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Nachricht vom 11.08.2015    

Vortrag zu Fundsache Israel – Archäologie der Bibel

Einen kurzweiligen Vortrag über archäologische Funde in Israel und ihren Bezug zur biblischen Geschichte erlebten rund 20 Besucher des Erlebnisraumes Bibel in Westerburg. Dr. Martin Peilstöcker vom Bibel Erlebnismuseum in Frankfurt am Main berichtete von eigenen Erfahrungen im Heiligen Land.

Dekan Martin Fries (rechts) überreicht Dr. Martin Peilstöcker ein Dankeschön für seinen lebendigen Vortrag. Fotos: Sabine Hammann-Gonschorek

Westerburg Der evangelische Theologe hat rund 20 Jahre im Raum Tel Aviv für die Israelische Antikenverwaltung gearbeitet. Durch seine Tätigkeit vermittelte er einen lebendigen Eindruck von den Möglichkeiten der Archäologie in Israel, der Geschichte der Suche nach Originalen aus biblischen Zeiten und den politischen und religiösen Hintergründen.

Nach der Begrüßung der Gäste durch Dekan Martin Fries ging Dr. Peilstöcker auf zwei Personen der biblischen Geschichte, die Könige David und Salomo, näher ein und versuchte deren Lebenswege anhand archäologischer Funde zu rekonstruieren. Er zeigte auf, dass die Wurzeln des Volkes Israel auf der Geschichte zweier Königreiche, des Nordreiches Israel und des Südreiches Juda, beruhen. Fundamentale Wahrheiten der Bibel wie der Auszug aus Ägypten, die Einnahme Kanaans und die Bedeutung des Reiches Salomons seien archäologisch jedoch nicht nachweisbar. Die Bibel sei kein Geschichtsbuch, meinte Peilstöcker.



Er berichtete von den Funden der wichtigsten biblischen Ausgrabungsstätte Mediggo. Doch auch dort gebe es verschiedene Deutungsmöglichkeiten für die archäologischen Artefakte. Außerdem, gab Peilstöcker zu Bedenken, gab es immer wieder technische Fehler bei Ausgrabungen, wodurch Ergebnisse verfälscht werden konnten. „Archäologie ist Zerstörung“, postulierte Peilstöcker. Ein und dieselbe Grabung könne unterschiedlich interpretiert werden, da auch der Archäologe in seiner Sozialisation gefangen sei.

Die Lebenswirklichkeit der Personen in der Bibel könne untersucht werden, sagte der Theologe, Belege für konkrete Ereignisse gebe es jedoch kaum. Die Geschichte sei nichts, was man in Kategorien einteilen könne, da sich alles im Fluss befinde. Nach seinem offenen Vortrag beantwortete der Archäologe zahlreiche Rückfragen des interessierten Publikums. (shg)


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