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Nachricht vom 28.05.2008    

Milchviehhalter fordern fairen Preis

Die CDU-Landtagsabgeordneten Dr. Peter Enders (Altenkirchen) und Erwin Rüddel (Neuwied) unterstützen die Forderung der Milchviehhalter der Region nach einem fairen Preis. Dies unterstrichen die Abgeordneten ebenso wie der Flammersfelder Bürgermeister Josef Zolk jetzt durch ihre Teilnahme an der Eröffnung der "Milchpreisoffensive 2008" auf dem Hof "Fey" in Kescheid.

milchviehhalter

Region/Kescheid. Einen fairen Milchpreis fordern die Milchviehhalter der Region von den Molkereien und dem Lebensmitteleinzelhandel. Die CDU-Landtags-Abgeordneten Dr. Peter Enders (Altenkirchen) und Erwin Rüddel (Neuwied) zeigten jetzt durch ihre Teilnahme an der Eröffnung der "Milchpreisoffensive 2008" auf dem Hof "Fey" in Kescheid ihre Verbundenheit mit den Milcherzeugern der Region, die derzeit bis zu 15 Cent weniger für ihre Milch erhalten als noch vor einem Jahr. Da derzeit eine gütliche Einigung mit den Milchverarbeitern gescheitert
scheint, haben sich die dem BDK e.V. angeschlossenen Milchviehbetriebe entschlossen, ihre Milch zuhause zu lassen und die Molkerein nicht mehr zu
beliefern. Ihre Haltung erläuterten die Mitglieder des Bundesverbands Deutscher
Milchviehhalter (BDM) auch dem Bürgermeister der Verbandsgemeinde Flammersfeld, Josef Zolk. Die hervorragende Qualität und Frische der Milch könnten nur über einen fairen Preis von Milcherzeugern in der Region weiterhin garantiert werden. Ziel des Verbandes ist ein Systemwechsel im Milchsektor, einhergehend mit einem Basispreis von 40 Cent pro Liter Milch.
Der Basispreis von 40 Cent pro Liter Milch ermögliche allen Milchviehbetrieben
eine kostendeckende Produktion und trage somit zur Absicherung der Versorgung
bei. Dieser Vollkostenpreis bedeute aber nicht, dass sich damit der über lange
Jahre durch viel zu niedrige Milchpreise entstandene Investitionsstau schon
aufgelöst habe. Der derzeitige Milchpreis hat für die Milchbauern katastrophale
Folgen, da schon die derzeitige Kostensituation der Milcherzeuger dazu führe,
dass die deutschen Milcherzeuger ihr Produkt nicht mehr unter 40 Cent pro Liter abgeben könnten. Die Situation verschärfe sich auch dadurch, dass seit dem letzen Jahr die Produktionskosten wieder um 7 Cent je Kilo Milch gestiegen.
Erwin Rüddel, der für die Region das Bundestagsmandat anstrebt hob die besondere Bedeutung der Milchviehhalter für Umweltschutz, artgerechte Tierhaltung, Transparenz und Nachhaltigkeit der Produktion hervor. Diese Werte seien aber nur mit einem mindestens kostendeckenden Milchpreis umsetzbar. Es sei sich auch sicher, dass Verbraucherinnen und Verbraucher den Wert der Milch und der Kühe erkannt hätten und Qualität zu schätzen wüssten. Erwin Rüddel, der selbst auf einem Bauernhof aufgewachsen ist, sicherte den Milchviehhaltern Unterstützung zu.
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So protestieren die Milchviehhalter gegen die Milchpreise - sie schütten das wertvolle Lebensmittel einfach weg. Makaber.



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