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Nachricht vom 19.02.2008    

Kirchenkreis fiebert Wahlen entgegen

Am kommenden Sonntag sind im evangelischen Kirchenkreis Altenkirchen die Prebyteriumswahlen. Erstmals werden in diesem Jahr die Leitungsgremien für 15 Gemeinden komplett neu gewählt. Rund um die Wahlen haben die meisten Gemeinden ein Programm "gebaut", um möglichst viele Wahlberechtigte an die Urnen zu locken. Auch von der Möglichkeit der Briefwahl erhofft man sich einen Impuls für die Wahlbeteiligung.

eckhard dierig

Kreis Altenkirchen. Gespannt blicken 15 evangelische Kirchengemeinden im Kreis Altenkirchen auf den kommenden Sonntag, 24. Februar: Erstmals werden dort komplett alle Mitglieder der Leitungsgremien (Presbyterien) neu gewählt. Eine Änderung des Wahlgesetzes sorgt für dieses Novum. Dass es aber plötzlich in einer der Kirchengemeinden einen Rat von Neulingen geben wird, ist unwahrscheinlich. Eine Mischung aus "Altgedienten" und Neubewerbern auf den Kandidatenlisten garantiert eine solche Mischung auch später in den Gremien.
Da in fast allen evangelischen Gemeinden die Presbyterien zu wählen sind (in Flammersfeld wird die Wahl später sein, in ganz wenigen Gemeinden sind bereits einige Wahlbezirke mangels Mehr-Kandidaten "entschieden", hofft man bei diesen Wahlen auf eine gute Wahlbeteiligung, so Superintendent Eckhard Dierig. Die Gemeinden hätten sich stark engagiert, um ausreichende Kandidaten-Listen aufzustellen und wollen nun gerne, dass ihre Amtsträger den Rückhalt in den Gemeinden auch durch eine guten Wahlbeteiligung spüren. Gleich drei Gemeinden setzen dabei auf eine generelle Briefwahl: Neben Wahlbenachrichtungskarten gab es in Mehren, Kirchen und Gebhardshain auch gleich die Wahlzettel per Post. Gespannt wird nun erwartet, ob diese Einladung zur Wahl mehr Menschen zur Stimmabgabe bewegt. In einigen Gemeinden, wo erst Anträge gestellt werden mussten, ist allerdings auch eine starke Nachfrage nach Briefwahlunterlagen festzustellen.
Sehr unterschiedlich fiel in der Vergangenheit die Wahlbeteiligung aus und durch das neue Wahlrecht (es gibt deutlich mehr Wahlen wie früher) mangelt es auch vielerorts an Vergleichsdaten, um die Entwicklung des Wählerverhaltens nachzuvollziehen. Klar ist allerdings: An die Beteiligung politischer Wahlen kamen die kirchlichen Wähler bislang nicht heran. Durchschnittlich rund 15 Prozent nutzten in der Vergangenheit ihr Wahlrecht. Allerdings sind traditionell auch einige Gemeinden stets sehr wahlstark. So in Hilgenroth, wo man 2004 nur knapp an der 30-Prozent-Marke (29,9 Prozent) scheiterte, oder in Schöneberg, wo immerhin 31, 40 Prozent der Wahlberechtigten, 2004 ihre Stimme abgaben.
Damit möglichst viele Menschen am kommenden Sonntag von ihrer Wahlmöglichkeiten Gebrauch machen, haben sich einzelne Gemeinden auch entsprechende Rahmenprogramme einfallen lassen. Gekoppelt sind die Wahlzeiten, die die Gemeinden selbst bestimmen können, in der Regel im Vorfeld und/oder Nachgang zu Gottesdiensten. Meist stehen die Wahlurnen aber direkt nach den Gottesdiensten, die oft auch mit besonderen musikalischen Elementen versehen sind, in den Kirchen und Gemeindehäusern offen.
Die Kirchengemeinde Altenkirchen hält neben ihrem Wahlraum auch andere kirchliche Einrichtungen am Sonntagnachmittag offen. So ab 11 Uhr die Bücherei und auch das Jugendzentrum. Daneben gibt es Musik und Unterhaltsames in der Kirche. Um 15 Uhr geben die "Conbrios" in der Christuskirche ein vielfarbiges Konzert, der Posaunenchor der Gemeinde wird ebenfalls dort zu hören sein. Das TheatroToKosmo präsentiert ab 17.30 Uhr in der Kirche die Performance "Gekreuzte Körper" in Verbindung mit besonderer Musik.
Ebenfalls musikalische Leckerbissen werden in der evangelischen Kirche in Birnbach um 17 Uhr geboten: "Planxties&Airs". Hier steht traditionelle Musik für Orgel und Whistles (Flöten) aus Irland und England mit Ulrike und Claus von Weiß (Düsseldorf) auf dem Programm. Danach geht es im Gemeindehaus auch um die Ergebnisse der Wahlen.
Während in der Kirchengemeinde Friedewald die Pfarrersfrau dafür sorgt, dass die Wahlhelfer auch kulinarisch verwöhnt werden, haben sich die Mehrener schon auf großen Andrang bei ihrem "Gemeindemittagessen" vorbereitet. Mit rund 70 Teilnehmenden wird dabei gerechnet und nach der Stimmen-Auszählung ab 14 Uhr startet eine "Wahlparty", bei der die Anwesenden dann gleich auch erfahren, wer ins neue Leitungsgremium ihrer Gemeinde gewählt wurde.
Bereits zum zweiten Mal will auch die Kirchengemeinde Kirchen nach einer Presbyteriumswahl eine "Wahlparty" organisieren. Um 15.30 Uhr geht es im Rundbau des Gemeindehauses los. Dabei soll es aber weniger um das "Knallen der Sektkorken", sondern mehr um eine fröhliche Zeit der Gemeinschaft rund um das Stimmenauszählen gehen. (pes)
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Superintendent Eckhard Dierig hofft, dass möglichst viele der 36.000 wahlberechtigten Mitglieder der evangelischen Kirchengemeinden im Kreis Altenkirchen am kommenden Sonntag auch die Chance nutzen, ihre Leitungsgremien neu zu wählen. Erstmals werden alle Presbyteriumsmitglieder neu gewählt und mit vielerlei Aktionen wird auf die Wahl hingewiesen, für deren Vorbereitung, so der Superintendent, sich die Gemeinden stark engagiert haben. Fotos: Petra Stroh
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Folgende Wahlzeiten werden in den 15 evangelischen Kirchengemeinden am kommenden Sonntag angeboten:



