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Nachricht vom 05.12.2008    

Ohne Ehrenamt geht nichts

Ohne Ehrenamt geht so gut wie nichts in unserer Gesellschaft. Deshalb hatte der Tag des Ehrenamtes am Freitag auch in Wissen eine große Bedeutung: Drei Personen wurden von Bürgermeister Michael Wagener für ihr Engagement für die Gemeinschaft in einer Feierstunde geehrt - stellvertretend für alle die, die ihre Freizeit für den Dienst an ihren Mitbürgern zur Verfügung stellen. Und das gerne.

erika kalkert und michael wagener

Wissen. Erika Kalkert kennen eine Menge Leute, nicht nur in der Verbandesgemeinde Wissen. Lange Zeit war sie Abteilungsleiterin in der Verbandsgemeinde-Verwaltung, zuständig für Schulen, Soziales und Kindergärten. Da war sie für ihre menschliche Haltung bekannt. Doch mehr: In ihrer Heimatgemeinde Birken-Honigsessen engagiert sie sich bis heute in einzigartiger Weise für die Katholische Öffentliche Bücherei. Aber nicht nur das: Auch das öffentliche Büchereiwesen in der Verbandsgemeinde trägt ihre Handschrift. Dafür wurde Erika Kalkert - und für weitere große Verdienste, beispielsweise im Kirchenvorstand - mit dem Ehrentitel "Ehrensache 2009" ausgezeichnet, auch der Silbermotivbarren "Wissener Halbmondensemble", eine Dankurkunde und einen schönen Blumenstrauß konnte die 71-Jährige in Empfang nehmen.
Aber was wäre das Ehrenamt ohne das Engagement der Jugend. Auch für zwei junge Frauen, die in außergewöhnlichem Maße sich gemeinnützig eingesetzt haben, hatten Bürgermeister Wagener und Pfarrer Jürgen Laß lobende und warme Worte parat. Janine Höfer von der Jugendfeuerwehr Wissen und Stephanie Sigmund, die in der Kinder- und Jugendarbeit der Kirchengemeinde St. Elisabeth führend tätig ist, erhielten den von Ministerpräsident Kurt Beck unterschriebenen Engagement- und Kompetenznachweis für ihre ehrtenamtliche Tätigkeit für ihre bisher geleistete ehrenamtliche Tätigkeit. Und die kann sich für die beiden jungen Frauen sehen lassen: Unter ihrer Ägide hat sowohl die Jugendfeuerwehr in Wissen als auch die Jugendarbeit in Birken-Honigsessen profitiert, was Pfarr Laß und Jugendfeuerwehrwart Volkler Hain (Wissen) gerne bestätigten. Sie können beide stolz über diese engagierten jungen Menschen sein.
Bürgermeister Wagener hob in seiner Ansprache während einer kleinen Feierstunde im Europasaal der Verbandsgemeinde hervor, es würden Menschen geehrt, die sich nicht in den Vordergrund stellten, aber wie besonders Erika Kalkert über viele Jahre "beharrlich, engagiert und mit Freude" ehrenamtlich tätig seien "für unser Gemeinwesen". Wagener: "Darauf können wir stolz sein und darauf sind wir angewiesen", "auf Menschen, die sich in den Dienst der Sache stellen." So sei das öffentlche Büchereiwesn in der Verbandsgemebnde von der Handschrift Erika Kalkerts geprägt, sagte Wagener. Sie habe diese Sache in vorbildlicher Weise zu ihrer eigenen gemacht. "Besser kann man ein Ehrenamt nicht ausüben", sagte Wagener. Erika Kalkert habe es geschaftt, die Literatur den Menschen näher zu bringen, vor allem auch Kindern. Doch damit nicht genug - auch im Kirchenvorstand ihrer Heimatgemeinde habe sie stets mit großem Einsatz an vorderster Stelle mitgewirkt. Das große Dankeschön an Erika Kalkert, die sich auch gegenüber ihrem Bistum beharrlich für den Erhalt der Bücherei eingesetzt hatte, wie Pfarrer Laß begeistert vermerkte, verstand Wagener auch als Dankeschön an all die, die sich für die Gemeinschaft einsetzen.
Pfarrer Jürgen Laß konnte natürlich seinen Stolz nicht verhehlen, dass gleich zwei "Schäfchen" aus seiner Pfarrgemeinde dergleichen hohe Ehrung empfingen. Denn da war auch noch Stephanie Sigmund (20), die seit 2005 als ehrenamtliche Mitarbeiterin in der katholischen Kirchengemeinde St. Elisabeth Birken-Honigsessen segensreiche Arbeit geleistet hat. Sie hat Kindergruppen für Mädchen im Alter von 9 bis 14 Jahren aufgebaut und darüberhnaus auch noch die Jugendleiter-Ausbildung absolviert.
Nicht zuletzt ist da Janine Höfer (21), die sich schon seit 2005 als ehrenamtliche Betreuerin der Jugendfeuerwehr Wissen einsetzt. Sie ist die Gruppenleiterin und zudem noch für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Und die Jugendfeuerwehr, so der anwesende Jugendfeuerwehrwart, Volker Hain stolz, hat inzwischen 48 Mitglieder. Mit steigender Tendenz. Nicht zuletzt auch Verdienst Janines.
Auch ein "sozialer Träger" sei die Feuerwehr, erinnerte in diesem Zusammnhang Pfarrer Laß. Bei vielen Gelgenheiten stünde sie den Menschen und der Gemeinschaft hilfreich zur Seite. Schön findet es der Geistliche, dass auf den Dörfern eins noch stimmt: Junge und Alte engagieren sich gleichermaßen. Deshalb, so Bernd Obelode von der VGV, wolle man das Ehrenamt mit einem Arbeitskreis noch stärker anschieben. Da kann man nur viel Erfolg wünschen. (rs)
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Erika Kalkert erhält von Bürgermeister Michael Wagener das "Wissener Halbmondensemble". Fotos: Reinhard Schmidt



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