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Nachricht vom 28.03.2017    

Neue Informationen zum Wissener Rathaus-Standort

Derzeit sind die Verhandlungen und Planungen für einen Umbau der in Frage kommenden Objekte in vollem Gange. Bevor es zu einer Entscheidung kommt, wird es eine Einwohnerversammlung geben, um die Wissener Bevölkerung an den Entwicklungen teilhaben zu lassen.

Es war ein langer Weg, der den Entscheidungsträgern viel abverlangte, aber nun rückt die Entscheidung über den neuen Rathaus-Standort in greifbare Nähe.

Wissen. Der Wissener Rathausneubau ist schon seit einiger Zeit kein Thema mehr für die Verbandsgemeindeverwaltung. Dieser war im Sinne der Innenstadtentwicklung von vielen Mitgliedern des Verbandsgemeinderates befürwortet worden, stoß jedoch bei der Wissener Bevölkerung auf Ablehnung. Ins Gespräch war, neben dem ehemaligen Realschulgebäude, auch das leer stehende Katasteramt in der Schlossstraße gekommen.

In den letzten Wochen wurden Analysen in beiden Gebäuden durchgeführt und zahlreiche Daten gesammelt, um eine Entscheidung treffen zu können. Nämlich die, in welches Gebäude die VGV nach einer Sanierung einziehen wird. Die Immobilien und angrenzende Flächen wurden gründlich untersucht, um sie trotz der unterschiedlichen Ausgangslagen miteinander vergleichen zu können.

Das Realschulgebäude wurde 1905 erbaut und im Jahr 1985 modernisiert, es steht seit 2016 leer. Der Kaufpreis würde sich auf etwa 600.000 Euro belaufen, jedoch wären erhebliche Aufwendungen nötig, um das Gebäude zweckgerecht umzubauen – hierfür wurden 6,7 Millionen Euro veranschlagt. Seine Fläche von 3181 Quadratmeter bietet 1995 Quadratmeter Nutzfläche. Die großen Flure und Treppenhäuser, die für eine Schule typisch sind, könnten in dem Sinne nicht genutzt werden und würden, falls man sich für dieses Objekt entschiede, höhere Betriebskosten verursachen.

Das ehemalige Katasteramt wurde im Jahr 1998 erbaut und steht ebenfalls seit 2016 leer. Der Kaufpreis würde sich auf 1,22 Millionen Euro belaufen, aber die Umbaukosten würden bei 3,626 Millionen Euro liegen, was eine Differenz von etwa drei Millionen Euro zum Realschulgebäude ausmacht. Die Gesamtfläche ist mit 1956 Quadratmeter deutlich geringer als die der Realschule, jedoch liegt die Nutzfläche bei 1.590 Quadratmeter. Falls man sich für dieses Gebäude entschiede, würde ein Anbau nötig sein, wofür ein benachbartes Garagengrundstück gekauft werden müsste. Der Aufwand, um das Raumprogramm des zukünftigen Rathauses verwirklichen zu können, wäre bei diesem Gebäude geringer.

Zunächst sah der Plan vor, Fördermittel aus dem Investitionsstock des Landes Rheinland-Pfalz schon für 2017 zu beantragen. Aufgrund möglicher Verzögerungen wurde darauf aber zugunsten anderer Kommunen verzichtet. Wären die Zuschüsse nicht rechtzeitig genutzt worden, hätten sie auch anderen Kommunen nicht zur Verfügung gestanden.



Geplant ist nun eine Antragstellung seitens der VG Wissen bis zum 15. Oktober, damit nach einem Bewilligungsverfahren im besten Fall schon im Jahr 2018 mit den Umbauarbeiten in einem der zur Auswahl stehenden Gebäude begonnen werden kann. Bis dahin müssen aber aufgrund der hohen Investitionssumme unter anderem europaweite bautechnische Ausschreibungen für das Bauvorhaben erfolgen.

Nun heißt es zunächst, dass schnell ein Termin mit der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) gemacht werden muss, die den Umbau aus dem Investitionsstock des Landes Rheinland-Pfalz mit rund 2,5 Millionen Euro bezuschussen würde. Hierzu muss nun bis zum 15. Oktober ein Antrag eingereicht werden. Außerdem werden Kaufpreisverhandlungen mit dem Land und dem Kreis geführt, denen das Katasteramt bezeihungsweise das Realschulgebäude gehört.

Der Haupt- und Finanzausschuss der Verbandsgemeinde wird bis zum 30. April zusammenkommen und einen Empfehlungsbeschluss fassen. Danach, also noch vor der endgültigen Entscheidung, wird es eine Einwohnerversammlung geben, in der die Wissener Bürger über die Vorhaben informiert werden sollen. Erst danach wird die Entscheidung in einer Ratssitzung fallen.

Die Vorsitzenden der Fraktionen im Wissener Verbandsgemeinderat Berno Neuhoff (CDU/FDP), Josef Schwan (SPD) und Hubert Wagner (FWG) werden zuvor ausführlich mit ihren Parteikollegen über die beiden Möglichkeiten in den Austausch gehen.

Bürgermeister Michael Wagener ist froh, dass der bisherige Entscheidungsprozess in engem Schulterschluss mit Ratsmitgliedern und den Fraktionsvorsitzenden erfolgen konnte. Auch in den kommenden Wochen und Monaten sei noch viel zu tun, aber die gute Zusammenarbeit innerhalb der Verwaltung und des Verbandsgemeinderates mache es den Verantwortlichen leichter, so Wagener. „Wir haben eine gute Entscheidungsgrundlage für die Gremien geschaffen, die es in den kommenden Wochen entscheiden werden“. Wagener sei froh, dass der jetzige Stand erreicht wurde. (rst)


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