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Nachricht vom 13.02.2015    

Rathausstürmung in Daaden

Daaden ist ja eher karnevalistisches Niemannsland - auch nach der Fusion hat sich da noch nicht viel geändert. Aber am Freitag, den 13. kamen die Herdorfer Karnevalisten und übernahmen die Regentschaft im Rathaus. Es gab Hahnengel-Orden und es wurde sogar geschunkelt.

VG-Bürgermeister Wolfgang Schneider übergab den symbolischen Rathausschlüssel an Prinz Marco von KG Herdorf. Fotos: anna

Daaden. Die Karnevalsgesellschaft von Herdorf benötigt weder einen Altweiber noch einen Rosenmontag um ein Rathaus zu erstürmen. Dazu reicht auch ein Karnevalsfreitag, selbst wenn es der 13. ist, lassen sich die „Gecken“ von hinter der "He-Da-Hö" nicht abschrecken, sie waren fest entschlossen, das Rathaus von Daaden einzunehmen. Doch die Ankunft der lustigen Gesellschaft aus dem Städtchen hatte sich frühzeitig herum gesprochen und kam für die Rathausbelegschaft keineswegs überraschend.

Ganz im Gegenteil, dort war alles für einen netten Empfang vorbereitet, Getränke standen gut gekühlt parat und auch an Knabbergebäck hatten die Daadener gedacht. VG-Bürgermeister Wolfgang Schneider hatte sich vorsichtshalber sogar zwei Krawatten umgebunden und Ortsbürgermeister Walter Strunk kam mit einem roten Glitzerhut daher. Pünktlich um 11.11 Uhr nahmen die Bürgermeister die närrische Delegation vor dem Rathaus in Empfang. „Nadda Jöhh“ und „Hahn Engel“ riefen sich alle gegenseitig zu. Im Rathaus erwartete dann sogar die Karnevalisten aus Herdorf eine kleine Überraschung.

Eine Gruppe kleiner Karnevalsfreunde vom kommunalen Kindergarten stand bunt verkleidet vor dem Ratssaal Spalier. In Ermangelung musikalischer Begleitung sangen und klatschten die närrischen Gäste dann selbst zu ihrem Einzug in den Saal. Dort begrüßte Präsident Norbert Weber die beiden Bürgermeister mit den Worten: „Zum zweiten Mal tat´s nun gelingen, hier ins Rathaus einzudringen. Der Weg hierher fiel uns nicht schwer“. Was vor Jahren noch undenkbar gewesen sei, wäre mittlerweile passiert. Auch Daaden habe sich mit dem Karnevalsvirus infiziert.
Die Eingliederung Herdorfs wäre den Daadenern nicht geheuer, denn Herdorf sei pleite und das werde teuer. Über den Stadtbürgermeister verriet Weber: „Uwe Erner ungelogen, macht um Daaden einen Bogen“. Prinz Marco I. verriet in seiner Grußrede, dass er sich angesichts der Terminliste mit einem Besuch in Kaan-Marienborn und einem in Daaden anfangs verschaukelt gefühlt habe, er nun aber eines Besseren belehrt sei.



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Den Daadener Karnevalisten dankte der Prinz für die tollen Zugbeiträge in den vergangenen Jahren und hatte noch einen Tipp parat. In Köln gäbe es doch die Stunk-Sitzung, für Daaden schlug er eine Strunk-Sitzung vor.

Walter Strunk seinerseits lobte die verbesserte Organisation seitens des Rathauses. Im vergangenen Jahr sei das Bier noch warm gewesen, diesmal habe man daran gedacht es zuvor kalt zu stellen. Bezüglich des Rosenmontagszuges in Herdorf kündigte Strunk an, auch diesmal wieder mit vielen Leuten daran teil zu nehmen. Zur Freude aller großen Besucher sangen und tanzten die Kinder noch ein Lied von der „Tante Lucky aus Kentucky“ und im Anschluss übergaben die beiden Erzieherinnen Brita Comisel (als Hahn) und Angelika Krüger (als Engel) selbst gebastelte Hahnengel-Orden an die Delegation der KG. Natürlich bekamen die beiden jungen Damen und auch Walter Strunk den aktuellen Sessionsorden überreicht. Bürgermeister Wolfgang Schneider hat diesen schon anlässlich der ersten KG-Sitzung erhalten. Gemeinsam sang die Gesellschaft dann noch das Lied der „He-Da-Hö“ und es wurde sogar dazu geschunkelt.
Etwas abseits beobachteten einige Mitarbeiter der Verwaltung das lustige Treiben ein wenig skeptisch. Hinsichtlich des Karnevals ist in Daaden eben doch noch einiges an Entwicklungsarbeit zu leisten. (anna)


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