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Nachricht vom 11.11.2011    

Sessionseröffnung in Herdorf mit 11 Salutschüssen

Mit Prinz Stephan I. und Prinzessin Regina I. feierte am Freitag, 11.11. ab 11.11 Uhr die KG Herdorf einen temperamentvollen Auftakt in die närrische Session. Das schönste für echte Narren ist nun mal die fünfte Jahreszeit, die an der Heller für zünftige Partylaune im Zelt auf dem Marktplatz sorgte. Übrigens: Für Herdorf ist die Kommunalreform vorbei - zumindest bis Aschermittwoch.

Prinzessin Regina I. und Prinz Stephan I. beim Einmarsch in das Zelt, in Herdorf startete die neue Session mit einer tollen Party. Fotos: anna

Herdorf. Zur traditionellen Eröffnung der karnevalistischen Session fanden sich am 11.11. um 11.11 Uhr wieder zahlreiche Freunde des närrischen Humors auf dem Marktplatz ein. Erstmals hatte die Karnevalsgesellschaft dort ein Zelt aufgebaut, denn die Tatsache, dass dieser Tag mit dem närrischen Datum auch noch ein Freitag war, wollte der Verein entsprechend nutzen und durchfeiern.
Kurz vor dem offiziellen Beginn der närrischen Zeit marschierte die Führungsriege der KG samt Garde, den Herdorfer Mädchen und natürlich dem Prinzenpaar mit Begleitung in das Zelt ein. Pünktlich um 11.11 Uhr feuerte Reiner Stinner 11 Salutschüsse ab, mit denen lautstark der Sessionsbeginn verkündet wurde. Präsident Norbert Weber begrüßte die Gäste im Zelt an diesem besonderen Tag, mit einem Datum, dass nur alle 100 Jahre mal gefeiert werden kann. Der besondere Gruß gebührte natürlich dem Tollitätenpaar, Prinz Stephan I. und seiner Lieblichkeit Regina I., sowie den angereisten "Grömiern" (Grünebacher).
"Ein Traum ist wahr, in diesem Jahr, steht hier vor euch das Prinzenpaar", so begann Prinzessin Regina I. ihre Antrittsrede. Bruder Stephan I. ergänzte: "Mit Frohsinn, Spaß und Heiterkeit, kümmt mä em Leben einfach weit". Die ersten Orden verteilten die Tollitäten an ihre Begleiter, an Norbert Weber und den Kinderprinzen Tim Fastnacht.
Beim Verlesen der närrischen Paragraphen durch Norbert Weber und Präsident Gerhard Lück ernteten beide viel Applaus. So soll das Regenrinnenfallrohrkunstwerk am Hüttenhaus zum Kulturerbe ernannt werden. Der Radweg entlang der Bahn soll zum „Chaotensteig“ ernannt werden, denn die einmalige Sammlung von Scherben und Unrat sei wirklich sehenswert und wäre von der Forschungsgruppe "Jugend schluckt" zusammen getragen worden. Der Inhaber des "Rattenlochs" soll den "Säuwes Umweltpreis" erhalten, für seine Erfindung der Ausrottung der Ratten durch die "Qualmende Hellerstreet", welche von der feuernden Fachwelt anerkannt sei, eine sensationelle "hoffmännische" Maßnahme.

Besonders umjubelt wurde jedoch der Paragraph 11: "Die Stadt Herdorf und der Ort Grünebach werden zusammengelegt, die Heller wird schiffbar für Narrenschiffe gemacht, die Bahnstrecke zwischen beiden Orten zur ICE Strecke ausgebaut und das alte Ermert-Gelände zur Kap Karneval Raketenbasis ausgebaut um mit Humorraketen feindliche Übernahmen durch Hahnengel oder Betzdorfer Windmacher für alle Zeiten zu verhindern".
Damit auf der Bühne und im Publikum auch immer mal wieder zur Auflockerung geschunkelt wurde, legte DJ Nico entsprechende Stimmungslieder auf. Auch Kinderpräsident Tim Fastnacht kam natürlich zu Wort. Er meinte, hier werde man schon als Narr geboren und bliebe dies auf Lebenszeit und das der Humor von Herzen komme.
Weber plauderte aus dem Nähkästchen der Familie Euteneuer aus "Grömisch", deren beiden ersten Sprösslinge ja nun als Tollitätenpaar den Herdorfer Karneval anführen. "Ein Geschwisterprinzenpaar – noch niemals so was in Herdorf war"! Danach stellte er die neue Gruppe der "Herdorfer Mädchen" vor, die bis vor einiger Zeit noch als "Herdorfer Möhnen" im Karneval mitwirkten.
Kräftigen Beifall der Zuschauer erhielt danach das Jugendtanzpaar der KG, Lena Marie Zimmermann und Leon Kopac, die am vergangenen Wochenende in Mülheim-Kärlich die Deutsche Meisterschaft im Gardetanz gewonnen hatten. Das war die Krönung ihrer diesjährigen Turnierteilnahmen, denn auch alle sechs vorausgegangenen Tanzturniere hatten die beiden als Erstplatzierte verlassen.
Bürgermeister Uwe Erner, der im Anschluss auf die Bühne kam, gratulierte den beiden herzlich und meinte, mit dem Erfolg hätten sie die KG Herdorf bundesweit bekannt gemacht. In bester Stimmung verkündete der Verwaltungschef: "Ab heute sind die Grünebacher keine Gäste mehr, sie sind jetzt welche von uns". Ihm habe der Paragraph 11 von allen am besten gefallen und damit sei die Kommunalreform für Herdorf vorbei.
Einen Tanz bekamen die Besucher der Sessionseröffnung auch noch zu sehen. Solomariechen Jessica Mertens präsentierte eine Polka, die sie mit ihrem Trainer Leon Kopac einstudiert hatte. Danach gehörte die Bühne den Gastvereinen aus Erbachtal, Herkersdorf, Herschbach, Pracht und Hövels. (anna)



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