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Nachricht vom 11.06.2014    

Gewerbetreibende sind sauer

Die Parksituation im Bereich der Decizer Straße in Betzdorf führt zu Ärger den den dortigen Gewerbetreibenden. Beim Be- und Entladen ihrer Fahrzeuge gibt es ein Verwarngeld, die Anlieferungen sind ohnehin schwierig genug. Seit Monaten liegt eine Eingabe bei der Stadt.

Das Foto zeigt einige der Geschäftsleute die von der aus ihrer Sicht miserablen Parkplatzsituation unmittelbar betroffen sind. Foto: pr

Betzdorf. Mit großer Verärgerung blicken Gewerbetreibende der Decizer Straße auf die zuweilen katastrophale Parkplatzsituation, die Lieferungen und ein Be- und Entladen ihrer eigenen Fahrzeuge bei ihren Geschäften nahezu unmöglich machen.

Würde man sein Fahrzeug zum Be- oder Entladen abstellen, würden gleich „Knöllchen“ geschrieben, hieß es in der gemeinsamen Pressemitteilung.
Die Unternehmer fordern deshalb klare und vor allem schnelle Regelungen, die sowohl das ungehinderte Be- und Entladen als auch die Schaffung weiterer Parkmöglichkeiten für Kunden gewährleisten. Warum sich hier nichts tue und weshalb man statt Hilfe bekomme mit Verwarnungsgeldern für falsches Parken belegt werde, verstehen die Anlieger dort nicht.
"Wenn sich nichts tut, werden wir uns aus Betzdorf zurückziehen", verlautete aus den Reihen einiger Geschäftsinhaber.

Es ist völlig unverständlich, weshalb zum Beispiel die früher zweispurige (damals noch Ein- und Ausfahrt) Ausfahrt aus der Tiefgarage nicht mit drei bis vier Parkplätzen versehen wird. Platz ist genug da. Ein absolutes Halteverbot ergibt hier keinen Sinn, hieß es. In der Decizer Straße könnten mit geringem Aufwand weitere Parktaschen eingerichtet werden. Entsprechende Vorschläge liegen seit Februar der Stadt vor. Ein Antrag mit rund 100 Unterschriften, Fotos und Vorschlägen. Obwohl die Eingabe seit über drei Monaten vorliegt, tut sich nichts, kritisieren die Gewerbetreibenden.



Die Unterschriftenaktion zeige doch deutlich, dass die Menschen verärgert seien denn nicht nur Geschäftsleute, sondern auch Behinderte, ältere Menschen und ausländische Mitbürger haben sich dieser Forderung angeschlossen.
"Die Stadt Betzdorf würde sich durch ihre als stur bezeichnete Vorgehensweise zum „Gewerbeaustreiber“ machen, anstatt alles zu tun, um Gewerbetreibenden Unterstützung zu gewähren", heißt es in der Verlautbarung.

Thomas Baldus von der Firma F.K. Schmidt und Joachim Eutebach von „oos Betzdorf“ hoffen auf eine baldige Lösung der Problematik. Der derzeitige Zustand sei untragbar und würde zweifelslos dazu führen, dass die Betriebe sich aus der Innenstadt und aus Betzdorf ganz zurückziehen werden. Eine Regelung auch hinsichtlich der Be- und Entladesituation ist aus Sicht der Gewerbetreibenden vordringlich. „Wenn ich jedes Mal ein Verwarngeld zahlen muss, wenn ich mein Fahrzeug aus- und beladen muss, was zugegeben einige Zeit in Anspruch nehmen kann, dann lohnt sich an manchen Tagen das Öffnen des Geschäfts nicht. Deshalb überlegen wir ernsthaft uns aus Betzdorf zurückzuziehen.“ sagt Joachim Eutebach von „oos Betzdorf“. Andere Gewerbetreibende sehen das genauso.



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