A L M E R S B A C H: Im Gemeindehaus Oberwambach von 11-12.30 Uhr und im Pfarrsaal in Almersbach von 15-16.30 Uhr.

A L T E N K I R C H E N: Von 11-18 Uhr im Forum der Kirchengemeinde (Gemeindezentrum in der Wilhelmstraße).

B E T Z D O R F: 12-17 Uhr Alsdorf Unterkirche; 10.30-17 Uhr Wallmenroth Vereinshaus; 11.30 -17 Uhr Gemeindehaus "Auf dem Bühl" (Barbarastraße); 10-17 Uhr Friedenskirche Scheuerfeld und 11.30-17 Uhr Gemeindehaus Gontermannstraße.

B I R N B A C H: Von 10.30-11.30 und 14-15 Uhr in der Birnbacher Kirche; 12-13 und 15.30-16.30 Uhr im Weyerbusch Gemeindezentrum.

D A A D E N: Jeweils nach den Gottesdiensten 11.15 bis 16 Uhr im Gemeindehaus Daaden, in Biersdorf im Gemeindesaal über dem Kindergarten, im Vereinshaus in Derschen und im Vereinshaus in Niederdreisbach.

F R E U S B U R G: In der Kapelle Freusburg von 11-12 und 14-16 Uhr; in der Kirche in Niederfischbach von 11-12 und 14-16 Uhr und von 12.30 bis 13.30 Uhr in der Kapelle Winnersbach.

F R I E D E W A L D: 10-16 Uhr in Nisterberg, und 11.30-16 Uhr in den Kirchen in Friedewald und Weitefeld.

G E B H A R D S H A I N (Briefwahl-Gemeinde): Jeweils nach den Gottesdiensten zusätzliche Wahlmöglichkeit: 10-11.30 Uhr im Gemeindehaus Elkenroth; 11.15-12.15 Uhr im Gemeindehaus in Gebhardshain und 17-18 Uhr in der Ev. Gesellschaft in Dickendorf.

H A M M: 11 bis 15 Uhr im Dietrich-Bonhoeffer-Haus (Ev. Gemeindehaus).

H E R D O R F - S T R U T H Ü T T E N: 11-15 Uhr in der Kirche in Herdorf und 10-14 Uhr im Vereinshaus in Struthütten.

H I L G E N R O T H: Jeweils nach den Gottesdiensten – Gemeindezentrum Eichelhardt (9.30 Uhr Gottesdienst) bis 18 Uhr und nach dem Gottesdienst in der Hilgenrother Kirche (10.30 Uhr) bis 18 Uhr.

K I R C H E N (Briefwahl-Gemeinde): 11-16 Uhr im Gemeindehaus in Kirchen und in der Kirche in Wehbach.

M E H R E N (Briefwahl-Gemeinde): Nach dem Gottesdienst ca. 11 bis 14 Uhr im Gemeindehaus.

S C H Ö N E B E R G: Wahlen rund um den Gottesdienst in der Schöneberger Kirche: 8-10 Uhr und 11-13 Uhr.

W I S S E N: 9-9.30 Uhr vor dem Gottesdienst in der Kirche in Katzwinkel; 10-11 Uhr nach dem Gottesdienst in der Kirche in Niederhövels; 11.15 bis 14.30 Uhr im Gemeindehaus in Wissen.


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