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Nachricht vom 29.12.2011    

Rock gegen Rechts - Publikum zeigte Flagge

"Gemeinsam gegen Rechts" - mit fetziger Musik der Bands "WWK" und "Teuer", die in der Jugendkreativwerkstatt in Altenkirchen auftraten, zeigte das Publikum Flagge und sagte "Nein" zu einem braunen Westerwald. Die Zuhörer erlebten tolle Musik, und der Dank galt den Initiatoren.

Rebecca Stahl (links) und Chroßy Schneider hatten das Konzert "Rock gegen Rechts" ins Leben gerufen und erheilten vielfach Unterstützung. Fotos: Claudia Heinrich-Börder

Altenkirchen "Rock gegen Rechts" - so lautete die Parole, unter der die Initiatoren Rebecca Stahl und Chroßy Schneider am Dienstag, 27. Dezember zu einem Konzert in die Jugendkreativwerkstatt eingeladen hatten. Das Westerwälder Punk-Urgestein WWK und die junge Band "Teuer" lockten viele Gäste nach Altenkirchen. Veranstalter des Ganzen: der DGB Koblenz - Initiative gegen Rechts. Tatkräftige Unterstützung erfuhren Stahl und Schneider durch die VG und die Stadt Altenkirchen, insbesondere Bürgermeister Heijo Höfer setzte sich für die Durchführung des Konzertes ein. Zahlreiche Besucher ließen den Abend erfolgreich verlaufen und bekundeten die Einstellung "Gemeinsam gegen Rechts" durch ihre Präsenz. Der Eintritt war frei.

"Teuer", die einen minimalistischem und sehr groovigem Sound aus verschiedenen Stilrichtungen des Rock, Punk, NDW und anderern Genres zum Besten gaben, sind seit anderthalb Jahren ein musikalisches Team. Auch experimentelle Klänge waren zu hören. "Für uns ist das Experimentelle das Gewürz in unserem Soundmix", so Frontmann Oli Hilse. Mit größtenteils deutschen, meist selbstgeschriebenen oder durch ihre Mitmenschen inspirierten, teils philosophischen Texten betraten Oli (Gesang und Gitarre), Falko (Schlagzeug) und Ralf (Bass) als erste die Bühne und heizten das Publikum für den Abend so richtig an.
Tanzen erwünscht, lautete die Devise, und die Zuhörer folgten dem gerne. Humorvolle Ansagen, gelungene gesellschaftskritische Outfits (Hartz4-ler, Arbeiter und Geschäftsmann), unterschiedliche Stile beim Sound und Texte, die zum Nachdenken anregen – "Teuer" zeigte ihr volles Spektrum.
"Auf die Frage, ob wir politisch sind können wir eindeutig mit ja antworten!" Für das nächste Frühjahr ist eine CD geplant, an der die Jungs im besten Alter schon fleißig arbeiten. Sicherlich wird man noch mehr von ihnen hören. "Das ist echter Agrar-Punkrock", so ein begeisterter Zuhörer.
WWK, die bekannte Westerwälder Hardcore-Punkband rund um Frontmann Uwe Schöpping besteht schon seit 1986, in der jetzigen Formation seit 1993. Die vier Musiker sind in der Szene weit über die Grenzen des Westerwaldes und auch Deutschlands bekannt, für Mai 2012 ist z. B. die Teilnahme an einem Festival in Oslo geplant. Ob z. B. mit "Bomben auf Belgrad" oder "Respekt", WWK überzeugen ihre Fans immer wieder mit hartem Pogo-Sound, quirrlig-flippigen und eingängigen Gittarenriffs und ausgewogenen Drumeinlagen. Uwe, Edi, Stefan und Georg brachten ihr Publikum zum Toben und Tanzen und durften erst nach vielen Zugabe-Rufen die Bühne in der Jugendkreativwerkstatt wieder verlassen.
Der Bandname ist übrigens die Abkürzung für Weltwirtschaftskrise. Auch WWK planen derzeit neue Songs, ihr letztes Album, das keinen Namen trägt, entstand 2004. Viele der Besucher waren eigens für angereist, um WWK zu hören und zu sehen, eben echtes Westerwälder-Punk-Urgestein.
Neben der Unterstützung durch VG und Stadt gab es noch finanzielle Hilfe zur Durchführung von der Kreisverwaltung Altenkirchen: das Projekt wurde auch durch Gelder des Programms "Toleranz fördern, Kompetenz stärken" gefördert. (Claudia Heinrich-Börder)


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