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Nachricht vom 08.06.2015    

DJK-Bundestag in Wissen fand würdigen Abschluss

Fast 190 Delegierte waren zum 33. Bundestag nach Wissen gekommen um an drei Tagen ein neues Präsidium zu wählen, Sportler auszuzeichnen und den Erlebnistag am Samstag zu genießen. Mit einem Pontifikalamt in der katholischen Pfarrkirche „Kreuzerhöhung“ in Wissen, das von dem Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann zelebriert wurde, fand die DJK-Bundesveranstaltung am Sonntag einen würdigen Abschluss. Dazu gehörte auch der Eintrag in das Goldene Buch der Stadt.

Der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann trug sich in das Goldene Buch der Stadt Wissen ein. Auch die neue Präsidentin des DJK-Bundesverbandes Elsbeth Beha und weitere Delegierte. Fotos: Manfred Hundhausen

Wissen. Bei strahlendem Sonnenschein mischte sich der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann vor der Messe unters Volk und gab sich erstaunlicherweise volksnah. Es war ein imposantes Bild, als zur Eucharistiefeier die Fahnenträger der DJK-Verbände aus ganz Deutschland in die Kirche einzogen, gefolgt von Ministranten und den kirchlichen Würdenträgern.

Stellvertretend für Kreisdechant Martin Kürten begrüßte Diakon Peter Vanderfuhr die Gäste und die zahlreichen Kirchenbesucher. In seiner Predigt verwies Bischof Ackermann auf die Verkündigungen in der Messe in denen viel von Dämonen und dem Satan vorkam und erklärte: „Da wo Menschen in zerstörerischen Zwängen gefangen sind, ist der Ungeist nicht weit“. Desorientierung sei der Zweck des Bösen und verunsichere viele Menschen. Ackermann prangerte die digitale Welt an, in der Menschen systematisch manipuliert würden und den Bildern nicht mehr trauen könnten. Durch die Vertuschung der Geheimdienste wüssten die Menschen eigentlich wenig.

Desorientierung gebe es aber auch im Sport, wie zum Beispiel beim Doping, den momentanen Machenschaften der FIFA und den menschenverachtenden Arbeitsbedingungen beim Bau von WM-Stadien. Er berichtete auch vom zentralen Aufnahmelager für Flüchtlinge in Trier, an dem er schon mal mit seinem Fahrrad vorbeifahre und wünschte sich das der Zaun der dieses Lager mit seinen Flüchtlingen von den Trierer Bürgern trennt, bald fallen würde.

Der Jugendchor „Chorus live“ verschönerte die festliche Messe mit wunderschönen Gesängen. Besonders herausragend die beiden Stücke „Let us sing and worship his glory“ sowie „Misericordias Domini“. Die Messe wurde mit den Geistlichen Dechant Volker Teklik, Trier, Dr. Thomas Nonte, Diakon Peter Vanderfuhr, Michael Kühn, Diözese Speyer und Erhard Bechthold von der Diözese Freiburg mitgestaltet.



„So einen schönen, sonnigen Platz hatte ich noch nie bei einem Eintrag ins Goldene Buch einer Stadt“, sagte der Bischof, als ihn Bürgermeister Michael Wagener an ein eigens für diesen Zweck vor der Kirche aufgestelltes Pult mit Sitzgelegenheit bat. Nach dem Bischof trugen sich dann noch die neugewählte Präsidentin der DJK, Elsbeth Beha, und weitere Delegierte ins Buch ein.

Bei der diesjährigen Delegiertenversammlung ging ein wichtiger und von allen gewürdigter Impuls aus: Die Resolution des DJK-Sportverbandes zur Integration von Flüchtlingen im Sport und durch Sport.

Dankesworte richtete Präsidentin Elsbeth Beha an die DJK Wissen-Selbach mit ihrem Vorsitzenden Ewald Orthen und besonders an den Bundesjugendtrainer Michael Leyendecker. „Ohne das Engagement Leyendeckers hätte der 33. DJK-Bundestag wohl nicht in Wissen stattgefunden“, lobte Elsbeth Beha. Dank erntete auch Franz Dier vom Diozösenverband Trier für die vorbildliche Unterstützung mit seinem Team.

Ein wenig Spaß in der Kirche gab es auch, als sie Bischof Ackermann, der sich vorher als bekennender Radfahrer geoutet hatte, eine Warnweste mit dem DJK-Emblem und der Aufschrift "...immer gut zu sehen" überreichte. Ein tolles Wochenende in Wissen, das den Delegierten und allen Teilnehmern noch sicher lange in Erinnerung bleiben wird ging auf dem Kirchplatz mit Gesprächen zu Ende. (phw)



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