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Nachricht vom 30.12.2015    

Auf der Siegstrecke nicht den Anschluss verlieren

Landrat Michael Lieber plädiert für den zweigleisigen Ausbau der Siegstrecke der Deutschen Bahn, mit Blick auf die Bahnknotenkonferenz, die den Ausbau des Verkehrsknotenpunktes Köln fordert. Lärmschutz und Ausbau der Strecke könnten in einem Schritt erledigt werden.

Kreisgebiet. Zuverlässig, schnell und pünktlich zur Arbeit kommen – das wünschen sich viele tausend Pendler auf der Siegstrecke Richtung Köln/Bonn, Siegen oder Gießen. Auf der Strecke gibt es jedoch immer noch einige Abschnitte, die eingleisig und daher nur langsam befahrbar sind, zudem ist der Verkehrsknotenpunkt Köln bis an die Kapazitätsgrenzen belastet und damit verspätungsanfällig.

Um im wahrsten Sinne des Wortes nicht den Anschluss zu verlieren, plädiert Landrat Michael Lieber für den konsequent zweigleisigen Ausbau im Sinne der Region Altenkirchen und der Nachbargemeinden. Voraussetzung für weitere Kapazitäten im Personennahverkehr wäre zudem der Ausbau des Bahnknotens Köln, der im Nahverkehr Rheinland in der Diskussion ist (Bahnknotenkonferenz 2015).

„Eine reibungslos funktionierende Bahnverbindung ist regional und wirtschaftlich von großer Bedeutung und schützt vor der zunehmenden Bildungsabwanderung im ländlichen Raum. Daher setzt sich der Landkreis seit 2006 für einen zweigleisigen Ausbau ein, um die Siegstrecke baulich auf den neuesten Stand zu bringen. Das bedeutet auch modernste Lärmschutzstandards. Neugebaute bzw. ausgebaute Strecken sind per se auf dem neuesten Stand, wohingegen Bestandsstrecken je nach Haushaltslage lediglich mit geringeren Lärmschutzmaßnahmen bedacht werden“, so Landrat Michael Lieber. Der Landrat spricht sich daher dafür aus, die Strecke insgesamt zweigleisig zu erneuern, damit die Pünktlichkeit für Tausende von Pendlern, die mit dem RE 9 oder der RB 95 unterwegs sind, gewährleistet werden kann.

Der Ausbau der Siegstrecke ist grundsätzlich eine Chance für die Region, auch wenn die „Risiken und Nebenwirkungen“ nicht ausgeblendet werden dürfen. So befürchten Anwohner verbunden mit dem Ausbau eine erhöhte Lärmbelastung durch zunehmenden Güterverkehr auf der Strecke. Dabei gilt es zu bedenken: Fachleute erwarten ohnehin einen stark zunehmenden Güterverkehr von bis zu 65 Prozent in den nächsten Jahren. Das gilt auch für den Rhein-Sieg-Kreis. Eine neu ausgebaute, den modernen Lärmschutzstandards entsprechende Strecke, käme letztlich auch den Anwohnern zugute. Denn mit zusätzlichem Güterverkehrsaufkommen ist auch bei einem nur teilweise erfolgenden Ausbau zu rechnen.
Damit stehen sich Ausbau und Lärmschutz nicht als sich ausschließende Alternativen gegenüber, sondern bedingen sich eher gegenseitig: Eingleisige Abschnitte, Langsamfahrstrecken und Lärmschutzmaßnahmen könnten in einem Aufwand angegangen werden.



Verbesserungen für den Personennahverkehr und damit eine bessere Anbindung für Pendler auf der Rhein-Sieg Strecke können im Grunde nur durch den zweigleisigen Ausbau der Strecke gewährleistet werden. Dann ließe sich mittelfristig auch der geplante Sprinter zur Hauptverkehrszeit, Startpunkt Wissen und Betzdorf, realisieren. Die Voraussetzung dafür ist wie oben erwähnt allerdings zunächst der Ausbau des Verkehrsknotenpunktes Köln.
„Wir sehen an dieser Stelle eine wichtige Chance, die Erreichbarkeit des Kreises Altenkirchen zu verbessern und die Attraktivität für Berufstätige und Familien langfristig zu sichern“, fasst Landrat Michael Lieber zusammen.



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