig zum Klimafolgenanpassungsprojekt die Verbandsgemeinde widerstandsfähiger machen wird", berichtet Tim Kraft, Fachbereichsleiter der Bauverwaltung.

Im Zuständigkeitsbereich der Ortsgemeinde Harbach verbleiben zunächst zwei Bereiche. Hierbei soll besonders der Bereich um die Kirche und das Bürgerhaus näher untersucht werden. Im ersten Schritt erfolgt jetzt die Auswahl eines geeigneten Ingenieurbüros, das die Umsetzungsphase begleiten soll. (PM)


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