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Nachricht vom 26.07.2014    

Über das C in CDU diskutiert

Das christliche Menschenbild bestimmt die Politik der CDU – da waren sich die Zuhörer der Vorträge einig. Der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel führte durch eine interessante Diskussion in Horhausen.

Am Kardinal-Höffner-Denkmal in Horhausen trafen sich Staatssekretär a.D. Manfred Speck, der Vorsitzende des Kardinal-Höffner-Vereins Bernhard Meffert, Bürgermeister Josef Zolk, Karl Schiewerling MdB, Erwin Rüddel MdB und Ortsbürgermeister Thomas Schmidt (von links).
Foto: Reinhard Vanderfuhr

Horhausen. „Das christliche Menschenbild – das Bild eines Menschen, der zur Freiheit berufen ist und der in Solidarität zu seinen Mitmenschen steht, ist gleichermaßen Leitbild wie Basis für die Politik der CDU/CSU. Insofern ist das „C“ in unserem Parteinamen für uns Programm“, betonte Karl Schiewerling, als arbeitsmarkt- und sozialpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion sowie als Vorsitzender des Kardinal-Höffner-Kreises im Deutschen Bundestages, bei einer Veranstaltung im Kaplan-Dasbach-Haus in Kardinal-Höffners-Geburtsort Horhausen. Dorthin hatte der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel eingeladen.

Erwin Rüddel sagte eingangs, es gebe oft Vorbehalte, dass sich die CDU vom „C“ entfernt habe, dies werde aber der Christ und Politiker Karl Schiewerling sicherlich widerlegen. Der unterstrich: „Gerade das christliche Menschenbild ist in der Geschichte unserer Partei, der CDU, tief verwurzelt – in christlichen Werten und im Glauben. Die CDU ist eine ökumenische politische Bewegung, die sich in Verantwortung vor Gott und den Menschen versteht“, so Schiewerling, der auch das Amt des Vorsitzenden des Kardinal-Höffner Kreises, als „Forum engagierter Christen“ an der Nahtstelle zwischen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, begleitet.

Gerade in einer sich immer mehr verändernden Welt, mit ihren vielen unterschiedlichen Ansichten und Erfahrungen, sei es wichtig, der Herausforderung Freiheit in Verantwortung und dem Auftrag zur Nächstenliebe, zur Barmherzigkeit und Gerechtigkeit, zu entsprechen. Dabei gelte es die Interessen stets neu abzuwägen. Immer wieder stehe die Politik vor neuen Problemen, die gemeistert werden müssten. „Dabei verfolgen CDU und CSU aber keine Ideologien. Es geht vielmehr um eine pragmatische Politik, die den Menschen dient und ihnen Raum zur freien Entfaltung gibt“, unterstrich der Referent aus dem Münsterland.

Der Landesvorsitzende des Kolpingwerkes NRW ging dabei auch ganz speziell auf das Thema „Familie“ ein. Dabei stelle sich grundsätzlich die Frage: „Was ist Familie?“ Die Bedeutung der Familie sei für die CDU im Kern eine Wesensauffassung der CDU/CSU. „Familie ist da, wo Kinder sind, wo Menschen füreinander Verantwortung tragen“, äußerte der Christdemokrat und verwies auf ein Zitat des katholischen Priesters und Gesellvaters Adolph Kolping: „Das Schicksal der Familie ist über kurz oder lang das Schicksal des ganzen Landes“.



Für die CDU/CSU-Fraktion stehe die Familie im Zentrum der Gesellschaft. Dem Menschen sei als Geschöpf Gottes mit Würde zu begegnen. „Ich kann das christliche Menschenbild nur leben, wenn ich an Gott und an Christus glaube. Und der Glaube beinhaltet auch Tod, Auferstehung und Vergebung. Denn das christliche Menschenbild ist nicht eine Reduzierung auf Wohltaten, es zeigt sich vielmehr insbesondere einmal mehr auch am Schutz des Lebens – und das am Anfang und am Ende“, bekräftigte Karl Schiewerling.

Wichtig sei bei alledem die christliche Wertfrage in der Gesellschaft. „Wir sind politisch gefordert uns für christliche Werte einzusetzen – für das christliche Menschenbild, für die Würde des Menschen. Und wir müssen uns jeden Tag bemühen, dass diese Grundlage gegeben ist“, rief der Christdemokrat auf. Dem schlossen sich in einer engagierten Diskussion auch Besucherinnen und Besucher der Veranstaltung an, indem sie hervorhoben: „Gelebte Liebe macht das „C“ aus. Den Bezug zu Gott zu leben ist eine tägliche Herausforderung.“

Erwin Rüddel ließ an der Bedeutung des „C“ im Namen der CDU/CSU keine Zweifel und sprach von einer großen Diskussion mit Tiefgang. Der spezielle Dank galt seinem Bundestagskollegen und Gastredner Karl Schiewerling. „Wir werden die hier erörterte Thematik in den nächsten Jahren weiter vertiefen und uns diesen Fragen noch intensiver stellen“, versprach Erwin Rüddel.



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