Von Betzdorf bis nach Bahrain und Stuttgart
Das Betzdorfer Unternehmen Piske und Partner feierte sein 35-jähriges Firmenjubiläum. 1978 begann alles mit Einfamilienhäusern und kleinen Umbauten – die heute noch zum Programm gehören – und setzte sich mit Projekten der Stadtplanung sowie Bauaktivitäten im Ausland fort. Mit einem Rückblick eröffnete Udo Piske das Fest.

Betzdorf. Vom Freizeitpark in Kurdistan bis zu Michael Schumachers Kart-Bahn, von der Neugestaltung eines ehemaligen Geländes der US-Armee bis zum schicken Wohnquartier in der schwäbischen Hauptstadt: mit Recht kann Udo Piske sein Unternehmen als „breit aufgestellt“ bezeichnen. Und das bereits seit 35 Jahren.
Im „Breidenbacher Hof“ in Betzdorf wurde das Jubiläum des Architektur- und Stadtplanungsbüros begangen – natürlich im Beisein von Geschäftspartner Ralf Utsch und den derzeit 15 festangestellten Mitarbeitern. Auf abgeschlossene und derzeit laufende Projekte wurde hier geblickt, wobei klar wurde, dass der Erfolg eines Unternehmens aus dem doch eher wenig bekannten Betzdorf durchaus eng mit politisch-historischen Umbrüchen und globalen Entwicklungen verwoben sein kann.
Das Stichwort Dreilinden lässt sicherlich noch viele an den ehemaligen Grenzübergang denken, heute steht dort ein Gewerbepark, der unter anderem ein beliebtes Internet-Auktionshaus zu seinen Mietern zählt. Zeitweilige Heimat für tausende US-Soldaten war hingegen die ehemalige Ayerskaserne in der Nähe von Gießen. Deren Abbruch, die Altlastensanierung und die Erschließung wurde von Piske + Partner übernommen, so dass zahlreiche namhafte Unternehmen dort inzwischen ihre Logistikzentren ansiedeln konnten.
Bei allen Problemen, die diese zum Teil mit sich gebracht haben, ist Udo Piske die Begeisterung anzumerken, als er über die Auslandsprojekte spricht. Unter anderem Rumänien, Jordanien und Bahrain können die Architekten und Städteplaner auf „ihrer“ Weltkarte verzeichnen. Im Moment steht die autonome Region Kurdistan im Fokus, deren Erdölgeschäfte für einen regelrechten Boom sorgen. Und so entsteht etwa in der Stadt Erbil ein imposanter Freizeitpark, der den Besuchern einmal Fahrgeschäfte, Hotels, Restaurants und vieles mehr bieten wird. Hier sind die Betzdorfer für sämtliche Hochbauten und die Freiflächengestaltung zuständig.
Für Freizeitspaß wurde aber auch schon in Deutschland gesorgt, wobei die Kart-Halle von Michael Schumacher nur eines von zahlreichen Projekten war, das im Nachgang zur erfolgreichen städtebaulichen Entwicklung am Kerpener Kreuz Ende der 80er Jahre entstand. Und so schloss sich ein Kreis, als Udo Piske zum Schluss seines Vortrags ganz in heimische Gefilde zurückkehrte. Vor allem mit Einfamilienhäusern hatte einst alles seinen Anfang genommen, daneben zeichnete man in Betzdorf aber ebenfalls für Projekte wie zum Beispiel die Siegpassage, die Hochbauten an der oberen Bahnhofstraße oder die Sanierung des Wolf-Geländes verantwortlich.
Mehr als 1000 Projekte wurden seit 1978 bearbeitet und auch um die Zukunft sei ihm „nicht bange“, so Piske, kann sich doch etwa die Bausumme des derzeit größten Projektes sehen lassen: 45 Millionen Euro beträgt diese für die „Maybach-Quartiere“ auf dem Stuttgarter Killesberg, wo über 30 000 Quadratmeter Mietfläche für Wohnungen entstehen. (bud)
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