Evangelischer Kirchenkreis lädt zum Partnerschaftssonntag ein
Am Sonntag, 21. September finden der Partnerschaftssonntag des Evangelischen Kirchenkreises in Herdorf-Struthütten statt. Pfarrer Joachim Dührkoop berichtet aus Partnerkreis Muku und zur Situation der Menschen. Der Sonntag beginnt mit einem Gottesdienst, der auch afrikanische Elemente enthalten wird.

Herdorf. „Das Zusammenleben in der Partnerschaft“ – angelehnt an den biblischen Text aus 1.Thessalonischer 5, 12-23 – ist Motto des diesjährigen Partnerschaftssonntags des Evangelischen Kirchenkreises Altenkirchen. Seit über 30 Jahren sind die evangelischen Christen aus dem Kirchenkreis Altenkirchen mit ihren Partnern aus dem Kirchenkreis Muku in der Demokratischen Republik Kongo verbunden. Beim Partnerschaftssonntag, der immer in einer anderen Gemeinde des Kirchenkreises begangen wird, ist für alle Interessierten Gelegenheit, sich ausgiebig mit dem (schwierigen) Leben der Partner in Muku auseinanderzusetzen. Diesmal in der Evangelischen Kirchengemeinde Herdorf-Struthütten am Sonntag, 21. September.
Gegenseitige Besuche gestalten sich auf Grund der politischen/kriegerischen Situation in den vergangenen Jahren immer schwieriger – eine Delegation aus Muku war zuletzt 2010 im Kreis Altenkirchen, geplante deutsche Gegenbesuche mussten immer wieder ausfallen – dennoch besteht ein reger Austausch zwischen den Partnern. Ob auf dem herkömmlichen Postweg oder mit neuen elektronischen Möglichkeiten, manchmal auch per „Kurier“: die Verbindungen bestehen!
Nicht zuletzt auch durch den Besuch des für mehrere rheinische Kirchenkreise (darunter auch Altenkirchen) zuständigen Ökumene-Pfarrers Joachim Dührkoop, der in 2013 mehrere Wochen im Kirchenkreis Muku unterwegs war und viele Bilder, Eindrücke und Informationen mitbrachte.
Durchaus ambivalent ist, was Pfarrer Dührkoop in Afrika erlebte: Herzliche Gastfreundschaft und fröhliche Gottesdienste mit viel Musik und Tanz auf der einen Seite und dann auch immer wieder die erschütternden Berichte des von Krieg und Gewalt erschütternden Landes mit all seinen schrecklichen Folgen für die Menschen, die dort leben. Flüchtlingsschicksale, verwundete Menschen an Leib und Seele, zerstörte Infrastruktur in den Dörfern, aber immer wieder auch „Hoffnungszeichen“ und gelebte Solidarität.
Beim Partnerschaftssonntag (früher: Kreismissionsfest), der immer in einer anderen Gemeinde des Kirchenkreises begangen wird, ist für alle Interessierten Gelegenheit, sich ausgiebig mit dem (schwierigen) Leben der Partner in Muku auseinanderzusetzen.
Beginnen wird das Programm mit einem Gottesdienst um 10 Uhr in der Evangelischen Kirche.
Zum Gottesdienst mit afrikanischem Flair (Predigt: Pfarrer Joachim Dührkoop (GMÖ Mittelrhein-Lahn) gehören auch Gospelmusik und afrikanische Musik, die auch im weiteren Programm immer wieder auftauchen werden. So beim „Trommeln in der Kirche“ ab 11 Uhr mit dem aus Muku stammenden Michel Sanya Mutambala, oder ab 15 Uhr beim Ausklang bei Kaffee und Kuchen im Gemeindehaus.
Zwischendrin gibt es – neben entsprechender Verköstigung – im Gemeindehaus auch viele Informationen rund um die Partnerschaft mit den afrikanischen Freunden. Um 14 Uhr zeigt Pfarrer Joachim Dührkoop im Gemeindehaus auch Bilder aus der Partnerschaft und berichtet von seinen Gesprächen und Erlebnissen im Kirchenkreis Muku.
Die Kollekte und der Erlös des Partnerschaftssonntags sollen zum Kauf eines dringend für den weitläufigen Kirchenkreis Muku benötigten Autos verwendet werden.
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