Werbung

Pressemitteilung vom 27.03.2024    

Beschämender Umgang mit dem Ehrenamt Feuerwehr auf höchster Ebene

Im Kreis Altenkirchen ist eine hitzige Debatte entbrannt. Es geht um die geplante Umwandlung des höchsten Feuerwehramtes in ein Hauptamt, welche bei vielen Feuerwehrangehörigen und weiteren Rettungsorganisationen für Überraschung sorgt. Der Kreisfeuerwehrverband bezieht nun Stellung zu der aktuellen Diskussion um die Hauptamtlichkeit des höchsten Feuerwehramtes auf Kreisebene.

Der derzeitig ehrenamtliche BKI Ralf Schwarzbach. (Archivfoto: Klaus Köhnen)

Altenkirchen. Die Feuerwehren im Kreis Altenkirchen sind 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche und 365 Tage im Jahr zum Wohle der Bürger zum Brand- und Katastrophenschutz erreichbar. Die zurzeit leider öffentlich geführte Diskussion um die geplante Hauptamtlichkeit des Brand- und Katastrophenschutzinspekteurs (BKI) kommt für viele Feuerwehrangehörige, darunter auch die Wehrleiter, den restlichen Rettungsorganisation, aber auch Bürgermeister und Bürger sehr überraschend. So auch für den derzeitigen Amtsinhaber Ralf Schwarzbach aus Mehren.

Schwarzbach wurde vor vier Jahren durch die Wehrleiter in das ehrenamtliche Amt auf die Dauer von zehn Jahren gewählt. Er übt das Amt neben seiner beruflichen Tätigkeit als selbstständiger Versicherungskaufmann aus und findet dabei eine ausgewogene Balance zwischen Ehrenamt und Berufstätigkeit. Schwarzbach selbst sieht sich in der Lage, seine Amtszeit zu Ende zu führen. Viele der Wehrleiter bestätigen ihm eine gute und zielführende Arbeit. Auch im Kreisfeuerwehrverband übernimmt Schwarzbach Aufgaben und liefert einen wertvollen Beitrag.

Im März wurde Schwarzbach und den Bürgermeistern der Verbandsgemeinden, welche die Hauptamtlichkeit mitfinanzieren sollen, durch die Kreisverwaltung mitgeteilt, dass es zukünftig eine Hauptamtlichkeit des BKIs geben wird. Dazu seien im bereits verabschiedeten Haushalt 2024 Gelder eingestellt und genehmigt worden.

Nach Ansicht des Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes Volker Hain ist die Nichteinbeziehung des amtierenden Stelleninhabers in ein solches Verfahren sicherlich regelkonform, aber mehr als ungeschickt und im Sinne der Wertschätzung des Ehrenamtes völlig inakzeptabel. Eine solche Vorgehensweise einer Kreisbehörde, allen voran der Landrat selbst, dürfte wohl einzigartig im Land sein und spricht nach Meinung von Hain auf keine gemeinsame Zielverfolgung im Sinne des Brand- und Katastrophenschutzes.



AK-Kurier Newsletter: So sind Sie immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Augenscheinlich versuche man, ohne Beteiligung seitens der Feuerwehren beziehungsweise aller im Katastrophenschutz tätigen Organisationen sowie ohne den Kreistag, explizit über die Neueinführung einer so bedeutenden Position im Haushalt zu informieren, das Hauptamt durchzudrücken. Das überrascht den Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes sehr, da die Blaulichtfamilie und das Ehrenamt von Landrat Dr. Peter Enders bei jeglicher Gelegenheit gelobt und auf einen gemeinsamen Dialog hingewiesen wird. Genau der wird aber in diesem Fall gänzlich vermisst.

Die Gründe für dieses Vorgehen sind bis heute unbekannt. So bleiben viele Fragen im Raum unbeantwortet. So zum Beispiel: Was geschieht mit dem gewählten ehrenamtlichen BKI Schwarzbach, wenn ein geeigneter Bewerber für das Hauptamt gefunden wurde. Es stellt sich auch die Frage, warum Schwarzbach die hauptamtliche Stelle bis heute nicht angeboten wurde. Dies ist durch eine Ausnahmeregelung im Landesgesetz möglich.

