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Nachricht vom 15.09.2014    

Schützenbruderschaft feierte Jubiläen mit einer Zeitreise

Vor der historischen Kulisse des Schönsteiner Schlosses fand anlässlich der Jubiläen „425 Jahre Protektorat des Hauses Hatzfeldt“ und „300 Jahre Wiederaufrichtung der Schützenbruderschaft“ ein mittelalterlicher Markt im Bereich des Schlosshofes statt. Da gab es Wildsau am Spieß für den Gaumen und viel Unterhaltung.

Die abendliche Feuerschau gehörte mit zum mittelalterlichen Spektakel. Fotos: Manfred Hundhausen

Wissen-Schönstein. Am Samstag, 13. September und Sonntag, 14. September, fand auf Schloss Schönstein ein historischer Markt mit vielerlei Unterhaltung statt. Schönsteiner Bürger führten an beiden Tagen mehrmals ein Theaterstück auf, und Gaukler und Schausteller aus nah und fern gaben sich ein Stelldichein. Die Wildkammer verwöhnte die Gäste mit vielen Spezialitäten.
Gefeiert wurden die Jubiläen „425 Jahre Protektorat des Hauses Hatzfeldt“ und „300 Jahre Wiederaufrichtung der Schützenbruderschaft“ mit einem mittelalterlichen Markt, für den das Haus Hatzfeldt den Schlossbereich geöffnet hatte. Eine Zeitreise zu altem Handwerk, Gauklern und Musikanten sowie kulinarische Köstlichkeiten wurden den zahlreichen Besuchern gegen Eintritt geboten.

An den mittelalterlich herausgeputzten Ständen wurde historisches Handwerk vorgeführt, mittelalterliche Speisen und Getränke zur Verköstigung gereicht sowie Handwerkskunst verkauft. Puppenspiele und Mitmachaktionen für Kinder sorgten für ein reichhaltiges, unterhaltsames Programm für Groß und Klein.

„Selten kommen sie aus ihren Kemenaten“ schrie ein Ausrufer über den Schlossplatz. Doch Nikolaus Graf Hatzfeldt zu Wildenburg mit Gräfin Gabriele ließ es sich nicht nehmen, sich in den zwei Tagen in mittelalterlichen Kostümen unters Volk zu mischen. Dem Schlossherren nebst Gattin war es auch vorbehalten, die ersten Stücke von der, aus den gräflichen Wäldern gewilderten am Spies gebratenen 60 Kilo Wildsau zu verköstigen. „Und falls ein paar Brotkrumen vom Tische fallen, so dürfen es sich die Kinder holen“, verkündete der Ausrufer.

Gaukler und Musikanten unterhielten die Besucher an beiden Tagen mit Späßen und alten Weisen. Mitglieder der Schützenbruderschaft als Landsknechte verkleidet luden in ihr Lager ein, defilierten durch den Schlosshof, stellten Torwachen und sorgten in den zwei Tagen für den Schlossfrieden. In stilvollen Gewändern beteiligten sich auch die Schützenfrauen an dem Spektakel.

„Schützen und beschützen“ - diese Motto verbindet das Haus Hatzfeldt mit der Schützenbruderschaft Schönstein seit Jahrhunderten. Schriftführer Bernhard Baur von der Schützenbruderschaft zeigte sich für die Bereitschaft, den Schlossbereich für ihre Festlichkeiten zu öffnen, dankbar gegenüber dem Hause Hatzfeldt. Er verwies darauf, dass Schönstein immer noch ein Dorf mit einem starken Zusammengehörigkeitsgefühl sei, zu dem auch das Miteinander mit der Familie Hatzfeldt gehöre.



Der Abschluss am Samstag endete mit dem „Nachtwächtersignal“ und am Sonntag durfte ein jeder noch einmal die Kunst zeigen die in ihm wohnt. Ein gelungenes Fest der St. Sebastianus-Schützenbruderschaft Schönstein in Kooperation mit dem Hause Hatzfeldt fand bei schönem Wetter, vor allem am Sonntag einen großen Anklang bei der Bevölkerung und die Veranstalter zeigten sich mit dem Verlauf sehr zufrieden.

Organisiert wurde der Markt von der St. Sebastianus Schützenbruderschaft 1402 vom Heister zu Schönstein e.V. in Zusammenarbeit mit dem Hause Hatzfeldt und dem Unternehmen „Le petit festival“.

Die Schönsteiner spielten Theater
Auf dem Amtsgericht im Schlosse Sconensteyne (Schönstein) - Gerichtsverhandlung
1. Szene: Wissener Bauern, genannt "Breimerlsäcke", werden vom Schönsteiner Schultheis Buchen (dargestellt von Mike Rodigast) wegen Fischfrevels verurteilt und weil sie ihren Getreidezehnt und Pachtzins nicht abgeliefert hatten. Strafmaß: Sie wurden an den Orten des Fischfrevels unter Wasser getaucht und mussten im Verlies des Schönsteiner Schlosses angekettet werden. Auf feuchtem Boden liegend wurden sie mit Breimerlsuppen ernährt. Von dieser Verhandlung in Wissen - die Wissener Übeltäter weigerten sich nach Schönstein zu kommen- berichteten dem Grafen der Schultheis und der Secretario dargestellt von Uwe Büch.
2. Szene: Eine Marktfrau (Walburga Lauer) hat beim Wiegen ihrer Waren falsche Gewichte verwendet und somit gegen die Marktordnung von Sconensteyne verstoßen. Sie wird von Bütteln (Stadtknechte) vor das Tribunal des Amtsgerichts Schönstein gezerrt (Gräflicher Marktrichter- dargestellt von Bruno Wagner). Verurteilung zu 5 Thalern Sconensteyn'scher Prägung als Spende an das Spital zu Wissen. Am Pranger angebunden wurde sie mit ihrem eigenen Mehl bestäubet. Verfasser und Regie: Bruno Wagner. (phw)



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