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Nachricht vom 22.07.2013    

Havanna-Express und Kohlenmeiler auf der Strecke

Es war erneut ein heißes Rennen - in jeder Hinsicht. Der Motorsportclub Grünebach startete das 8. Seifenkistenrennen und es wurde auch in diesem Jahr ein fröhliches Spektakel für Groß und Klein. Der Wanderpokal ging in diesem Jahr Klaus Schmitt mit seinem Marienkäfer-Rennfahrzeug. Viel Fantasie bewiesen die Seifenkistenbauer.

Drei flotte Damen im Havanna-Express. Fotos: anna

Grünebach. Wenn sich fliegende Teppiche und rauchende Kohlenmeiler, rollende Schaukelpferde und schnittige Flitzer die Talstraße hinabstürzen, dann ist wieder Seifenkistenrennen im Hellertal und hunderte von Zuschauern säumten die Rennstrecke.
Für Samstag, den 20. Juli hatte der MC Grünebach wieder zum diesmal 8. Seifenkistenrennen eingeladen und im Hauptrennen gingen 23 Fahrzeuge an den Start. Den Auftakt machten aber auch in diesem Jahr wieder die Kinder und da waren, wie im Vorjahr ebenfalls sechs Fahrzeuge unterwegs. Der Nachwuchs legte in seinen beiden Durchgängen eine Strecke von je 160 Metern zurück und nach einer knappen Stunde standen die Sieger fest.

Platz sechs belegte die Kindergruppe „Grünebacher Märchenland“, auf Platz fünf kam Franziska Heukäufer, Platz vier holte sich Luca Würden. Aufs Siegertreppchen schaffte es Marc Köhler mit dem 3. Platz, Mika und Lee Weber auf den 2. Platz und Nils Bender auf Platz 1.

Nach einer ausgedehnten Pause startete dann der erste Renndurchgang der Erwachsenen. Deren Rennstrecke maß nach Angaben des Rennkommentators Stefan Euteneuer (Prinz Ewig) genau 222 Meter, eine seiner Meinung nach sehr passende Zahl für Grünebach.
Erster Starter im Seniorenfeld war ein „Fuhrwäschsjong“, der als Cowboy daher kam. Allerdings hatte er wohl im Gegensatz zu vielen anderen keine Probefahrten in der Woche absolviert. Denn der Unterbau seines Schaukelpferdes rollte so schlecht, dass er nur breitbeinig laufend das Teil in Bewegung gesetzt bekam. Letztlich stieg er sogar ab und zog das Pferdchen hinter sich her. Damit war er gleich zu Beginn derart abgeschlagen, dass er keine Chance auf einen der führenden Plätze hatte.
Bevor das Rennen weiter gehen konnte, musste das DRK über die Rennstrecke und einen Verletzten versorgen. Entgegen der vorherigen Jahre waren diesmal viele Schaulustige entlang der Talstraße postiert um das Rennen zu beobachten, denn der dortige Bürgersteig lag schon im Schatten. Im Bereich des Zieleinlaufes hielten sich diesmal weit weniger Zuschauer auf, was vermuten lässt, dass es den meisten Leuten dort in der Sonne einfach zu warm war. Ein reichhaltiges Angebot an heißen Würstchen, kühlen Getränken, Cocktails, aber auch Kaffee und Kuchen stand für die Zuschauer des Spektakels zur Versorgung bereit.

Nachdem das Rennen fortgesetzt werden konnte, bewies dann aber der zweite Starter, dass es sich um ein Seifenkistenrennen handelte und war schon recht fix unterwegs. Einige der flotten Kisten hatten sich auch schon in den Vorjahren bewährt und die Piloten setzten alles daran, die Strecke in möglichst kurzer Zeit zurück zu legen.
Titelverteidiger Jochen Schmitt, der in 2011 noch mit 26,25 Sekunden über die Piste sauste, ging auch diesmal wieder mit seinem roten Renner auf Tour und schaffte die 222 Meter in 21,00 Sekunden. Damit war er aber nicht der schnellste, Cousin Klaus Schmitt kam mit seinem Marienkäfer-Renner schon nach 20,92 Sekunden ins Ziel und holte sich somit den begehrten Wanderpokal.



Auf dem dritten Platz landete das Duo Michel und Thomas Mayer mit 21,41 Sekunden. Doch längst nicht alle Teilnehmer setzten auf Zeit bei der Abfahrt durch die Talstraße. Einige hatten viel Zeit und Mühe in die Herrichtung ihres Gefährtes gesteckt und da sollten die Zuschauer auch was von sehen. So war das Quartett vom Männergesangverein mit seinem fahrenden Kohlenmeiler unterwegs. Ein Aufbau der fast eine halbe Tonne wog und von zwei Leuten daher gebremst werden musste. Da war es nicht wichtig schnell zu sein, sondern im Ziel heil anzukommen. Stilecht qualmte der Kohlenmeiler vor sich hin und im Ziel angekommen, erhielten umstehende Zuschauer ein frisch gegrilltes Würstchen.

Mit einem brennenden Glockenturm rollte die Feuerwehr über die Rennstrecke und natürlich hatte die eine funktionierende Löschvorrichtung an Bord. Mit einem fliegenden Teppich kamen Tatjana und Iris angerollt und auch ein Havanna Express sauste über die Strecke. Der Ideenreichtum der Teilnehmer wurde in einer gesonderten Prämierung ausgezeichnet. Hier gewannen Julia Wisser und Anna Hof mit ihrem Dschungel-Team, der Kohlenmeiler landete auf Platz zwei und das Team Siegtal mit Jennifer Jung, Thomas Euteneuer, Marius Boldt, Stephan Romschinski und Lilli Joanne Großer landeten auf dem dritten Platz.

Mit gut 30 Helfern war der MC Grünebach beim Seifenkistenrennen im Einsatz. Ein Dank geht an die unterstützenden Firmen, so kamen die acht Kubikmeter Sand im Zieleinlauf von Bau-King, 30 Strohballen stellte Bauer Buchen zur Verfügung, 45 Meter Bauzaun kamen von Uwe Greb und die Tankstelle Köhler spendierte Gutscheine für die Gewinner. (anna)


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