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Nachricht vom 31.01.2015    

Kommunalreform ist auch bei der Feuerwehr ein Thema

Neben zahlreichen Ehrungen und Verpflichtungen war auch die geplante Kommunalreform ein wichtiges Thema bei der Jahresversammlung der Freiwilligen Feuerwehr der Verbandsgemeinde Gebhardshain. Schlimmstenfalls wäre die Sicherheit von mehr als 7.000 Bürgern gefährdet, wenn die Feuerwehr künftig erst in mehr als 20 Minuten am Einsatzort eintreffen würde.

Michael Schuhen und Alois Mockenhaupt wurden mit dem silbernen Feuerwehr-Ehrenzeichen am Bande für besondere Verdienste geehrt.
Fotos: Linda Weitz

Malberg. Die geplante Fusion der Verbandsgemeinde beschäftigt auch die Freiwilligen Feuerwehren im Gebhardshainer Land. Sowohl Bürgermeister Konrad Schwan als auch Wehrleiter Björn Jestrimsky appellierten in ihren Ansprachen an die Kameraden, sich gegen eine Zerschlagung der Verbandsgemeinde auszusprechen.

"Unsere Feuerwehr ist immer zur Stelle, wenn sie gebraucht wird. Die Bürger hier sind sehr froh, dass es die Feuerwehr gibt", erklärte Bürgermeister Konrad Schwan. Das große Interesse an den Lehrgängen sowie den immensen Zeitaufwand, für den die Ehrenamtlichen viel Freizeit und Arbeit investierten, lobte er: "Dafür kann man nicht genug danken!" Auch das Thema Kommunalreform sprach Konrad Schwan an. Sein erklärtes Ziel sei es nach wie vor, die 12 Ortsgemeinden als Verbandsgemeinde in eine andere Verbandsgemeinde zu überführen. Eine Zerschlagung habe große Auswirkungen auf die unterschiedlichsten Lebensbereiche. Auch die Feuerwehr wäre unangenehm betroffen. "Wir müssen die Zukunft aktiv gestalten und den Bedarfsplan fortschreiben", erklärte Konrad Schwan. Das Ziel müsse es sein, die Feuerwehr im Gebhardshainer Land schlagkräftig zu erhalten, damit sich die Bevölkerung nach wie vor sicher fühlen kann. "Wir sind für euch da, auf uns könnt ihr euch verlassen!" lautete die klare Botschaft des Verbandsgemeinde-Bürgermeisters.

Wehrleiter Björn Jestrimsky erläuterte in seinem Jahresbericht zunächst die personellen Veränderungen. So steht für die Feuerwehr-Einsatz-Zentrale (FEZ) künftig einen Stammpersonal von 17 Personen aus allen vier Löschzügen zur Verfügung. Auch den Führungswechsel im Löschzug 3 (Elkenroth) sprach er an. Für die ausgezeichnete Jugendarbeit galt sein Dank Michael Schuhen aus Elkenroth. Als Verbandsgemeinde-Jugendfeuerwehrwart hatte dieser großen Anteil an dem Interesse der Jugendlichen an der Feuerwehrarbeit. Von den 16 Neuaufnahmen waren 11 aus der eigenen Jugendfeuerwehr – ein Indiz für eine sehr gute Nachwuchsarbeit. Als erster Verbandsgemeinde-Jugendfeuerwehrwart hatte Michael Schuhen Pionierarbeit geleistet.

Im Rückblick auf das vergangene Jahr wurde deutlich, dass die Feuerwehr nicht nur bei Bränden, sondern vor allem bei technischen Hilfeleistungen angefordert wurde. Ob am Schwedengraben im Bereich Gebhardshain oder auf der Umgehungsstraße, die Anzahl der schweren Verkehrsunfälle war in den letzten Monaten stark gestiegen. "Wir haben eine gute Struktur, kurze Eintreffzeiten, ein breites Leistungsspektrum und einen guten Technik- und Ausbildungsstand", lobte Björn Jestrimsky. So wurden im vergangenen Jahr 100% aller angebotenen Lehrgänge besucht. Weiterhin wurden vier CO-Geräte erworben, die vor der unsichtbaren Gefahr warnen und so die Sicherheit der Kameraden erhöhen. Diese Geräte wurden bereits erfolgreich im Einsatz verwendet.



Im zweiten Teil seiner Ansprache hinterfragte der Wehrleiter ebenfalls die Auswirkungen der Kommunalreform. Zurzeit kann innerhalb von 8 Minuten jederzeit in der VG Gebhardshain wirksame Hilfe durch die vier Löschzüge geleistet werden. "Jeder der vier Löschzüge hat im Gebilde der Verbandsgemeinde seine Berechtigung", erläuterte Björn Jestrimsky. Anhand verschiedener Beispiele verdeutlichte er, wie die Zukunft möglicherweise aussehen könnte. Die Bürger müssten viel zu lange auf die Feuerwehr warten, im schlimmsten Fall wären acht der zwölf Ortsgemeinden ohne ausreichenden Brandschutz mit Eintreffzeiten von teilweise weit mehr als 20 Minuten. Hiervon wären weit mehr als 7.000 Einwohner betroffen. "Wir sind hier auf uns selbst angewiesen. Die Feuerwehr Gebhardshain muss eine eigenständige Einheit bleiben und auch als solche angesehen werden", bekräftigte Björn Jestrimsky im Hinblick auf die kommenden Verhandlungen zur Fusion.

Anschließend übernahmen Bürgermeister Konrad Schwan, Wehrleiter Björn Jestrimsky sowie Kreisfeuerwehrinspektor Dietmar Urrigshardt die zahlreichen Ehrungen, Ernennungen, Beförderungen und Verpflichtungen der Kameraden. Geehrt wurden:

Silbernes Feuerwehr-Ehrenzeichen für 25 Jahre aktiven Dienst
- Rüdiger Musch und Torsten Linke (LZ 3)

Goldenes Feuerwehr-Ehrenzeichen
- Rainer Schütz (LZ 2, 35 Jahre aktiver Dienst)
- Nikolaus Reeh (LZ 4, 45 Jahre aktiver Dienst)

Silbernes Feuerwehr-Ehrenzeichen am Bande für besondere Verdienste um das Feuerwehrwesen
- Michael Schuhen und Alois Mockenhaupt (LZ 3)

Christian Rosenthal übernimmt künftig die Aufgaben von Michael Schuhen als Verbandsgemeinde-Jugendfeuerwehr-Wart, sein Stellvertreter wird Martin Weller. Weiterhin wurde Tom Theis zum Gerätewart ernannt. Sieben Kameraden wurden aus entpflichtet, 16 Kameraden neu verpflichtet. Somit verfügt die Freiwillige Feuerwehr der VG Gebhardshain zurzeit über 219 Mitglieder, davon 136 im aktiven Dienst, 48 in der Jugendfeuerwehr und 35 Alterskameraden. (daz)


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