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Nachricht vom 22.10.2011    

Echt tierisch guter Polizeieinsatz bei der Wache Wissen

Eine witzige schöne Geschichte um eine Truthenne, die an der Wissener Polizeiwache vorbei marschierte und unbedingt die vielbefahrene Straße "Im Kreuztal" als Spazierweg nutzen wollte, erreichte den AK-Kurier. Die Beamten der Wissener Wache retteten das Tier gleich mehrfach, da es trotz guter Versorgung nicht in Polizeigewahrsam bleiben wollte.

Wissen. Einen echt tierisch guten Polizeieinsatz bei der Polizeiwache Wissen gab es am Donnerstag, 20. Oktober. Gegen 14:50 Uhr beobachtet ein Beamter der Polizei Wissen, wie eine Truthenne die Straße "Am Schützenplatz" bergabwärts in Richtung der Straße "Im Kreuztal" watschelt. Kurz bevor die Henne die Hauptdurchgangstraße betreten kann, stoppen Kräfte der PW das Tier und treiben es zurück in Richtung Schützenplatz.
Die Henne jedoch beabsichtigt ihren Fußmarsch wie geplant fortzusetzen. Da der Zusammenstoß mit Fahrzeugen droht, wird sie kurzer Hand in den Hof der P olizeiwache abgedrängt und die Tore werden verschlossen.
Die Henne hätte nun ihren Ausgang im Hof genießen können, wenn sie nicht bereits Fluchtpläne geschmiedet hätte. In einem kurzen, unbewachten Moment konnte sie unter dem Tor hindurch flüchten.
Die sofortige Verfolgung wurde aufgenommen und es wurde versucht, die Henne erneut zurückzudrängen. Diese jedoch hatte offensichtlich schnell gelernt und erkannt, dass der Innenhof der Polizeiwache nur einen begrenzten Ausgang bietet und leistete Widerstand. Trotz des Einsatzes von Hilfsmitteln (zweier Besen) gelang es nicht, die Henne zu "überreden". Sie trotzte den Einsatzmitteln und entfloh den Einsatzkräften. Unbeirrbar überquerte sie die viel befahrene Straße "Im Kreuztal", selbstverständlich mit Hilfe kurzfristiger polizeilicher Absperrmaßnahmen.
Nachdem auf der anderen Straßenseite die Fluchtmöglichkeiten auch nicht rosiger für sie waren, konnte sie kurz darauf von einem beherzten Einsatzbeamten mit einer Decke überwältigt und zurück in polizeiliches Gewahrsam überführt werden.
Die Henne wurde auf einem kleinen abgesperrten, zur Polizeiwache zugehörigen Wiesengrundstück, bei guter Verpflegung untergebracht. Sie schien sich mittlerweile eingelebt zu haben. Die Tierschutzhilfe wurde eingeschaltet, und die Henne bewacht, denn mit ihr schien nicht gut "Kirschenessen" zu sein.



Um 18:50 Uhr gab es den zweiten Ausbruchversuch: Der Wachhabende bearbeitet Vorgänge, als eine aufgeregte Verkehrsteilnehmerin an der Wache Sturm klingelt. Ihre Mitteilung: "Da läuft eine Ente auf der Straße herum!"
Feststellungen vor Ort:
Der Fahrzeugverkehr ist zum Erliegen gekommen. Die Autos stehen teils quer auf der Fahrbahn. Ratlos, aber schweigsam schauen die Fahrer einer Truthenne hinterher, die gerade bergaufwärts Richtung Koblenzer Straße unterwegs ist.
Augenscheinlich verkehrsgewöhnt: Sie benutze die richtige Fahrbahnseite und hatte offensichtlich das Rundumgeschehen im Blick.
Die Beamten legten erneut Schutzausstattung an, um gegen den gefährlichen Ausbrecher vorzugehen. Unterstützung bekamen sie von einem vogelkundigen Passanten, der eh‘ gerade sein Fahrzeug auf der Straße stehen lassen musste. Als die Beamten die Decke über die Henne geworfen hatten, packte dieser mit geübtem Griff den Ausreißer.
Zurück ging es zum Polizeigewahrsam. Da allerdings der Fluchtweg der Henne nicht zu ergründen war, wurde nun die Truthenne bei einem Nachbarn der Polizeiwache in einen ehemaligen Hundezwinger mit Grünanlage und überdachter Behausung eingesperrt – first class inklusive Futter.
Jetzt hoffen die Beamten, dass der gewiefte Ausbrecher keine Auswegmöglichkeit mehr findet. Vielleicht meldet sich ja der Eigentümer der Truthenne.


Lokales: Wissen & Umgebung
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