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Nachricht vom 15.09.2014    

Ein besonderer Festtag in Wissen: 125 Jahre Kolpingsfamilie

"Treu Kolping!" - das hörte man beim Geburtstagsfest der Kolpingsfamilie Wissen öfters. Das Jubiläumsfest "125 Jahre Kolpingsfamilie" bot den Rückblick, den Einblick in das Leben des großen Sozialreformers und die Würdigung der Menschen, die jahrzehntelang in der Kolpingsfamilie wirkten und dies heute auch tun. Das Jubiläumsfest führte viele Gäste in die Stadt.

Die Farben des Kolpingswerks und die Fahnen auf dem Weg von der Kirche zum Festakt ins Pfarrheim. Fotos: Helga Wienand-Schmidt

Wissen. Ein Jubiläumsfest mit vielen besonderen Facetten feierte die Kolpingsfamilie Wissen am Sonntag, 14. September. Die Festfolge begann mit einem Hochamt in der Pfarrkirche „Kreuzerhöhung“, es war zugleich das Patroziniumsfest und 100 Jahre Kirchenneubau.
Weihbischof Dr. Klaus Dick hatte die Botschaft des Kreuzes in den Mittelpunkt der Predigt gestellt, die Botschaft, die auch Adolph Kolping in den Mittelpunkt seines Handelns stellte und heute mehr denn je gefragt ist. Die Kantorei und der Kirchenchor Mittelhof sowie ein Bläserquartett hatten den festlich musikalischen Rahmen mit der „Turmbläsermesse“ (Fridolin Limbacher) unter der Leitung von Kirchenmusiker Andreas Auel gebildet.

125 Jahre sind zwar nur ein Wimpernschlag in der Zeitgeschichte, aber für eine Region und die Menschen die dort leben eine lange Zeit. Der katholische Gesellenverein, am 14. September 1889 in Wissen gegründet, später dann umfirmiert in Kolpingsfamilie, ist aus dem Leben der Menschen nicht wegzudenken. Zum Festakt im Pfarrheim begrüßte der Vorsitzende Richard Walter die zahlreichen Gäste aus Kirche, Politik und Gesellschaft. Die Kolping-Abordnungen aus dem Bezirk Oberberg, aus den Nachbarorten sowie die KAB und DJK-Vertreter und die Mitglieder. Ein besonderer Gruß galt Weihbischof Dr. Klaus Dick, Bezirkspräses Pfarrer Günter Rindermann, der stellvertretenden Vorsitzenden des Kolping-Diözesanverbandes, Sabine Terlau, dem Bezirksvorsitzenden Hans-Gerd Remmerscheidt, Landrat Michael Lieber, den Landtagsageordneten Anna Neuhof und Dr. Peter Enders.

Walter ging in seiner Ansprache auf die Anfänge des Gesellenvereins ein, der sich damals schon eine Satzung gab, in der unter anderem die Aufgaben Bildung, Geselligkeit und Hilfe in der Not festgeschrieben waren. Auch die Veränderungen der 125 Jahre skizzierte der Vorsitzende, so wies er auf die Entstehung der heutigen Stadt- und Feuerwehrkapelle hin. Auch auf den ersten eigenen Stand beim Jahrmarkt der katholischen Jugend im Jahr 1984. 113 Mitglieder sind heute in der Kolpingsfamilie Wissen und es gibt rund 30 ganz unterschiedliche Veranstaltungen.
Bürgermeister Michael Wagener gratulierte für die Stadt und Verbandsgemeinde. 125 Jahre Kolping in Wissen habe die Entwicklung in den unterschiedlichen Epochen bis heute geprägt, und die Kolpingsfamilie sei wichtiger Bestandteil der Gemeinschaft, mit Engagement in vielen Bereichen so auch der Partnerschaften. Wagener, selbst Kolpingsbruder, übernahm die Moderation, und wie es üblich ist, folgte der Reigen der Grußworte und Glückwünsche.
Die Kolpingsfamilie sei heute eine Gemeinschaft für Jung und Alt, dies gelte heute mehr denn je, so Sabine Terlau, stellvertretende Diözesanvorsitzende, die Glückwünsche und Grüße aus Köln mitbrachte. Landrat Michael Lieber gratulierte und dankte für die Festveranstaltung, die an den Sozialreformer Kolping erinnere und schlug den Bogen zu Friedrich Wilhelm Raiffeisen. Für die evangelische Kirchengemeinde sprach Kurt Höblich, der das gute Miteinander im Sinne Kolpings betonte. Gratulationen gab es von den Vertretern aus dem Bezirk Oberberg und dem Bistum, der KAB Birken-Honigsessen, der DJK Wissen-Selbach, der Kolpingsfamilie Gebhardshain und Grünebach und der kfd Wissen.
Für die passende Festmusik hatte die Stadt- und Feuerwehrkapelle gesorgt. Das zu einem Geburtstagsfest ein gutes Essen gehört, dafür hatte Kolpingsbruder Georg Stausberg und sein Team bestens gesorgt. Die Gäste des delikaten Mahls wurden um eine Spende für das Kolping-Partnerland Kolumbien gebeten.

In den Festsonntag gehörte die Ausstellungseröffnung im Kuppelsaal der Verbandsgemeinde. „Kolping kommt aus Kerpen“ - die Ausstellung erzählt auf 35 Tafeln vom Leben und Wirken des Schäfersohnes Adolph Kolping, geboren 1813 in Kerpen. Den Festvortrag und die Einführung in die Ausstellung gab Stadtarchivarin Susanne Hark-Schmidt. Die sehenswerte Ausstellung ist bis zum 28. September jeweils mittwochs und freitags von 16 bis 19 Uhr geöffnet, sonntags von 10 bis 13 Uhr. Gruppen und Schulklassen können sich anmelden, dann gibt es Sonderöffnungszeiten.

In eine richtige Familienfeier gehören Kaffee und Kuchen, und wenn jemand Geburtstag feiert natürlich eine Geburtstagstorte. Die gab es am Nachmittag, eigens von Hubert Brendebach kreiert und gebacken. Zum Nachmittag kam Ehrenpräses Pfarrer Rudolf Scheurer und brachte die Grüße von Weihbischof Dominikus Schwaderlapp mit. Eingebettet in den gemütlichen Nachmittag waren die Jubilarehrungen.



Da zeigte sich dann deutlich: Einmal in der Kolpingsfamilie, immer dabei. Seit 65 Jahren dabei sind Benno Stahl und Erwin Hombach. Die beiden Männer prägten teils in engagierter Art die Arbeit der Kolpingsfamilie nach dem Krieg. Für 50 Jahre Mitgliedschaft wurde Gerhard Horneck und Heinz Winters geehrt, für 40 Jahre Albert Rödder. Seit 25 Jahren ist Manfred Steinmann in der Kolpingsfamilie. Die Männer erhielten Urkunden, Geschenke und die entsprechenden Nadeln. Mit dem Kolpingslied, gemeinsam gesungen ging der offizielle Teil der Jubiläumsfeier zu Ende.
Auch das gehört zur Kolpingsfamilie: Seinen 75. Geburtstag feierte Bernd Utsch im Kreise der Gemeinschaft und das jüngste Mitglied der Kolpingsfamilie, die zweieinhalbjährige Mia-Pauline war natürlich auch dabei. Sie wird dann vielleicht beim 150. Geburtstag an die Wurzeln und die Werte Kolpings erinnern, die heute keineswegs unmodern sind. (hws)


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