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Nachricht vom 30.07.2008    

Übung: KSK wurde evakuiert

Großalarm am Dienstag Nachmittag in der Kreissparkasse in Altenkirchen. Das Gebäude musste wegen eines gemeldeten Brandes im Obergeschoss umgehend evakuiert werden. Die Feuerwehr war alarmiert. Gottlob war es aber nur eine Übung die Mitarbeiter und Kunden überraschte, deren Notwendigkeit aber alle anerkannten. Anerkannt wurde auch, dass alles hervorragend klappte.

evakuierung

Altenkirchen. Ein nervender, durchdringender und lang anhaltender Sirenenton erfüllte das gesamte Geschäftsgebäude der Kreissparkasse Altenkirchen - Schalterhalle und die Büroräume in allen Gebäudeteilen. Die Kunden wurden freundlich gebeten, das Gebäude zu verlassen, aus allen Büroräumen kamen nach und nach die Mitarbeiter, manche von ihnen hatten bereits Warnwesten an und/oder hatten Schilder mit Funktionshinweisen angeheftet oder umgehängt. Alle strebten zielsicher und ruhig zum Seitenausgang, der speziell für Notfälle ausgewiesen ist. Der Haupteingang war zwar noch begehbar, wäre aber im Ernstfall verschlossen gewesen, um weiteren Zugang zu verhindern. Jetzt stand er offen, um Beobachtern der Szenerie die Möglichkeit der freien Bewegung zu bieten.
Um 16 Uhr war von der KSK Altenkirchen der Polizei-Inspektion Altenkirchen ein Brandausbruch in einem der oberen Büroräume gemeldet worden. Diese ihrerseits gab den Alarm unmittelbar an die Verbandsgemeinde-Feuerwehr, Löschzug Altenkirchen, weiter. Ohne Sirene wurden die Feuerwehrleute in den Einsatz gerufen. Die KSK- Mitarbeiter hatten inzwischen alle in geordneter Form das Gebäude verlassen und sich am vorgegebenen Sammelpunkt eingefunden. Dort warteten die weiteren Geschehnisse ab. Auch die Chefetage mit Dr. Andreas Reingen befand sich auf dem Schlossplatz und beobachtet den weiteren Ablauf. Sechs, sieben Minuten mögen verflossen sein, als die Sirenen der Feuerwehr-Einsatzfahrzeuge zu hören waren und deise in zügiger Fahrt auf den Schlossplatz einschwenkten, ihre vorgegebenen Stellungsräume bezogen. Von rasender Fahrt und blindem Aktionstreiben keine Spur. Die leitenden Einsatzkräfte gingen nach Plan vor. Für den Ernstfall, von diesem wurde zwar bei der Alarmierung noch ausgegangen, aber bereits beim Eintreffen merkten die erfahrenen Feuerwehrleute dass es sich um eine Übung handelte, sind die Pläne griffbereit und zeigen auf, was, wo und wie zu erfolgen hat. Besondere Vorkommnisse natürlich ausgenommen.
Wehrführer Michael Heinemann nahm Kontakt mit dem Sicherheits-Beauftragten der KSK, Jörg Orthen auf. Es wurde überprüft, ob alle Personen das Haus verlassen haben und wo was geschehen ist. Das alles geschah parallel mit der Vorbereitung des Erstangriffes. Acht Feuerwehrleute legten die Atemschutzgeräte an, andere bereiteten die Spritzen und Schläuche vor. Dann, nicht einmal eine Minute später, ging der erste Angriffstrupp, immer zwei Mann, in das Gebäude vor und erreichte über das Treppenhaus das obere Geschoss. Er hatte die Aufgabe, nach einer vermissten Person zu suchen und das Feuer, soweit erforderlich, zu bekämpfen. Der Löscheinsatz und die Personenrettung waren bei dieser Evakuierungsübung zweitrangig. Im Vordergrund stand die Überprüfung des Sicherheitsstandards der Kreissparkasse, im Fokus die Ausstattung der Räumlichkeiten, Fluchtwege, Notfallset, Feuerlöscher und die Notfallausbildung der Mitarbeiter. Hierbei fiel besonders ins Gewicht, wie sich die Mitarbeiter in einer Notsituation verhalten, wie weit sie auf Anordnungen reagieren, die Ruhe bewahren und sich nicht panisch verhalten. Das alles lief recht reibungslos ab. Die nötigen Unterlagen waren vorhanden, die Kontaktpersonen zur Feuerwehr an den Warnwesten gut zu erkennen. Im Sammelbereich standen Hilfsmittel zur Verfügung, wie Erste Hilfe, Decken und Defibrillator. Dr. Andreas Reingen zeigte sich zufrieden mit dem Ablauf der Übung. Die Zusammenarbeit verlief reibungslos. Der Ernstfall, so Wehrführer Heinemann, sehe etwas anders aus, aber mit solchen Übungen würden eben Schwachpunkte aufgezeigt, die es gelte zu beseitigen. Ein Grund für die erweiterte Zeit bis zum Eintreffen der Feuerwehr sei der Umstand, dass die Kumpstraße gesperrt und nicht befahrbar sei. Daher musste ein Umweg genommen werden, der die Anrückzeit verlängerte.
Angetan von der Übung waren auch viele Zuschauer, die sich zu diesem Zeitpunkt in der Fußgängerzone aufhielten. Auch verschiedene Kunden, die zu diesem Zeitpunkt noch in die Bank wollten, zeigten Verständnis für den Einsatz und erkannten die Notwendigkeit. Der Feueralarm und die Evakuierungsübung, so Mitarbeiterin Alexandra Schleiden, habe zum Wohle der Kunden und der Mitarbeiter gezeigt, dass das Brandschutzkonzept nicht nur auf dem Papier stehe, sondern von allen Beteiligten verantwortungsvoll umgesetzt wurde. (wwa)
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Dr. Andreas Reingen und seine Mitarbeiter beobachten das weitere Geschehen. Fotos: Wachow


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