Pressemitteilung vom 05.04.2025
FDP Rheinland-Pfalz wählt neuen Landesvorsitzenden
Die rheinland-pfälzische FDP steht vor einer entscheidenden Wahl. Nach internen Streitigkeiten soll ein neuer Landeschef gewählt werden, um die Partei in ruhigere Gewässer zu führen.

Mainz. Nach wochenlangen internen Querelen findet heute der mit Spannung erwartete Parteitag der rheinland-pfälzischen FDP in Mainz statt. Im Mittelpunkt steht die Wahl eines neuen Landesvorsitzenden als Nachfolger von Volker Wissing, der aus der Partei ausgetreten ist.
Daniela Schmitt, Wirtschaftsministerin und bisherige Co-Vize der Landespartei, tritt an, nachdem sie die Partei zuletzt gemeinsam mit Carina Konrad geführt hatte.
Trotz aufkommender Kritik an Schmitt und Spekulationen über eine Kampfkandidatur haben sich mögliche Gegenkandidaten wie Philipp Fernis, Carina Konrad und Andy Becht zurückgezogen.
Schmitt ohne Gegenkandidat
Fernis ist mittlerweile Justizminister und damit Nachfolger des verstorbenen Herbert Mertin geworden, während Konrad und Becht erklärten, nicht gegen Schmitt antreten zu wollen.
Spannend bleibt, wie die Basis der Liberalen auf die jüngsten Machtkämpfe reagiert. Die FDP, die im Land mitregiert, steht bei der Landtagswahl am 22. März 2026 vor der Herausforderung, erneut in den Landtag einzuziehen, was keineswegs garantiert ist. Innerhalb der Partei herrscht Nervosität, und es wurden Forderungen nach einer inhaltlichen Neuausrichtung laut.
Aktion junger Liberaler
Die Junge Liberale, die Nachwuchsorganisation der Partei, sieht wichtige Entscheidungen auf die FDP zukommen. Um darauf aufmerksam zu machen, planen sie vor Beginn des Parteitags eine Aktion: ein Elfmeterschießen unter dem Motto "Der Schuss muss sitzen! Der Ball liegt bei uns."
(dpa/bearbeitet durch Red)
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