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Nachricht vom 30.09.2023    

Erster Herbstmarkt der Neuen Arbeit in Wissen begeisterte Besucher

Von Katharina Behner

Erstmals fand der Herbstmarkt der gemeinnützigen Organisation "Neue Arbeit e.V." in Wissen statt. Gewürze, Gemüse und Dekoartikel - alles aus eigener Herstellung - und die Apfelpresse waren schon am Morgen ein Anziehungspunkt. Das Event unter dem Motto "Spenden- und Tauschmarkt" geht zugunsten der Wissener Tafel und des Kinderhauses Pumuckl in Hachenburg.

Auf dem ersten Herbstmarkt des "Neue Arbeit e.V." in Wissen wurden Produkte aus eigener Herstellung getauscht oder gegen Spenden zugunsten der Wissener Tafel und des Kinderhauses Pumuckl angeboten. (Fotos: Katharina Behner)

Wissen. Schon am frühen Morgen roch es in der Walzwerkstraße 2 in Wissen rund um das Gebäude der "Neue Arbeit e.V" herrlich nach den verschiedensten Köstlichkeiten. Frischer Apfelsaft, Waffeln, Gewürze, feine Suppen und sonstige Leckereien wurden auf dem ersten Herbstmarkt der Neuen Arbeit angeboten. Daneben unter anderem Dekoartikel aus Holz und Metall, Früchte und Gemüse. "Mit dem Herbstmarkt wollen wir der Gesellschaft etwas zurückgeben", berichten Danilo Schmidt vom Presseteam und gleichzeitig Leiter vom Förder-Aktivcenter sowie Björn Pulz, Leiter der Bildungsangebote der Neuen Arbeit.

Der Markt findet nicht zuletzt als Tag der offenen Tür statt, sondern insbesondere auch als Spenden- und Tauschmarkt, dessen Erlös zugunsten der Wissener Tafel und des Kinderhauses Pumuckl in Hachenburg gehen.

Herbstmarkt in Kooperation
Neben einigen Kindergärten und Schulen, so auch der Willhem-Busch-Schule vom Alserberg, haben sich viele weitere Besucher eingefunden, um die vielfältigen Angebote und auch Projektarbeiten zu erkunden. Für die Kinder ist neben einer Mineraliensuche mit Kinderschminken bestens gesorgt.

Die Produkte, die auf dem Herbstmarkt angeboten wurden, sind alle aus den verschiedenen Projekten der Neuen Arbeit entstanden. Sei es Dekoartikel, Marmelade oder das frisch aus dem Garten geerntete Gemüse: Auf Nachhaltigkeit, Umweltschutz und die Nutzung von Upcycling wird dabei enormer Wert gelegt, nicht zuletzt um den ökologischen Fußabdruck so gering wie möglich zu halten. Zu diesem Wertesystem passt auch die mobile Apfelpresse der Kelterei Jung, die sich zum Fest eingefunden hat. Reger Andrang herrscht hier, wo die Menschen die Äpfel aus dem eigenen Garten zu fruchtigem Saft pressen lassen können.

Der vom "Neue Arbeit e.V" organisierte Herbstmarkt fand in Kooperation des Europäischen Sozialfonds (ESF), des Rheinland-Pfälzischen Ministeriums für Arbeit und des regionalen Jobcenters Altenkirchen statt. Mit diesem ersten Herbstmarkt, der sich nach Möglichkeit ab sofort jährlich etablieren soll, will der gemeinnützige Verein nicht zuletzt präsenter werden. Es sei wichtig, dass das, was die Menschen dort leisten, anerkannt und auch von außen wahrgenommen werde, so Schmidt und Pulz.

Seit 30 Jahren aktiv
Dabei steht der Verein, der nun seit mehr als 30 Jahren aktiv ist, im gesamten Kreis Altenkirchen für Integration, Inklusion und Chancengleichheit mit individueller Beratung und Förderung. Hier haben Menschen eine Anlaufstelle, um nicht zuletzt die Chance zu erhalten, ihre Stärken neu zu erkennen, diese in zukünftige und dauerhafte Arbeitsverhältnissen einzusetzen und somit eine Teilnahme am sozialen Leben zu ermöglichen.



Hierbei reicht die Zielgruppe von Jugendlichen bis hin zu älteren Menschen, die etwa aufgrund von Krankheit oder anderen persönlichen, sozialen oder wirtschaftlichen Situationen auf Unterstützung angewiesen sind. Als Beispiel nannte Pulz das Thema "Digitalisierung". Auf der Suche nach Fachkräften wird in der sich immer schneller drehenden Berufswelt auf Menschen gesetzt, die im Bereich der digitalen Arbeitsanwendungen fit sind. Scheidet ein Mensch aufgrund persönlicher Gründe länger aus, ist es schwer, hier den Anschluss wiederzufinden. Genau für solche Situationen bietet die Neue Arbeit spezielle Konzepte und teils offene Workshops an. So läuft unter anderem das öffentliche Projekt "Bürgernahe Digitalisierung", zu dem jeder dazukommen kann.

Gleichzeitig Arbeitgeber und Ausbilder
Im Gegenzug setzt sich der Verein innerhalb seiner Projektgruppen auch für Projekte anderer Organisationen oder Verbände ein. So wurde etwa der Aufbau der Insektenhotels bei der Waldgruppe Wisserland und die Anlage des Entdeckerweges in Birnbach mitgestaltet und vorhandenes Fachwissen eingebracht. "Damit können wir etwas weiter- und zurückgeben, denn wir haben ja die Fachleute hier", so Pulz.

Der gemeinnützige Verein stellt sich zudem gleichzeitig als Arbeitgeber und auch aus Ausbilder dar. Auch für Menschen, die im ersten Arbeitsmarkt nicht unterkommen. Dabei hat der Verein ein riesiges Netzwerk, angefangen von Jobcentern bis hin zu Arbeitgebenden. Auch gibt es Kooperationen mit verschiedenen Schulen.

"Wer den Mut hat hierherzukommen, hat bereits gewonnen", so die Devise von
Danilo Schmidt und Björn Pulz. Insgesamt werden rund 250 Menschen täglich (teils tageweise) an insgesamt drei Standorten (Wissen, Altenkirchen, Hachenburg) des gemeinnützigen Vereins in verschiedenen Programmen gefördert. In Wissen sind es mehr als 50 Personen, die sich hier für die Arbeitswelt fit machen. "Hier wurden mir neue Perspektiven aufgezeigt und es wird auch gesehen, was ich kann und wo meine Stärken liegen", berichtet eine junge Frau, die nach längerer Krankheit an verschiedenen Projekten der Neuen Arbeit teilnahm und in Kürze wieder ins Arbeitsleben einsteigen wird. "Wenn der Wille da ist, ist das hier eine echte Chance", sagt sie.

Weitere Informationen zu den vielfältigen Möglichkeiten des "Neue Arbeit e.V." sowie Ansprechpartner findet man auf deren Webseite. (KathaBe)


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