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Nachricht vom 12.12.2014    

VG Flammersfeld startet mit First Responder-System

Die Verbandsgemeinde Flammersfeld richtet ein "First-Responder-System" oder auch bekannt unter „Helfer vor Ort-System" innerhalb ihres Gebietes ein. Jetzt wurde die Genehmigung der für das Rettungswesen zuständigen Kreisverwaltung in Montabaur erteilt, um ab Januar von der Rettungsleitstelle alarmiert zu werden. Damit steigen die Überlebenschancen bei notfallmedizinischen Indikationen enorm.

Die First Responder-Gruppe nimmt ab Januar ihren Dienst auf. Foto: pr

Flammersfeld. Die Verbandsgemeinde Flammersfeld richtet ein First-Responder-System oder auch bekannt unter „Helfer vor Ort-System" innerhalb ihres Gebietes ein. Jetzt wurde die Genehmigung der zuständigen Kreisverwaltung in Montabaur erteilt, die für das Rettungswesen zuständig ist.

Ein First-Responder-System ist eine Einrichtung der kommunalen Selbstverwaltung zur Verbesserung der Notfallversorgung innerhalb der Verbandsgemeinde. In diesem Fall wurde der DRK Ortsverein - Bereitschaft Horhausen - damit betraut, eine solche Gruppe zu installieren. Die Gruppe besteht aus notfallmedizinisch ausgebildeten Personen, die in ihrer Freizeit freiwillig und unentgeltlich als „Vorhut“ des Regelrettungsdienstes zu Notfällen gerufen werden und so das „Therapiefreie Intervall“ vom Auffinden einer Person bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes nochmal verkürzen sollen.

Die Helfer-vor-Ort ersetzen nicht den Rettungsdienst, sondern werden zusätzlich zum Rettungsdienst mitalarmiert. Ein First-Responder fährt dann mit seinem PKW zum Notfallort und beginnt mit der Notfallversorgung bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes. Hier geht es nicht um die rettungsdienstliche Vollversorgung, sondern um qualifizierte Ersthelfermaßnahmen.

Das Einsatzgebiet der First-Responder schließt die gesamte Verbandsgemeinde ein. Jedoch sollte ein Helfer nicht länger als fünf Minuten zum Einsatzort brauchen. Da dieses System auf Freiwilligkeit beruht, gibt es keinen Rechtsanspruch des Bürgers auf Anwesenheit des First-Responders. Somit kann es sein, dass aus unterschiedlichsten Gründen im Einzelfall kein Helfer vor Ort ist.

Jeder First-Resonder ist in Erste-Hilfe, im Sanitätsdienst sowie in der Wiederbelebung qualifiziert ausgebildet. Die Gruppe besteht aus Mitgliedern von unterschiedlichsten Bereichen. So gehören ihr Mitglieder aus dem Sanitätsdienst, der Feuerwehr, dem Pflege- und Intensivpersonalbereich und dem Rettungsdienst an.
Die Ausstattung besteht aus einer eindeutig gekennzeichneten Schutzkleidung des Deutschen Roten Kreuzes mit der Beschriftung „First-Responder“. Zudem verfügt jedes Mitglied über einen amtlichen Ausweis der Verbandsgemeinde, der im Einsatz mitgeführt wird. Jeder Helfer-vor-Ort verfügt über einen eigenen Notfallrucksack. Die Ausstattung dieser Rucksäcke ist entsprechend auf Notfallmaßnahmen ausgerichtet und besteht unter anderem aus Mitteln zur Beatmung, Blutdruck- und Blutzuckermessgerät, Pulsoxymeter (zur Messung des Sauerstoffgehaltes im Blut), Verbandsmaterial, Schienenmaterial für Brüche, Halskrause und einer Absaugpumpe. Außerdem werden auch ein Kohlenmonoxid-Warner, Rettungsmesser und Taschenlampe mitgeführt. Es handelt sich um eine umfassende Ausstattung, die bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes eine gute Versorgung des Patienten ermöglicht.



In der jüngsten Besprechung dankte Bürgermeister Josef Zolk dem Verbandsgemeinderat für seine Entscheidung. In seiner letzten Sitzung hatte sich das Gremium einstimmig für die Einrichtung des First-Responder-Systems innerhalb der Verbandsgemeinde Flammersfeld ausgesprochen und entsprechende Mittel für die Ausstattung der Gruppe bereitgestellt.

Weiterhin dankte Zolk den Mitgliedern Mario Pees (Bereitschaftsleiter DRK Horhausen), Holger Mies (Rettungsdienst Horhausen) und André Wollny (Sachbearbeiter VG-Verwaltung), die gemeinsam die notwendigen Vorbereitungen für die Einrichtung des Systems übernahmen. Abschließend sprach er seine große Anerkennung allen Teilnehmern für ihre Bereitschaft aus, sich ehrenamtlich für den Dienst am Nächsten einzusetzen. Zolk wünschte der Gruppe viel Erfolg und hofft, dass durch die Mitglieder möglichst vielen Menschen in Notfallsituationen entscheidend geholfen werden kann.

Die First-Responder-Gruppe beginnt mit 12 Teilnehmern, die innerhalb der Verbandsgemeinde Flammersfeld wohnen. Interessierte Bürger, die ebenfalls in der Gruppe mitarbeiten wollen, sind in jederzeit herzlich willkommen. Eine fehlende medizinische Ausbildung kann hierbei auch über das DRK Horhausen absolviert werden. Informationen erhalten Sie bei der Verbandsgemeindeverwaltung Flammersfeld unter der Telefonnummer 02685/809-121 (André Wollny).


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