Pressemitteilung vom 05.04.2025
Grüne in Wissen drängen auf Fortschritte im Radverkehr
Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen im Stadtrat Wissen hat eine detaillierte Anfrage an die Stadtverwaltung gestellt, um den Stand der Radverkehrsprojekte zu erfahren. Die Antwort zeigt sowohl Fortschritte als auch Hindernisse auf.

Wissen. Die Stadtratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen in Wissen hat sich mit einer umfassenden Anfrage an die Stadtverwaltung gewandt, um den aktuellen Stand wichtiger Radverkehrsprojekte zu klären. Nun liegt die Antwort vor - sie enthält sowohl positive Entwicklungen als auch Herausforderungen.
Radweg Wissen-Morsbach: Kaum Bewegung, Gespräch geplant
Obwohl die Verbindung bereits 2021 in die Radwege-Prioritätenliste aufgenommen wurde, steht sie mit niedrigster Priorität (Platz 4) da. Ein Bau kann laut Stadt nur durch den Landesbetrieb Mobilität (LBM) erfolgen. Die Eigentümer des betroffenen Weges (Haus Hatzfeldt) sehen eine Nutzung kritisch. Stadt und Verbandsgemeinde wollen sich aus finanziellen Gründen nicht an einer Machbarkeitsstudie beteiligen. Für die erste Jahreshälfte 2025 ist ein Gespräch mit dem LBM und der Kreisverwaltung geplant, um rechtliche und technische Möglichkeiten auszuloten.
Radweg Wissen-Schönstein: Fortschritte an der Heubrücke, Pilotprojekt geplant
Eine positive Nachricht ist die abgeschlossene Sanierung der Heubrücke in Schönstein, deren Eröffnung für den 24. Mai 2025 als Teil eines Brückenfestes geplant ist. Für die notwendige Radwegeverbindung von Wissen zur Brücke schlägt ein vom LBM in Auftrag gegebenes Gutachten acht Varianten vor, kommt jedoch zu keiner eindeutigen Empfehlung. Der Abschnitt entlang der L278 ("Einhecke") ist derzeit nicht radwegetauglich. Dennoch soll dort ein Pilotprojekt zur Markierung eines Radschutzstreifens gestartet werden - vorbehaltlich der Zustimmung des LBM.
Grüne Pfeile und Einbahnstraßen: Nur begrenzte Möglichkeiten
Ein grüner Pfeil für Radfahrer an der einzigen Ampel in Wissen (Bahnhofstraße/B62) wird von der Verwaltung als nicht sinnvoll erachtet, da es sich um einen Unfallschwerpunkt handelt. Auch die Öffnung von Einbahnstraßen in Gegenrichtung wird aus Sicherheitsgründen abgelehnt. Ein schwacher Hoffnungsschimmer besteht darin, dass der untere Teil der Rathausstraße möglicherweise für Radverkehr auf dem Gehweg in Gegenrichtung freigegeben werden könnte - eine Prüfung steht noch aus.
Fahrradbrücke Etzbach: Planfeststellung 2025
Der Lückenschluss des Siegradwegs bei Etzbach wird vom Landkreis vorangetrieben und vom Bund gefördert. Aufgrund wasserrechtlicher Vorgaben musste die Trasse mehrfach angepasst werden. Nun soll 2025 das Planfeststellungsverfahren vorbereitet werden.
Einige Projekte machen kleine Fortschritte, während andere weiterhin durch Zuständigkeiten, fehlende Planung oder Sicherheitsbedenken blockiert sind. Die Grünen setzen sich weiter für eine zukunftsfähige und sichere Radinfrastruktur in Wissen ein. (PM/Red)
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