ATVs für die Feuerwehr: Landkreis und Verbandsgemeinden rüsten auf
Von Klaus Köhnen
Zwei zusätzliche Fahrzeuge für die Feuerwehr wurden durch die Zusammenarbeit des Landkreises und der Verbandsgemeinden Altenkirchen-Flammersfeld und Betzdorf-Gebhardshain beschafft. Für die überörtliche Hilfe sowie den Einsatz im Katastrophenschutz sind die Fahrzeuge eine wichtige Ergänzung, so Landrat Dr. Peter Enders.

Altenkirchen. Am Mittwoch (2. April) fand die offizielle Übergabe der Fahrzeuge an die Verbandsgemeinden statt. In der VG Altenkirchen-Flammersfeld ist ein ATV beim Löschzug Weyerbusch und in der VG Betzdorf-Gebhardshain beim Löschzug Kausen stationiert. Bei der Übergabe waren neben dem Landrat auch die Bürgermeister der beiden Verbandsgemeinden Fred Jüngerich (Altenkirchen-Flammersfeld) und Joachim Brenner (Betzdorf-Gebhardshain) sowie der Brand- und Katastrophenschutz-Inspekteur Ralf Schwarzbach anwesend. Die Wehrleitungen wurden durch den stellvertretenden Wehrleiter Michael Imhäuser (Altenkirchen-Flammersfeld) und Wehrleiter Markus Beichler (Betzdorf-Gebhardshain) vertreten. Die Wehrführungen beider Löschzüge waren ebenfalls anwesend. Die Kosten je Fahrzeug belaufen sich auf rund 30.000 Euro, von denen der Landkreis 13.500 Euro trägt.
Künftigen Herausforderungen wirksam begegnen
In seiner kurzen Rede ging der Landrat darauf ein, dass der Katastrophenschutz, für den der Landkreis zuständig ist, nicht erst seit der verheerenden Flut an der Ahr, neu gedacht werden müsse. "Wir haben bestens ausgebildete und hoch motivierte Einsatzkräfte wir haben gute technische Standards und entsprechende Ausrüstung. Das heißt aber nicht, dass wir nicht beständig besser werden, Vorsorge treffen und Strukturen optimieren müssen", so Enders. Enders stellte fest, dass das Landesbrand- und Katastrophenschutzgesetz (LBKG) modernisiert wurde, um künftigen Herausforderungen wirksam begegnen zu können. Aus den Landkreisen und den Kommunen gibt es allerdings bereits Zweifel daran, ob sie den Anforderungen personell und finanziell gerecht werden können. "Hier vor Ort tun wir in der kommunalen Familie das, was wir können. Das Zusammenspiel von Verwaltungen und dem wichtigen Ehrenamt funktioniert", so der Landrat zum Abschluss.
Fahrzeuge haben sich bereits bewährt
Die beiden Bürgermeister gingen in ihren Reden auf die Beschaffung ein. Die gemeinsamen Anstrengungen von Kreis und Verbandsgemeinden im Bereich des Bevölkerungsschutzes tragen Früchte, so die Vertreter der Kommunen. In beiden Kommunen wurde bereits ab Ende des Jahres 2021 über die Veränderung und damit die Aufstockung des Fuhrparks gesprochen. Die Fahrzeuge wurden im Jahre 2023 bestellt und im Jahre 2024 ausgeliefert. Seither haben sich beide Fahrzeuge in mehreren Einsätzen bewährt. Beide dankten den Feuerwehrleuten für die Bereitschaft, an der erforderlichen Ausbildung teilgenommen zu haben.
Einsatzszenarien
Ralf Schwarzbach nannte verschiedene Einsatzszenarien für diese Sonderfahrzeuge, die beide mit einem entsprechenden Transportanhänger geliefert wurden. Der Anhänger sorgt dafür, dass die ATV im überörtlichen Einsatz schnell und effizient eingesetzt werden können, so Schwarzbach. Die Vorteile der Fahrzeuge liegen in der Befahrung von unwegsamem Gelände, um bei Personensuchen oder der Rettung von Verletzten schnell helfen zu können. Beide Fahrzeuge können eine sogenannte Schleifkorbtrage aufnehmen, um verletzte Personen transportieren zu können. Ein weiterer Aspekt ist, dass mit den Fahrzeugen die Erkundung "zerstörter" Infrastruktur möglich wird. Wir haben damit die Möglichkeit, unsere Einheiten zielgerichtet einsetzen zu können, so Schwarzbach zum Abschluss. (kkö)
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