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Nachricht vom 22.09.2023    

Vernissage im Bergbaumuseum: Bergbau und Kunst vereint

Wie eng die harte Arbeit in der Montanindustrie einst mit der feinen Kunst verbunden war, verdeutlicht die neue Sonderausstellung im Bergbaumuseum des Kreises Altenkirchen in Herdorf-Sassenroth.

Im Bergbaumuseum des Kreises Altenkirchen in Sassenroth wurde jetzt die Ausstellung von Hannelore Volk durch den 1. Kreisbeigeordneten Tobias Gerhardus (r.) und Museumsleiter Achim Heinz (l.) eröffnet. (Fotos: Kreisverwaltung/Thorsten Stahl)

Kreis Altenkirchen/Herdorf. Dort sind derzeit zahlreiche Bilder und Collagen von Hannelore (Hanne) Volk zu sehen: nicht nur Landschaften und Stillleben, sondern auch Fördertürme und Halden. Die hochbetagte Künstlerin aus Betzdorf, 94 Jahre zählend, hat noch die Zeiten miterlebt, als sich Seilscheiben drehten und in den Hütten das Erz verarbeitet wurde. Viele verschiedene Eindrücke hat Hanne Volk gesammelt und in ebenso vielen Stilen festgehalten. Zur Vernissage der Ausstellung begrüßte Museumsleiter Achim Heinz jetzt zahlreiche Besucher in Sassenroth. Hanne Volk war in Begleitung ihrer Söhne Hans-Jürgen und Martin gekommen.

„Museum im Museum“ nennt Heinz diese Ausstellungen. „Als wir das Museum damals eröffneten, hatten wir nur eines im Kopf: Bergbau, Bergbau, Bergbau.“ Später aber sei die Erkenntnis gereift, das Museum als kulturelle Stätte zu verstehen und die Türen für Veranstaltungen dieser Art zu öffnen. Auf das Werk von Hanne Volk war Heinz bei einer Ausstellung im 4-Fachwerkmuseum in Freudenberg aufmerksam geworden. Was ihn seinerzeit wie jetzt begeisterte: „Sie haben eine unglaubliche Bandbreite in Ihren Arbeiten“, sagte er an die Adresse der 94-Jährigen gerichtet. Bewusst habe man für diese Ausstellung zahlreiche Bilder mit einem Bezug zur Region ausgewählt.

Kunst, Kultur und Bergbau bildeten eine Symbiose
„Die Bergleute waren schon immer sehr kulturbeflissen“, betonte der 1. Kreisbeigeordnete Tobias Gerhardus, der in diesem Zusammenhang auch an den Werdegang des Herdorfer Jahrhundert-Fotografen August Sander erinnerte, der zunächst als Haldenjunge gearbeitet hatte. Viele Verbindungen gebe es zu Musik und Gesang, so Gerhardus. Kunst, Kultur und Bergbau bildeten eine „schöne Symbiose“. Das Museum sei ein wunderbarer Ort für derartige Ausstellungen und immer einen Besuch wert.



Hans-Jürgen Volk gewährte den Gästen der Vernissage einige persönliche Einblicke in das Leben seiner Mutter. Der Zweite Weltkrieg hatte die Familie nach Betzdorf verschlagen, doch auch Herdorf gehörte kurz zur neuen Heimat. Die Region an Sieg und Heller sei damals eine ausgeprägte Industrielandschaft gewesen, sagte Volk: „Heute kaum noch vorstellbar.“ Seine Mutter habe den Mut gehabt, noch im fortgeschrittenen Alter Neues zu beginnen. Und in ihren Werken, so Volk, entwickelten Objekte oft eine Wesenheit, würden gewissermaßen lebendig.

Gemeinsam mit Hanne Volk ging es dann einmal durch das Museum – vorbei an der Geschichte des Siegerländer Erzbergbaus und an wunderbaren Bildern. Die Ausstellung kann zu den Öffnungszeiten des Museum (sonntags und nach Anmeldung) besichtigt werden. (PM)


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