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Nachricht vom 02.12.2008    

Sonntag ist ein hohes Gut

Um den Sonntag als hohes Gut - darum ging es beim diesjährigen Neujahrsempfang des evangelischen Kirchenkreises Altenkirchen in Eichelhardt. Der scheidende Superintendent Eckard Dierig plädierte dafür, den Sonntag als gemeinschaftlichen Freiraum zu erhalten.

eckhard dierig

Eichelhardt. Den Sonntag als hohes Gut zu schützen, hat sich die Evangelische Kirche Deutschlands (EKD) mit ihrer Kampagne "Gott sei Dank, es ist Sonntag" gestellt. "Sonn- und Feiertage schaffen einen Freiraum, im dem der Einzelne und die Gemeinschaft Bedürfnisse stillen können, die im Alltag häufig zu kurz kommen", wird allerorten bedauert. Sonn- und Feiertage sind aber für den Einzelnen, aber auch für die Gemeinschaft, besondere "Zeitfenster", in denen kein Handlungsdruck von außen aufgebaut werde. Dabei gehe es nicht nur einfach um freie Zeit, sondern auch um gemeinsame Freizeit für Familien, für sportliche Aktivitäten und auch für die gemeinsame Religionsausübung.
Die Sonntagskampagne stand auch im Mittelpunkt des alljährlichen Neujahrsempfanges, den der Evangelische Kirchenkreis Altenkirchen traditionell am ersten Montag nach Beginn des Kirchenjahres am ersten Advent veranstaltet. Wie in jedem Jahr lädt der Kirchenkreis neben den Vertretern der Pfarrerschaft und der heimischen Kommunen auch Menschen und Gruppen ein, die von der Thematik des Abends auch angesprochen sind. Superintendent Eckhard Dierig begrüßte zum diesjährigen Neujahrsempfang, der traditionell auch immer außerhalb von kirchlichen Räumlichkeiten stattfindet, im Sportlerheim in Eichelhardt die VertreterInnen der Chöre im Kreis Altenkirchen. Gerade auch Vereine leiden darunter, dass das Fehlen von "gemeinsamer freien Zeit", Zum Beispiel die Chorarbeit, erschwert. Längere Ladenöffnungszeiten bis in die Abendstunden, Dienstverpflichtungen bis in die Freizeit hinein, aber auch hausgemachter "Freizeitstress" behindern so manche kontinuierliche Probenarbeit und machen das Vereinsleben schwieriger.
Neben den VertreterInnen der Chöre konnte Superintendent Eckhard Dierig, der zum letzten Mal im Amt den Neujahrsempfang ausrichtete, auch Landrat Michael Lieber, die beiden SPD-Landtagsabgeordneten Dr. Matthias Krell (Betzdorf) und Thorsten Wehner (Wissen), Bürgermeister und Beigeordnete der Verbandsgemeinden, sowie Ortsbürgermeister Friedhelm Höller (Eichelhardt) begrüßen. Ein besonderer Gruß galt auch Pfarrerin Andrea Aufderheide, die am 25. Januar 2009 als Superintendentin des Kirchenkreises in ihr Amt eingeführt wird.
In seiner Andacht ging Superintendent Dierig auf die biblische Schöpfungsgeschichte und die theologischen Aspekte der Sonntagsruhe ein, in einem kleinen Vortrag stellte er die EKD-Kampagne zum Sonntagsschutz vor und schilderte die Bemühungen für die Gemeinschaft den Sonntag als gemeinschaftlichen Freiraum zu erhalten.
Mit zwei kleinen Anspielen verdeutlichten Heike Koch (Superintendentur des Kirchenkreises) und Petra Stroh (Öffentlichkeitsbeauftragte des Kirchenkreises) die "Leiden" von Individuen, aber auch von Chören, deren gemeinsame Freiträume ständig beschnitten werden.
Eine Infowand gab zudem interessante Einblicke in "Sonntags-Gewohnheiten" und die Ansätze der kirchlichen Kampagne, die bereits in den 90er Jahren mit "Ohne Sonntag gibt es nur noch Werktage" das Bewusstsein für den Sonntagsschutz in den öffentlichen Fokus rückte. Gibt es außer "Sonntags-Shopping" wirklich keine Alternativen einer Sonntags-Gestaltung? Damit auf diese Frage künftig viele Menschen eine sinnvolle Antwort finden, hat die EKD in einem Buch "50 Ideen für die Gestaltung eines Sonntages" gesammelt. Stellvertretend für die neun evangelischen Büchereien im Kirchenkreis überreichte Superintendent Eckhard Dierig ein Exemplar des Buches an Susanne Lützenkirchen (Hamm), Synodalbeauftragte für die Büchereiarbeit im Kirchenkreis. Jeder, der nun für sich und seine Familie oder Freunde nach Tipps für eine schöne Sonntagsgestaltung sucht, kann sich den Ratgeber nun in den Büchereien der Kirchengemeinden ausleihen.
In gemütlicher Runde bei Wintertee, Glühwein und Gebäck wurde der Neujahrsempfang dann zum "Austauschplatz", der rege genutzt wurde. (pes)
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Superintendent Eckhard Dierig begrüßte die Gäste beim Neujahrsempfang des Evangelischen Kirchenkreises Altenkirchen im Sportlerheim in Eichelhardt. Der Austausch zwischen Vertretern der Kirche, Kommunen und Gesellschaft ist traditionell am Beginn eines neuen Kirchenjahres am ersten Advent. Fotos: Hans-Jörg Ott


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