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Nachricht vom 10.04.2014    

Michael Hundt kandidiert in Scheuerfeld für Bürgermeisteramt

Der Scheuerfelder Michael Hundt kandidiert für das Amt des Ortsbürgermeisters in seinem Heimatort. Nachdem sich keine Bewerber für das Amt fand, entschied er sich als parteiunabhängiger Kandidat aufzutreten. Der 43-jährige Schlossermeister will die Zusammenarbeit mit den Bürgern mehr in Mittelpunkt rücken.

Ortsbürgermeister in Scheuerfeld will Michael Hundt werden. Foto: Daniel Pirker

Scheuerfeld. Kein Kandidat für die Wahl des Bürgermeisters bei den anstehenden Kommunalwahlen. Davon mussten die Scheuerfelder bis vor kurzem ausgehen. Amtsinhaberin Katrin Klein (SPD) tritt nicht mehr an, FWG und CDU fanden auch keinen Bewerber. Nun werden die Scheuerfelder aber doch noch über einen Ortschef abstimmen können: Michael Hundt wirft seinen Hut als Parteiunabhängiger in den Ring.

Leere Worthülsen, große Visionen, leicht zu merkende Ideenhäppchen – all das sind nicht die Sache von Michael Hundt. Das wird jedem schnell auffallen, der sich mit dem 43-jährigem über seine für viele überraschende Kandidatur als Bürgermeister für Scheuerfeld unterhält. Große, konkrete Ankündigen sind dem Meister im Metallbauhandwerk also nicht zu entlocken.
Im Gespräch wird aber trotzdem deutlich, wofür der Selbstständige im Metallbau als Bürgermeisterkandidat steht.
Aber der Reihe nach: Hundt stellt sich als unabhängiger Kandidat zur Wahl. Das hat erst mal einen pragmatischen Grund: Zwar steht er als Parteiloser für den Gemeinderat auf der CDU-Liste auf einem hinteren Platz. Aber als er sich für die Bürgermeister-Kandidatur entschied, waren schon die entsprechenden Mitgliederversammlungen vorbei gewesen. So hatte er nur noch die Möglichkeit, selbst kurzfristig als Unabhängiger für das Bürgermeisteramt zu kandidieren. Diese Überlegung reifte in ihm erst, als sich niemand fand, der stattdessen antritt. Auf der CDU-Liste bleibt er aber trotzdem, weil das ansonsten „ein ganz schöner Hick-Hack“ geworden wäre.

Für die Kandidatur als Unabhängiger werden aber schnell auch andere Gründe offensichtlich: Hundt will als Bürgermeister allen neutral gegenüber stehen. Er sieht sich nicht als „Alleinherrscher“, der anderen seine Meinungen aufzwingen möchte. Der verheiratete Vater einer achtjährigen Tochter will eng mit dem Rat zusammenarbeiten, sollten die Scheuerfelder ihm am 25. Mai ihr Vertrauen schenken. Generell gelte für ihn: „Ich habe für jeden ein offenes Ohr.“ Das ist natürlich wertlos, wenn man keine Zeit aufbringen kann. Hier sieht er seine Selbstständigkeit als Vorteil – Hundt betreibt eine Schlosserei an der Hauptstraße: Er sei so eine ganze Ecke flexibler als ein Festangestellter. Durch seinen Beruf und die Qualifikation als Meister könne er außerdem für die Bürgermeistertätigkeit hilfreiches Wissen im kaufmännischen Bereich und verschiedenen Baurechten aufweisen.



Konkrete Projekte nennt Hundt nicht. Als erstes stehe an, gewählt zu werden und sich dann mit dem neuen Rat abzustimmen, dem er selbst zu Zeiten des Bürgermeisters Bernd Stahl angehörte. Und: „Es nutzt eh nichts, Sachen zu versprechen, die man eh nicht halten kann.“ Grundsätzlich würde er begrüßen, dass mehr Bürgerversammlungen stattfinden, wo kommunalpolitische Themen erläutert und diskutiert werden. Auch will er sich für mehr Informationen über die Gemeindethemen in Zeitungen, dem Mitteilungsblatt oder Internet einsetzen. Über die finanziellen Möglichkeiten macht sich der Kandidat keine Illusionen: Scheuerfeld sei immerhin mit seinen verschiedenen Angeboten vor Ort relativ gut aufgestellt. Wenn keine Gelder vorhanden seien, müsse das Bestehende erhalten werden. Großes Lob spricht er der Feuerwehr, dem Bauhof oder dem Kindergarten im Ort aus. Die kommunalen Dienstleistungen Scheuerfeld sollten auch zukünftig im Dorf bleiben.

Er selbst wohnt schon sein ganzes Leben in Scheuerfeld und hat sich nie Gedanken gemacht wegzuziehen. Insbesondere für die hinzugezogenen Scheuerfelder, die ihn noch nicht kennen können, will Michael Hundt noch einen Flyer über sich herausgeben. (ddp)


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