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Pressemitteilung vom 13.05.2024    

Diskussionsveranstaltung in Weyerbusch: Sorge um die Gesundheitsversorgung im Kreis Altenkirchen

Die Wählergruppe Käppele und die Wählergruppe Weller hatten gemeinsam zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung eingeladen. Die Referenten beschrieben die Situation und Ralf Käppele zeigte die Entwicklung seit 2014 anhand des Krankenhauses in Altenkirchen auf.

Dr. Isabella Jung-Schwand, dahinter Ralf Käppele, Prof. Dr. Horst Schuldes, Marianne Hasselbach, Max Weller (Foto: Jürgen Greis)

Weyerbusch/ Kreis Altenkirchen. DRK schließt Urologische Praxis im MVZ des Kirchener Krankenhauses, Praxisschließung in Herdorf, dreieinhalb Hausarztsitze in der Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld unbesetzt, Insolvenz des Krankenhauses in Altenkirchen... - angesichts dieser Schlagzeilen der vergangenen Wochen und Monate kommen bei vielen Menschen Sorgen auf, ob die Gesundheitsversorgung der Menschen im Landkreis noch sichergestellt werden kann. Dies nahmen die Wählergruppe Käppele und die Weyerbuscher Wählergruppe Weller zum Anlass, die Frage: "Quo Vadis Gesundheitsversorgung?" zu stellen.

Prof. Dr. Horst Schuldes berichtete bei der Informations- und Diskussionsveranstaltung Anfang Mai im Gasthof zur Post in Weyerbusch in einem bewegenden Vortrag, wie überlastet die niedergelassenen Ärzte in der Region seien, und dass er als Belegarzt im Altenkirchener Krankenhauses Operationen, für die die Klinik europaweit bekannt war, nicht mehr durchführen könne, weil die notwendige Infrastruktur in der Klinik nicht mehr vorhanden sei. Dies führe unter anderem dazu, dass keine Assistenzärzte im Rahmen ihrer Facharztausbildung mehr nach Altenkirchen kommen. Dr. Isabella Jung-Schwand knüpfte hier an und sprach von der Liebesfalle Westerwald. Viele der Ärzte, die kamen, bleiben in der Region, weil es ihnen hier gefalle und oder sie Familie gründeten. Auf der Grundlage einer intensiven Recherche zeigt Ralf Käppele anhand zahlreicher Dokumente auf, wie das DRK "ganz bewusst das Krankenhaus Altenkirchen immer weiter geschwächt" habe und der "Landrat wie auch der Kreistag untätig zugeschaut" haben. Es gebe zum Beispiel die Möglichkeit des Heimfalls, was heißt, dass das Krankenhaus im Falle einer Insolvenz des Betreibers zurück an den Kreis fallen kann. Hier haben weder der Kreistag noch der Landrat reagiert.



Max Weller betonte die glückliche Situation in Weyerbusch, wo es "noch" zwei Hausarztpraxen gibt. Doch auch hier sei die Lage besorgniserregend, denn die Praxen nehmen keine neuen Patienten mehr auf, Zugezogene fahren teilweise weite Strecken zu ihren Hausärzten in der alten Heimat. Ein anwesendes Ehepaar erzählte, dass sie 45 Minuten auf den Rettungswagen warten mussten, als der Mann einen Schlaganfall erlitten hatte. Gunnar Lindner resümierte, die Bürger müssen ihren Unmut kundtun, und dem Landrat und dem Kreistag zeigen, dass sie mit der "Politik des Ignorierens" nicht einverstanden sind. Die Gemeinden wie Betzdorf, Altenkirchen oder Herdorf müssen in ihren Kampf um Ärzte vom Kreis unterstützt werden und die Degradierung der Krankenhäuser im Kreis müsse gestoppt werden. "Seit Gründung der Wählergruppe Käppele stellen wir fest, dass auch andere Parteien das Thema für sich entdecken", stellte Ralf Käppele fest. (PM)


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