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Nachricht vom 05.10.2008    

Konjunktur ist stabil

Die Handwerkskammer (HwK) Koblenz hat die Ergebnisse der aktuellen Konjunkturumfrage veröffentlicht. Ein Ergebnis: Unter anderem durch die hohen Energiepreise nimmt der Druck auf die Handwerksbetriebe in der Region zu.

Koblenz. Die Ergebnisse der aktuellen Konjunkturumfrage unter den Handwerksbetrieben im Kammerbezirk Koblenz bleiben insgesamt stabil, aber es fehlen nachhaltige Wachstumsimpulse, um einen neuen Aufschwung anzuschieben. „Der Preisdruck für die Handwerksbetriebe in der Region Mittelrhein nimmt zu, dennoch steigt die Investitionsbereitschaft und das Investitionsvolumen. Einzelne Konjunkturindikatoren wie Umsatzentwicklung und Auftragseingang wurden schlechter bewertet als noch vor einem Jahr. Die erheblich gestiegenen Energiepreise zeigen ihre Wirkung“, so HwK-Präsident Karl-Heinz Scherhag und HwK-Hauptgeschäftsführer Karl-Jürgen Wilbert. Nach der aktuellen Konjunkturbefragung der Handwerkskammer Koblenz unter 2.800 Mitgliedsbetrieben schätzen 75 Prozent der Betriebsinhaber ihre Geschäftslage als gut oder befriedigend ein. Im Vorjahr waren es 76 Prozent. Damit entsprechen die Koblenzer Ergebnisse genau dem Landesdurchschnitt von 75 Prozent. Die Prognosewerte der Geschäftslage für die nächsten drei Monate sind mit 72 Prozent leicht rückläufig.

Die Stimmungslage in den einzelnen Landkreisen unterliegt einer großen Bandbreite von 65 bis 92 Prozent. Das beste Geschäftsklima melden in diesem Herbst die Betriebe in den Kreisen Rhein-Hunsrück, Bad Neuenahr-Ahrweiler und Neuwied. Den niedrigsten Wert geben die befragten Betriebe im Kreis Birkenfeld und in der Stadt Koblenz an. In den einzelnen Handwerksbranchen im Kammerbezirk Koblenz ist die Beurteilung der Geschäftslage recht unterschiedlich. Die Betriebe für den gewerblichen Bedarf geben die beste Einschätzung ab. 86 Prozent dieser Betriebe nennen ein gutes oder zufriedenstellendes Betriebsergebnis. Von den befragten Ausbaubetrieben sind es immerhin 83 Prozent. Hingegen melden nur 65 Prozent der Bau- und 69 Prozent der Kfz-Betriebe eine positive Geschäftslage. Im Nahrungsmittelgewerbe und bei den Betrieben personenbezogener Dienstleistungen liegt der Anteil der Befragten mit einer guten und zufrieden stellenden Geschäftslage bei 80 Prozent. Hingegen melden dies nur 65 Prozent der Betriebe im Gesundheitshandwerk.

Bei der Kapazitätsauslastung erreichen die Handwerksbetriebe in der Region Mittelrhein einen höheren Wert als der Landesdurchschnitt. 65 Prozent der Unternehmer geben an, zu mindestens 70 Prozent ausgelastet zu sein. Im Landesdurchschnitt sind dies 62 Prozent. Vor einem Jahr waren es nur 62 Prozent der befragten Handwerker im Kammerbezirk Koblenz. Spitzenreiter sind hier die befragten Betriebe der Ausbau- und Bauhandwerke mit 73 und 72 Prozent, gefolgt von den Betrieben für den gewerblichen Bedarf mit 68 Prozent. Beim Auftragsvorlauf liegen die Betriebe im nördlichen Rheinland-Pfalz mit 6,4 Wochen ebenfalls über dem Landesdurchschnitt von 6,1 Wochen, wobei der Rhein-Lahn-Kreis mit 7,7 Wochen den höchsten, hingegen der Kreis Bad Kreuznach mit 4,6 Wochen den niedrigsten Wert aufweist.



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Die Ergebnisse der Umsatzentwicklung der Handwerksbetriebe im Kammerbezirk Koblenz liegen leicht unter dem Landesdurchschnitt und unter den Werten aus dem Vorjahr. 67 Prozent der befragten Betriebe in der Region Mittelrhein geben höhere oder zumindest gleiche Einnahmen gegenüber dem Vorquartal an. Im Landesdurchschnitt sind dies 69 Prozent und vor einem Jahr waren dies 71 Prozent der Befragten. Die Betriebe in der Region Mittelrhein haben mit einem hohen Preisdruck zu kämpfen. 68 Prozent der Befragten geben steigende Einkaufspreise an. Im Landesdurchschnitt sind dies 64 Prozent der befragten Betriebe. Nur 15 Prozent können höhere Verkaufspreise bei ihren Kunden durchsetzen. Im Landesdurchschnitt geben dies 16 Prozent der Befragten an.

„Erfreulich ist, dass die Investitionsbereitschaft und das Investitionsvolumen im Handwerk im nördlichen Rheinland-Pfalz gegenüber dem Vorjahr gestiegen sind“, stellt die HwK-Spitze fest und fordert ihre Mitgliedsbetriebe auf, von dem umfassenden betriebswirtschaftlichen Beratungsservice der HwK Koblenz zu Fragen der Finanzierung mit öffentlichen Mitteln, der Kostenrechnung, des Marketing, der Gestaltung von Produkten und Ideen und vielem mehr Gebrauch zu machen. „Wir möchten für unsere Kunden in allen Fragen erster Ansprechpartner sein, wenn diese beispielsweise in neue Zukunftstechniken investieren oder erstmals einen Ausbildungsplatz zur Verfügung stellen möchten“, betonen Scherhag und Wilbert und fordern die Handwerksbetriebe auf, aktiv an dem ganzheitlichen Beratungsangebot zu partizipieren. Im Kammerbezirk Koblenz investieren derzeit 41 Prozent der Betriebe eine durchschnittliche Investitionssumme von 29.000 Euro. Im Vorjahr waren es 31 Prozent investierende Unternehmen mit 26.000 Euro Investitionssumme.


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