Grundsätzlich befürwortet der Kreisfeuerwehrverband die Hauptamtlichkeit des BKIs, wenn dies im Einklang mit allen Beteiligten und vor allem mit Schwarzbach, dem gewählten ehrenamtlicher BKI geschieht, welcher die anfallenden Aufgaben derzeit im Ehrenamt leisten kann und bei den Feuerwehren wie auch seitens des Kreisfeuerwehrverbandes das volle Vertrauen genießt.

Es bleibe also zu hoffen, so der Kreisfeuerwehrverband, dass sich beide Seiten auf eine vernünftige Lösung im Sinne des Brand- und Katastrophenschutzes im Kreis Altenkirchen einigen und der geschätzte Amtsinhaber seine Dienstzeit zu Ende bringen kann und nicht durch das Hauptamt verdrängt wird. (PM)


Mehr dazu:   Blaulicht  
Lokales: Altenkirchen & Umgebung
Feedback: Hinweise an die Redaktion

Anmeldung zum AK-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Kreis Altenkirchen.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Region


Verdächtige Personen in leer stehendem Gebäude in Hamm gesichtet

In Hamm/Sieg wurden am Donnerstagabend (3. April) verdächtige Personen in einem leer stehenden Gebäude ...

Stadtrat Altenkirchen berät doch nicht über Teilwiedereröffnung der Stadthalle

Immerhin hatten zehn Zuhörer jeweils den Weg in den Sitzungssaal des Altenkirchener Stadtrates „gefunden“, ...

Premiere von "Nicci & Vicci und das Karpatenkalb" im Apollo-Theater in Siegen

Am Dienstag, 8. April, feiert das Stück "Nicci & Vicci und das Karpatenkalb" von Klaus Krückemeyer seine ...

Altenkirchener Marktwurst startet in neue Saison und unterstützt soziale Projekte

Am Donnerstag (3. April) beginnt die vierte Saison der Altenkirchener Marktwurst mit einem neuen Lieferanten ...

Großer Erfolg für Kreismusikschule Altenkirchen bei "Jugend musiziert"

Sechs talentierte Schüler der Kreismusikschule Altenkirchen nahmen erfolgreich am Landeswettbewerb "Jugend ...

Thomas Schröter erhält Ehrenamtspreis der Verbandsgemeinde Kirchen

Am Donnerstag (27. März) fand die Jahreshauptversammlung des VFL-Kirchen 1883 e.V. im Hotel Restaurant ...

Weitere Artikel


Abenteuer im Grünen: Wandertour mit André Hauptmann zwischen Lost Places und malerischer Natur

Einen besonderen Leckerbissen für Wanderfreunde bietet der erfahrene Wanderführer André Hauptmann: Eine ...

47-Jähriger ohne Fahrerlaubnis und Versicherungsschutz in Weyerbusch gestoppt

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch (26. und 27. März) ging den Beamten der Polizeiinspektion Altenkirchen ...

Schwerer Verkehrsunfall auf der B62: Sechs Personen verletzt und Straße voll gesperrt

Heute (27. März) am späten Nachmittag kam es auf der Bundesstraße 62 in der Nähe der Freusburger Mühle ...

Kleiner Wäller Klangpfad in Rott: mit allen Sinnen wandern

Auf der liebevollen Rundwanderung "Kleiner Wäller Klangpfad" können Wandernde mit allen Sinnen genießen. ...

Öko-Verbrechen: Unbekannter Täter verursacht schwere Gewässerverunreinigung in Wissen

Ein unbekannter Täter hat eine erhebliche Umweltverschmutzung in der Stadt Wissen verursacht. Ein Ölfilm, ...

Veränderungen und Herausforderungen: Ein tiefgehender Blick in die Arbeit der Polizeidirektion Neuwied

Die Aufgaben der Polizeidirektion Neuwied sind vielschichtig und intensiv, beeinflusst durch unterschiedliche ...

Werbung